Kreis fördert Umbau des Außenbereichs einer Rodenbacher Kita

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Der Elefant aus Edelstahl wird im Frühjahr für die Kinder Treffpunkt zur Sandkuchen-Produktion sein. Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts besuchen Erster Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (Dritter von links) und Bürgermeister Klaus Schejna (Zweiter von links) die Kita Steinäcker. Kita-Leiterin Ute Janzen und Amtsleiter Andreas Betz, zuständig bei der Gemeinde Rodenbach für Familie, Senioren und Soziales, erläutern den Stand der Bauarbeiten.

Zwei Jungen und ein Mädchen sind gerade dabei, im breiten, lichtdurchfluteten Flur der Kindertagesstätte Steinäcker in Niederrodenbach eine lange Brückenstraße aus Holzteilen zu bauen. Die beiden Besucher – Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann und Bürgermeister Klaus Schejna – steigen über die vielen kleinen Bauteile hinweg und werden gleich von den Kindern neugierig begrüßt und umringt. Kita-Leiterin Ute Janzen erläutert den Besuchern den Baufortschritt für die Erweiterung der Kita und die Umgestaltung des Außenspielbereichs. Hierfür überbringt Winfried Ottmann einen Bewilligungsbescheid des Main-Kinzig-Kreises in Höhe von 200.000 Euro.

In der Kita Steinäcker werden 65 Kinder in vier Gruppen betreut, 19 von ihnen sind unter drei Jahre alt. Als einzige Einrichtung in Rodenbach bietet die Kita Steinäcker die Betreuung von Kindern bereits ab einem Jahr an. „Gerade für die Kinder unter drei Jahren ist die Nachfrage in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen“, erläutert Ute Janzen. Seit der Einführung von täglich sechs Stunden beitragsfreier Kitabetreuung durch das Land Hessen nehmen deutlich mehr Kinder am Mittagessen teil. Umso wichtiger ist es, dass die Kita nun einen zusätzlichen Raum zur Verfügung hat, in dem die Jungen und Mädchen sich mittags zum Schlafen, Lesen oder Ausruhen zurückziehen können. Noch ist der Raum leer, bald soll dort auf Matratzen „Muckelzeit“ möglich sein. Der Weg nach draußen ist nicht weit, die großen Fenster bieten in zwei Richtungen den Blick auf den Außenbereich.

Um den Bedürfnissen der verschiedenen Altersklassen gerecht werden zu können, hat die Gemeinde Rodenbach beschlossen, den Außenbereich der 35 Jahre alten Kindertagesstätte umzubauen und die Räumlichkeiten zu erweitern, erklärt Bürgermeister Schejna. Dabei werden auch die in die Jahre gekommenen Spielgeräte im Freien durch neue ersetzt. Der Main-Kinzig-Kreis unterstützt das 750.000 Euro-Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro. „Das Geld ist hier sehr gut angelegt“, macht Winfried Ottmann im Gespräch mit Bürgermeister Schejna und Kita-Leiterin Janzen deutlich und ergänzt: „Gut ausgestattete Kindertagesstätten sind für eine Kommune ein wichtiger Standortfaktor.“ Klaus Schejna bestätigt das: „Wir haben viele junge Familien, die nach Rodenbach ziehen. Die Kita-Angebote werden nachgefragt.“ Deshalb investiere die Gemeinde gerne in ihre jüngsten Bürgerinnen und Bürger. So kostet die Umgestaltung der Außenanlage 450.000 Euro, in den Erweiterungsbau sind 300.000 Euro geflossen. Der Zuschuss des Kreises sei sehr willkommen, so Bürgermeister Schejna weiter, der sich mehr finanzielle Unterstützung auch vom Land Hessen bei der Unterhaltung der Kindertagesstätten wünscht.

An den Planungen für ein stimmiges Gesamtkonzept war nicht nur die Gemeinde Rodenbach beteiligt, sondern auch die Eltern der Kita-Kinder, erläutert Janzen. Zum Konzept der Einrichtung gehört das Lernen durch Selbsterfahrung. Deshalb ist Projektarbeit ein wichtiger Baustein, um die soziale und emotionale Kompetenz der Kinder zu fördern. Es stehen regelmäßig Exkursionen in den Wald und an den Bach auf dem Programm, auch lernen die Kinder verschiedene Institutionen kennen. „Hier wird den Eltern und ihren Kindern ein attraktives Angebot gemacht“, erklärt Winfried Ottmann.

Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts stehen den Kindern an der Längsseite des Gebäudes nun zwei Schaukeln zur Verfügung, eine für ältere Kinder, eine für die jüngeren. Ein großer Sandkasten, der dank einer Wasserpumpe in Form eines Edelstahl-Elefanten schnell in einen komfortablen Matschbereich zum Backen von Sandkuchen verwandelt werden kann, verspricht für die wärmeren Tage einigen Spielspaß. Die weichen Bodenplatten im Bereich der Schaukeln sollen die Verletzungsgefahr verringern. Außerdem wurden die Wege verbreitert.

Die Bauarbeiten für den restlichen Teil des Areals sollen im Frühjahr beginnen und bis zum Sommer 2020 abgeschlossen sein. Dafür müssen eine Garage verlegt und ein Hügel abgetragen werden, um Platz für eine große Rutsche und andere Spielgeräte zu schaffen. Auch der Zaun wird erneuert. Winfried Ottmann zeigt sich beeindruckt davon, wie der begrenzte Freiflächenbereich bestmöglich genutzt wird, um vielfältige Spielmöglichkeiten zu bieten. „Eine gut ausgestattete Kita ist ein wichtiger Baustein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, stellt Winfried Ottmann fest.