Ausstellung „Bewegte Frauen“ ab 9. März zu besichtigen

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Um die persönlichen Schicksale dieser und vieler weiterer Frauen geht es in der Ausstellung „Bewegte Frauen“, die am Montag im Main-Kinzig-Forum eröffnet wird.

05.03.2020. - Eine außergewöhnliche und sehr persönliche Ausstellung ist ab dem kommenden Montag, 9. März, im Main-Kinzig-Forum zu sehen: 26 Frauen aus dem Kreisgebiet geben tiefe Einblicke in ihre individuelle Flucht- und Migrationsgeschichte. Die Biografie-Ausstellung „Bewegte Frauen“ wird am Montag um 18 Uhr durch die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler eröffnet.

Befragt wurden für diese Ausstellung Frauen aus der Region, die sowohl bereits in ihrer frühen Kindheit als auch erst vor kurzer Zeit nach Deutschland gekommen sind. Ein besonderer Fokus liegt auf Migrations- und Fluchtbewegungen und wie sie die Bevölkerung – auch im Kinzigtal und im Spessart – seit jeher geprägt haben, nicht erst seit ein paar Jahren. „Migration ist kein Sonderfall“, sagt Sozialdezernentin Susanne Simmler und weist darauf hin, dass der zeitliche Horizont der Ausstellung mehrere Jahrzehnte umfasst, die Gründe für das Verlassen der eigenen Heimat somit vielfältig sind.

Trotz des teils großen Altersunterschieds der Frauen sind in der Ausstellung auffällige Gemeinsamkeiten festzustellen. Alle porträtierten Frauen vermitteln eine innere Stärke und den Mut, sich allem im Leben zu stellen, wie es eben kommt. Die Frauen träumen davon, sich zu entfalten oder haben dieses Ziele bereits erfüllt. Sie sind an ihrem Erlebten gewachsen.

Die Ausstellung wurde durch das Büro für interkulturelle Angelegenheiten des Main-Kinzig-Kreises erstellt. Als Grundlage diente dessen Biografie-Arbeit mit Frauen aus dem Main-Kinzig-Kreis, die wiederum aus den verschiedensten Herkunftsländern stammen. Als eine Form zur Selbstreflexion steht „Biografie-Arbeit“ für verschiedene Formen professionell und wissenschaftlich unterstützter Erinnerungsarbeit.

„Hinter jedem Gesicht dieser Ausstellung steht ein Schicksal, steht ein wechselvolles Leben voller Brüche, steht eine Fluchterfahrung und auch ein Erlebnis des Ankommens“, kündigt Simmler an. „Es sind Geschichten von der großen Liebe, von Angst und Hoffnung, zerbrochenen Träumen, unbändiger Kraft, dem Mut neu anzufangen, von geplatzten und wahrgewordenen Träumen sowie großen Zielen. Oftmals bleiben Flucht- und Migrationsgeschichten abstrakt, hier werden sie sichtbar als Geschichten aus unserer Nachbarschaft.“ Die Ausstellung kann bis 27. März zu den Öffnungszeiten des Bürgerportals besichtigt werden.