Sondierung nach Kampfmitteln auf Gelände der Bildungspartner

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21. Februar. - Im Rahmen der Planungen für das Parkhaus an den Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen wurde im Vorfeld unter anderem der Verdacht auf Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg abgefragt. Dabei gab es in dem entsprechenden Kataster beim Regierungspräsidium Darmstadt einen einzigen Hinweis, der in den kommenden Wochen konkret geprüft werden muss.

Die entsprechenden Luftaufnahmen zeigen auf dem Freigelände des heutigen Bildungshauses an der Frankfurter Straße 30 eine oberflächliche Auffälligkeit, die als mögliche Abwurfstelle definiert ist. „Der Main-Kinzig-Kreis hat dafür eine entsprechende Fachfirma beauftragt, die notwendige Sondierung vorzunehmen“, informieren Landrat Thorsten Stolz und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann. Geplant sind die Maßnahmen für den 9. und 10. März, ein belastbares Resultat wird wenige Tage später vorliegen.

Das Unternehmen „Safelane Global“ mit Sitz in Hanau hat jetzt mit Vertretern der Kreisverwaltung sowie der Bildungspartner und der Main-Kinzig-Kliniken das konkrete Vorgehen erläutert und abgestimmt. Demnach sind bis zum Ergebnis der Untersuchung keine weiteren Sicherungsmaßnahmen nötig. „Im ersten Schritt geht es zunächst darum, den definierten Bereich in einem Durchmesser von zwölf Metern magnetisch präzise zu durchforschen“, sagt der verantwortliche Geophysiker Daniel Steinbach. Daraus ergibt sich dann ein sehr konkretes Bild, ob hier tatsächlich ein Kampfmittel liegen kann.

„Auf der Grundlage des Gutachtens wird dann entschieden, ob weitere Maßnahmen notwendig sind“, erläutern Thorsten Stolz und Winfried Ottmann. Auch darüber werde entsprechend transparent informiert. Wie die Experten gegenüber der Kreisspitze bestätigten, kann der bisherige Betrieb am Bildungshaus sowie im Umfeld zunächst ohne Einschränkungen fortlaufen.

Sehr häufig stellen sich die Verdachtsfälle am Ende auch als unbegründet heraus, berichtet Daniel Steinbach. Die Sondierung sei ein alltägliches Verfahren, dass im Rhein-Main-Gebiet regelmäßig auch in dicht besiedeltem Gebiet praktiziert werde. Erst wenn dann in einem zweiten Schritt ein mögliches Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt sei, treten die bekannten Schutzmaßnahmen in Kraft. Sollten diese Vorkehrungen um das Bildungshaus notwendig werden, ist der Main-Kinzig-Kreis mit seinen Fachbehörden auch darauf vorbereitet.