Kreis zu Veritas: Arbeitsplatzabbau nicht einfach hinnehmen

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26.02.2020. - Die Spitze des Main-Kinzig-Kreises um Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordneten Susanne Simmler und Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann unterstützt uneingeschränkt die klare Position des Betriebsrates der VERITAS AG, den geplanten Abbau von 700 Arbeitsplätzen am Standort Gelnhausen nicht mitzugehen und keinerlei Vereinbarungen mit der Unternehmensspitze bzw. den potenziellen Investoren zu treffen.

In einem Gespräch mit dem Betriebsrat am Mittwochmorgen hat die Kreisspitze nicht nur ihre Solidarität mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VERITAS erklärt, sondern unmissverständlich deutlich gemacht, dass der im Raum stehende Vorschlag von einem Arbeitsplatzabbau von 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Abfindungszahlung von drei Monatsgehältern ein völlig inakzeptables Angebot darstellt.

„Der Betriebsrat hat uns gegenüber klar gemacht, dass er diesen Weg nicht mittragen wird und wir unterstützen den Betriebsrat in dieser klaren Haltung uneingeschränkt“, erklären Thorsten Stolz, Susanne Simmler und Winfried Ottmann. Für die Kreisspitze hat es überhaupt nichts mit einem fairen Interessenausgleich zu tun, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die 20, 30 oder 40 Jahre dem Unternehmen die Treue gehalten haben, ein Angebot für eine Abfindung in Höhe von drei Monatsgehältern vorgelegt wird.

Zudem fordert die Kreisspitze gemeinsam mit dem Betriebsrat, dass klare Zukunftsperspektiven für den Standort Gelnhausen aufgezeigt werden müssen. Auch vergleichbare Situationen in anderen Unternehmen haben gezeigt, dass die Beschäftigten hier nicht völlig chancenlos sind. Vor diesem Hintergrund hatte die Kreisspitze bereits in der vergangenen Woche angekündigt, aufgrund der aktuellen Meldungen rund um Verkauf und den geplanten Arbeitsplatzabbau bei der VERIATS AG den engen Kontakt zum Betriebsrat zu suchen.

„Nach dem ersten Schock über den angekündigten Arbeitsplatzabbau von 700 Stellen am Standort Gelnhausen stehen wir hier klar in der Verantwortung für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien“, erklären Thorsten Stolz, Susanne Simmler und Winfried Ottmann. Es sei eine perfide Strategie, die Beschäftigten und die Öffentlichkeit offenbar vor vollendete Tatsachen zu stellen und auf diese Weise Druck aufzubauen.

Doch das Gespräch mit dem Betriebsrat habe gezeigt, dass diese Ankündigung nicht widerstandslos hingenommen werden müsse. Die Kreisspitze verweist darauf, dass viele Beschäftigte der VERITAS AG seit Jahrzehnten die Treue halten und insbesondere in Krisensituationen immer bereit waren, durch eigene Abstriche ihren Beitrag zur Unternehmenssicherung zu leisten. Vor diesem Hintergrund sei die aktuelle Unternehmenspolitik völlig inakzeptabel und ein schlechter Stil.