Landrat schlägt Senkung der Kreis- und Schulumlage für die 29 Städte und Gemeinden um 1,5 Punkte vor

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Aktuelle Finanzdaten verschaffen zusätzliche finanzielle Handlungsspielräume

Gute Nachrichten für die 29 Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis: Seit Freitag liegen dem Main-Kinzig-Kreis die aktuellen Daten des Landes für den kommunalen Finanzausgleich vor. Demnach kann der Main-Kinzig-Kreis im Hinblick auf den Doppelhaushalt 2020 und 2021 mit jährlichen Verbesserungen von rund 12 Millionen Euro bzw. 7,8 Millionen Euro gegenüber der bisherigen Planung rechnen.

Landrat und Finanzdezernent Thorsten Stolz will diesen Handlungsspielraum dazu nutzen, um die Kreis- und Schulumlage - entgegen der ersten Planungen - zu senken und damit die Städte und Gemeinden finanziell weiter zu entlasten. Außerdem sollen Teile der zusätzlichen Finanzmittel dazu genutzt werden, um die Nettoneuverschuldung des Landkreises weiter zu reduzieren und zusätzliche Maßnahmen im Bereich Schule und Bildung zu ermöglichen.

Konkret schlägt der Landrat eine Senkung des Hebesatzes zur Kreisumlage von einem Punkt auf dann 34,97 Prozent vor. Außerdem soll der Hebesatz zur Schulumlage statt der ursprüngliche Pläne nicht bei 16 Prozent, sondern bei 15,5 Prozent liegen. Für die Städte und Gemeinden bedeutet dies eine Entlastung von insgesamt rund 9 Millionen Euro pro Jahr, für die Haushaltsjahre 2020 und 2021 zusammen rund 18 Millionen Euro. Einen entsprechenden Vorschlag will der Finanzdezernent kurzfristig in die laufenden Haushaltsberatungen einbringen. Ab Dienstag (5. November) beginnen die Beratungen des Doppelhaushaltes im Haupt- und Finanzausschuss des Kreises.

„Wir gehen unseren Weg des finanzpolitischen Dreiklangs konsequent weiter. Die seit Freitag vorliegenden aktuellen Finanzdaten machen es möglich, eine Senkung der Kreis- und Schulumlage in einem erheblichen Umfang umzusetzen, die Nettoneuverschuldung nahezu auf null zu reduzieren und gleichzeitig noch zusätzliche Finanzmittel für Bildung und Schule bereit zu stellen“, führt Thorsten Stolz aus. Zurückzuführen seien die finanziellen Verbesserungen auf die weiterhin wirtschaftlich gute Entwicklung im Allgemeinen und die sehr gute Entwicklung des Main-Kinzig-Kreises im Besonderen. „Die Entwicklung unseres Landkreises ist sehr gut und wir liegen in Sachen Wirtschafts- und Steuerkraft über den Entwicklungen im Bundes- und Landesschnitt“, so der Landrat abschließend.