Kreis als Impulsgeber, Vernetzer und Berater für ländlichen Raum

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Mit dem Förderprogramm Ländlicher Raum unterstützt auch der Main-Kinzig-Kreis selbst viele Initiativen, die Ortskerne zu stärken und lebendiger zu gestalten.

23.01.2020. - Die Förderung des ländlichen Raums genießt eine hohe Priorität im Main-Kinzig-Kreis. „Unsere Dörfer, unsere historischen Stadt- und Ortskerne prägen unser Bild von Heimat. Das alleine ist schon ein Grund, sich für sie einzusetzen. Wir machen sie aber im Verbund mit dem Land Hessen und unseren Kommunen zu attraktiven und lebendigen Wohnstandorten“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler.

So flossen in den ländlichen Raum im Jahr 2019 alleine über die Abteilung „Entwicklung Ländlicher Raum“ im Main-Kinzig-Kreis fast 5 Millionen Euro. Diese Abteilung, angesiedelt im Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum, setzt sich mit vielfältigen Initiativen und unter Einsatz verschiedenster Förderprogramme für bessere Lebens- und Arbeitsvoraussetzungen in den Städten und Dörfern ein. In Kooperation mit den Kommunen, Privatpersonen, Wirtschaft und allen anderen Akteuren der Region eröffnen sich so neue Chancen für den ländlichen Raum.

„Lebenswert halten wir unsere Dörfer als Gemeinschaft vor allem durch eine gute Nahversorgung, lebendige Treffpunkte und eine engmaschiges soziales und medizinisches Netzwerk. Darauf werden wir auch in Zukunft unsere eigenen Förderschwerpunkte legen“, sagt Landrat Thorsten Stolz. Besonders weist Stolz auf das kreiseigene Förderprogramm zur Stärkung des ländlichen Raums hin, das 2018 erstmals aufgelegt wurde und insgesamt fünf Jahre laufen wird. „Unser kreiseigenes Programm ist nicht nur hessenweit einmalig, sondern eine Erfolgsgeschichte. Seit 2018 wurden insgesamt rund 150 Maßnahmen für Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 2,5 Millionen Euro bewilligt“, berichtet Landrat Stolz.

„Meistens müssen in den Kommunen nur einige lose Fäden zusammengeführt werden. Großartige Ideen sind vorhanden und oft auch schon weit gediehen. Manchmal drohen sie jedoch zu scheitern, etwa an der Finanzierungsfrage oder an der Abstimmung zwischen verschiedenen Stellen, was ausgesprochen schade wäre. Dort setzen wir an“, berichtet Johannes Michel, zuständig für den Bereich „Entwicklung Ländlicher Raum“ im Main-Kinzig-Kreis, der nun eine Jahresbilanz der Förderung vorgelegt hat.

Susanne Simmler bekräftigt: „Wir verstehen uns als Impulsgeber, Vernetzer und Berater im Förder-Dschungel. Ganz gleich, ob Privatpersonen, Unternehmen, Vereine oder Verwaltungen beim Main-Kinzig-Kreis anfragen: Wir stehen mit viel Rat und Tat zur Seite, um unsere Ortskerne lebendig und lebenswert zu halten.“

2019 wurden vom Main-Kinzig-Kreis Förderanträge mit einem Gesamtvolumen von 4,74 Millionen Euro bewilligt. Das waren insgesamt 179 Projekte. Die Summe beinhaltet die Förderung im Rahmen der Hessischen Dorferneuerung (2,47 Mio. Euro) und der Hessischen Regionalentwicklung (0,64 Mio. Euro) ebenso wie das kreiseigene Förderprogramm Ländlicher Raum mit 1,63 Millionen Euro. Mit den Kreismitteln wurden insgesamt 81 Projekte gefördert, überwiegend Privatmaßnahmen wie die Sanierungen alter, verlassener Gebäude, in die wieder junge Familien einziehen.

Die geförderten Maßnahmen über die Abteilung „Ländlicher Raum“ liegen ansonsten auf einem sehr breiten Spektrum. Es reicht von Sanierungen, Aufwertungen, Abriss und Neubau im Rahmen von privaten Maßnahmen über Unternehmensförderung bis hin zur Herstellung von öffentlicher Infrastruktur und der Entwicklung von Versorgungseinrichtungen wie beispielsweise einem Dorfladen oder einer Metzgerei. In Mauswinkel entsteht etwa ein ortsteilübergreifendes Multifunktionshaus, in Salmünster ein Generationentreff, in Oberndorf ein Familienzentrum, in Flörsbachtal ein „Park der Generationen“ und in Katholisch-Willenroth neuer Wohnraum in einer umgebauten alten Scheune.