Main-Kinzig-Akademie für Gesundheit und Pflege nimmt Arbeit auf

pm-img
Ein solches Banner könnte in Zukunft die Ausbildungsstätten der Akademie für Gesundheit und Pflege zieren: Die Akademie hat zum Jahreswechsel ihre Arbeit in Form eines neuen Ausbildungsverbundes aufgenommen.

29.01.2020. - Ein wichtiger Meilenstein in der Pflegeausbildung im Main-Kinzig-Kreis wird derzeit umgesetzt: Die Main-Kinzig-Akademie für Gesundheit und Pflege hat zum Jahreswechsel ihre Arbeit in Form eines neuen Ausbildungsverbundes aufgenommen. Seit dem 1. Januar 2020 sind mit dem Pflegeberufegesetz die drei Berufsbilder Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege zu einer generalistischen Ausbildung mit dem Abschluss als Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann zusammengeführt worden. Und schon zum 1. April startet der erste gemeinsame Lehrgang in der Generalisierten Pflegeausbildung im Main-Kinzig-Kreis unter dem neuen Dach der Main-Kinzig-Akademie für Pflege und Gesundheit.

„Wir sind hessenweit der erste Landkreis, der die neue Ausbildung in dieser engen Verzahnung untereinander auch praktisch umsetzt“, unterstrichen Dieter Bien und Dieter Bartsch, die Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren und der Main-Kinzig-Kliniken in einer gemeinsamen Sitzung der Aufsichtsräte der beiden kommunalen Unternehmen am Dienstag (28.1) im Main-Kinzig-Forum.

In den vergangenen Wochen und Monaten haben insbesondere die Lehrkräfte der beiden bisher unabhängig voneinander arbeitenden Schulen unter Federführung des Projektbeauftragten Volker Klug sehr viel Zeit und Engagement investiert, um der neuen generalisierten Pflegeausbildung unter dem Dach der Main-Kinzig-Akademie für Pflege und Gesundheit den inhaltlichen Rahmen zu geben. Herausgekommen ist ein neues und zeitgemäßes Curriculum. Die enge inhaltliche Abstimmung bewirkt, dass die neuen Auszubildenden in den Genuss einer ganzheitlichen Ausbildung kommen.

„Uns ist wichtig, dass die generalistische Ausbildung in jedem Segment den Blickwinkel der Altenpflege und der Krankenpflege einnimmt und beleuchtet“, machte Volker Klug den hohen Anspruch der Main-Kinzig-Akademie für Pflege und Gesundheit deutlich. Im Namen der Aufsichtsräte bedankten sich Thorsten Stolz und Susanne Simmler bei den beiden Leitungen der Schulen, Monika Bernd und Elisabeth Gottschalk sowie den Lehrkräften für ihr Engagement.

Dies zeigt sich bereits nach außen: Schon jetzt treten die beiden Ausbildungsinstitute der Main-Kinzig-Kliniken sowie der Alten- und Pflegezentren unter der Marke der Main-Kinzig-Akademie für Pflege und Gesundheit auf und demonstrieren damit auch nach außen die gemeinsame Zukunft. Die enge inhaltliche Abstimmung, die Kooperation in Form eines Ausbildungsverbundes und der gemeinsame Auftritt nach außen wurde durch die Mitglieder der beiden Aufsichtsräte ausdrücklich begrüßt.

Und auch dem Wunsch, den der Kreistag des Main-Kinzig-Kreises an die Unternehmen gerichtet hat, wird künftig Rechnung getragen: Die Ausbildungsplätze in der generalisierten Ausbildung sollen sukzessive erhöht werden. Damit einher geht eine Marketing-Offensive der neuen Main-Kinzig-Akademie für Pflege und Gesundheit.

„Wir wollen den jungen Menschen sehr gute Rahmenbedingungen für die Ausbildung anbieten, damit sie sich für den Pflegeberuf entscheiden. Dafür steht auch der Main-Kinzig-Kreis als Gesellschafter der beiden Unternehmen“, betonten Landrat Thorsten Stolz, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Main-Kinzig-Kliniken und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, Aufsichtsratsvorsitzende der Alten- und Pflegezentren.

Langfristig soll die enge Kooperation der beiden Ausbildungsinstitute auch in gesellschaftsrechtlicher Form vollzogen werden. Zunächst sei jedoch Priorität gewesen, mit der neuen Ausbildung an den Start zu gehen, erläuterten Bartsch und Bien.

Abrunden könnten dies dann auch komplett neue, innovative Lehrräume an einem neuen Standort. Die Suche nach einem möglichen Standort liegt in den Händen des Kreistags. Landrat Thorsten Stolz unterstrich jedoch in der Sitzung, dass es für den Bau einer Akademie noch deutlicher Anstrengungen seitens des Landes und des Bundes als Fördermittelgeber bedürfe. „Wir haben inhaltlich und konzeptionell unsere Hausaufgaben gemacht“, hoben Stolz und Simmler hervor. Nun gehe es darum, dass auch das Land und der Bund in die Verantwortung gehen und den Main-Kinzig-Kreis mit den entsprechenden finanziellen Mitteln ausstatten. Denn klar sei, dass der Bau weder durch die beiden Ausbildungsinstitute, noch den Main-Kinzig-Kreis als Gesellschafter der beiden kommunalen Unternehmen allein zu stemmen sei.

„Entscheidend ist aber, dass die inhaltliche Arbeit bereits bei uns im Main-Kinzig-Kreis begonnen hat und wir hessenweit der erste Landkreis sind, der einen generalistischen Ausbildungslehrgang an den Start bringt. Damit ist der Startschuss für die Main-Kinzig-Akademie für Gesundheit und Pflege bereits offiziell gefallen. Das war der erste wichtige Schritt. Weitere Schritte werden folgen, um dem steigenden Bedarf an Pflegekräften im Main-Kinzig-Kreis gerecht zu werden“, so Thorsten Stolz und Susanne Simmler abschließend.