Kommunen und Kreis besiegeln Vereinbarung zu Klärschlamm

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Bisher beteiligen sich 14 Kommunen bzw. deren Abwasserverbände (AV) und der Main-Kinzig-Kreis an der Kooperation: Flörsbachtal, Jossgrund, Rodenbach, Erlensee, Langenselbold, Bad Soden-Salmünster, AV Oberer Fallbach (Hammersbach), AV Oberes Krebsbachtal (Ronneburg), AV Gelnhausen (Gelnhausen, Gründau, Linsengericht) sowie AV Bracht (Wächtersbach, Birstein, Brachttal).

27.01.2020. - Noch Ende Dezember hatten 14 Städte und Gemeinden und der Main-Kinzig-Kreis mit dem Eigenbetrieb Abfallwirtschaft die Vereinbarung zur Klärschlamm-Entsorgung unterzeichnet. Diese interkommunale Zusammenarbeit war zustande gekommen aufgrund der inhaltlichen Vorbereitung durch die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler gemeinsam mit dem Ronneburger Bürgermeister Andreas Hofmann.

Schon im Frühjahr 2019 wurden die Vertreterinnen und Vertreter der Abwasser-Zweckverbände im Main-Kinzig-Kreis zu einem Gesprächstermin eingeladen. „Die Rahmenbedingungen zur Verwendung von anfallendem Klärschlamm war 2018 in eine völlig neue Dimension gerückt worden“, erläuterte Simmler. Der massive Verlust von Flächen zur entsprechenden landwirtschaftlichen Verwertung sorgte bei vielen Kommunen für konkreten Handlungsbedarf. Die Problematik hatte sich durch Kraftwerksabschaltungen nach den Wintermonaten verschärft, da somit auch der Umfang der thermischen Verwertung reduziert wurde.

In der Folge sorgten Verteuerungen der Entsorgungsmöglichkeiten und eine erhöhte Logistik für zusätzliche Kosten. Zudem musste von kommunaler Seite in die Anlagentechnik investiert werden, um den Klärschlamm für eine thermische Verwertung zu entwässern. Auf der Suche nach einem Ausweg aus dem Dilemma wurde das interkommunale Kooperationsmodell mit dem Main-Kinzig-Kreis und seinem Eigenbetrieb Abfallwirtschaft angedacht. Es ist zunächst auf zehn Jahre angelegt, eine Verlängerung um fünf Jahre ist möglich. Außerdem können weitere Kommunen hinzukommen.

Sehr schnell zeichnete sich ab, dass der gemeinsame Weg für alle beteiligten Kommunen ein Gewinn sein kann. „Wir werden durch das Zusammenwirken deutlich bessere Konditionen erzielen und Verwaltungsabläufe reduzieren“, sagte Simmler. So geht es zum Beispiel um eine gemeinsame Ausschreibung von bis zu 10.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr. Je mehr Kommunen sich bereit erklären mitzumachen, desto interessanter wird die Ausschreibung für die möglichen Entsorger.

Diese modellhafte Kooperation für eine umweltgerechte Verwertung hat schließlich auch die Genehmigungsbehörden überzeugt, die dem Projekt zugestimmt haben. Entsprechend gut gelaunt verlief dann auch die Zusammenkunft anlässlich der Unterzeichnung. Bei dieser Gelegenheit dankte Bürgermeister Andreas Hofmann stellvertretend für alle Beteiligten für die gute fachliche Beratung und Unterstützung und freute sich, dass „dieses wenig attraktive Thema“ nun verantwortungsvoll geregelt sei.