Allgemeine Hinweise zum Umgang mit dem Coronavirus

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3. März. – Zum Thema Coronavirus gibt es auf allen Kanälen täglich neue Informationen und aktuelle Zahlen. Auch die Fachbehörden im Main-Kinzig-Kreis haben sich sorgfältig auf ein mögliches Auftreten der Infektion vorbereitet. Die Bürgerinnen und Bürger sollten ausschließlich den offiziellen Stellen vertrauen und sich nicht auf unsichere Quellen verlassen. Infografiken zu Hygienemaßnahmen im privaten Umfeld bzw. für öffentliche Einrichtungen können hier heruntergeladen werden. Aktuelle und weiterführende Informationen finden sich auf der Homepage des Robert-Koch-Institutes unter www.rki.de sowie beim Hessischen Sozialministerium https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/coronavirus-sars-cov-2 .

„Wir werden fortgesetzt über die aktuelle Lage im Main-Kinzig-Kreis informieren“, erklärt die Kreisspitze mit Landrat Thorsten Stolz, Erster Kreisbeigeordneten Susanne Simmler und Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann. Die Ärztinnen und Ärzte im Gesundheitsamt sind schon jetzt zahlreichen Fragen ausgesetzt und prüfen alle Hinweise sehr genau. „Wir spüren eine große Verunsicherung und versuchen auch im direkten Dialog aufzuklären und Hilfestellung zu geben“, berichtet Simmler als zuständige Dezernentin. Maßgebend sind dabei die Richtlinien vom Robert-Koch-Institut, das auch mögliche Verdachtsfälle für die nähere Untersuchung klar definiert hat.

Demnach sollte eine diagnostische Abklärung mit einem entsprechenden Abstrich in jedem Fall erfolgen bei Personen mit akuten Symptomen im Bereich der Atemwege und einem Kontakt zu einer mit dem Coronavirus erkrankten Person. Ebenfalls zu untersuchen sind Menschen, die Atemwegserkrankungen zeigen und aus einem der jeweils aktuellen Risikogebiete kommen. Hier ist jeweils das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises einzuschalten, das auch die notwendigen Schutzmaßnahmen koordiniert.

Wie das Robert-Koch-Institut erklärt, haben die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) derzeit das vorrangige Ziel, einzelne Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus dadurch so weit wie möglich zu verzögern. „Die Bürgerinnen und Bürger können mit einem angemessenen Verhalten diese Arbeit sehr unterstützen“, erläutert die Kreisspitze. So sollten Personen, die Kontakt zu einer am Coronavirus erkrankten Person hatten oder aus einem der Risikogebiete kommen, beim Auftreten von Krankheitszeichen nicht selbständig einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Um unter diesen Umständen eine mögliche Ansteckung zu verhindern, sollte zunächst der Hausarzt oder das Gesundheitsamt telefonisch zu den weiteren Schritten befragt werden.

Weitergehende vorbeugende Maßnahmen mit Blick auf Großveranstaltungen oder Gemeinschaftseinrichtungen werden in Abstimmung mit den Fachleuten im Einzelfall angeordnet. Dazu gibt es eine enge Abstimmung aller Gesundheitsämter mit dem zuständigen Sozialministerium in Wiesbaden. Wie Landrat Thorsten Stolz informiert, werden bei einer bestätigten Infektion auch die Kliniken, das Gefahrenabwehrzentrum und die Pressestelle eingebunden sein. Alle Beteiligten sind sich bewusst, dass für jeden Fall ein individuell abgestimmtes Verfahren gefordert ist, das wahrscheinlich weiterhin nicht zu weitreichenden Einschränkungen in der Bevölkerung führen wird.

Auch unabhängig vom Coronavirus verweisen die Fachleute auf die gängigen Hygienemaßnahmen oder andere Vorkehrungen, die gleichzeitig die Übertragung der auch im Main-Kinzig-Kreis grassierenden Virusgrippe vermindern. Vor allem das regelmäßige Händewaschen mit Wasser und Seife ist ein wirksames Mittel zur Vorbeugung. Eine besondere Desinfektion ist nicht sinnvoll. Außerdem sollte der enge Kontakt zu Personen mit Erkältungskrankheiten vermieden werden. Auch gut durchlüftete Räume senken das Ansteckungsrisiko. Außerdem gilt zunächst der allgemeine Hinweis „aufmerksam bleiben und die Ruhe bewahren“, betonen Thorsten Stolz und Susanne Simmler.

Infoblatt Corona (pdf, 600kb)