Keine Geschenke, sondern notwendige Investitionen in den Brand- und Katastrophenschutz

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Große Freude herrschte am Hilfeleistungszentrum des Main-Kinzig-Kreises in Freigericht-Somborn über das Großaufgebot an Feuerwehrfahrzeugen. Diese verstärken die Einsatzkräfte der Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis. Landrat Thorsten Stolz überbrachte die Zuschüsse des Kreises und lobte das ehrenamtliche Wirken der Männer und Frauen.

19.12.2019. - Feuerwehrauto reihte sich an Feuerwehrauto. Was sonst auf eine größere Gefahrenlage hindeuten würde, war tatsächlich ein freudiger Anlass. Denn 20 neue Feuerwehrfahrzeuge, darunter ein Rettungsboot, wurden vor dem Hilfeleistungszentrum des Main-Kinzig-Kreises im Freigerichter Ortsteil Somborn an die ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Main-Kinzig-Kreis übergeben. Die Ausgaben liegen bei insgesamt 1,6 Millionen Euro, die von den Städten und Gemeinden, aber auch den Feuerwehrvereinen zur Ausstattung der ehrenamtlichen Brandschützer aufgebracht worden sind. Als Anerkennung dieser Leistung für den Brand- und Katastrophenschutz überbrachte Landrat Thorsten Stolz Zuschüsse des Main-Kinzig-Kreises in Höhe von 54.500 Euro. „Es geht heute nicht darum, Geschenke zu verteilen“, machte der Landrat deutlich und ergänzte: „Diese Fahrzeug-Anschaffungen sind ebenso sinnvoll wie notwendig. Es geht darum, für den Ernstfall gut ausgerüstet zu sein.“ Denn im schlimmsten Fall stünden Menschenleben auf dem Spiel. Eine gute Ausrüstung diene auch dem Schutz der ehrenamtlichen Kräfte, die bei jedem Einsatz bereit seien, ihr eigenes Leben zu riskieren. „Dafür verdienen diese Feuerwehrmänner und -frauen große Anerkennung und Respekt. Sie setzen sich im Main-Kinzig-Kreis bei rund 6000 Einsätzen im Jahr für die Sicherheit der Allgemeinheit ein“, bilanzierte Thorsten Stolz. Er lobte auch die Städte und Gemeinden als verlässliche Partner der ehrenamtlichen Feuerwehren. „Die Investitionen fließen eins zu eins in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger“, stellte der Landrat fest.

Auch Kreisbrandinspektor Markus Busanni lobte die Fahrzeuganschaffungen. Insbesondere die Mannschaftstransportfahrzeuge würden auch in der Jugendarbeit zum Einsatz kommen. „Die Nachwuchsförderung genießt bei den Feuerwehrvereinen einen großen Stellenwert“, sagte er. Umso erfreulicher sei es, dass besonders in den Kinderfeuerwehren ein deutlicher Zuwachs zu beobachten sei. Das seien in einigen Jahren vielleicht einmal die Feuerwehrleute von morgen.

Die neuen Fahrzeuge gehen an folgende Städte und Gemeinden: Gründau-Niedergründau: ein Mannschaftstransportfahrzeug (Kreiszuschuss: 2000 Euro) sowie ein Gerätewagen-Logistik 2 (5000 Euro). Für Maintal sind es drei Kommandowagen, zwei für Dörnigheim und Hochstadt (jeweils 2500 Euro). Ronneburg erhält einen Einsatzleitwagen 1 (4500 Euro). In Schöneck erhält der Ortsteil Kilianstädten ein Mannschaftstransportfahrzeug (2000 Euro), in den Ortsteil Oberdorfelden kommt ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10 (5000 Euro). Der Sinntaler Ortsteil Oberzell erhält ein Mannschaftstransportfahrzeug Gerätewagen (2000 Euro). Ein Gerätewagen-Logistik 1 (5000 Euro) verstärkt die Feuerwehr in Bad Orb. Das Rettungsboot 1 wird in Biebergemünd eingesetzt (1500 Euro). Außerdem werden die Einsatzkräfte dort mit zwei Mannschaftstransportfahrzeugen ausgestattet (jeweils 2000 Euro).

Bruchköbel erhält vier Mannschaftstransportfahrzeuge: für die Innenstadt-Wehr und die Stadtteile Butterstadt, Niederissigheim und Roßdorf (jeweils 2000 Euro). Ein neues Mannschaftstransportfahrzeug geht nach Freigericht-Somborn (2000 Euro). Gelnhausen erhält einmal einen Gerätewagen-Logistik 1 (3000 Euro) und einen Gerätewagen-Logistik (3000 Euro).