Coronavirus - Hilfsmaßnahmen für Unternehmen und Arbeitnehmer

Unternehmer

Die Corona-Krise hat Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Möglichst kein Unternehmen soll durch die Epidemie in Existenznot geraten und möglichst kein Arbeitsplatz verloren gehen. Die Bundesregierung erleichtert den Zugang zum Kurzarbeitergeld. Betroffene Unternehmen können Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit anzeigen. Leiharbeitnehmer sind künftig eingeschlossen, und es müssen nur zehn Prozent der Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen sein, damit die Regelungen greifen.

Arbeitnehmer

Arbeitnehmer in Deutschland sollen in der Coronakrise durch öffentlich finanziertes Kurzarbeitergeld vor Arbeitslosigkeit geschützt werden. Der Bundestag beschloss am Freitag, den 13. März im Eilverfahren einstimmig ein Gesetz für erleichtertes Kurzarbeitergeld. Mehr Unternehmen als bisher können ab sofort die Leistungen bei der Arbeitsagentur beantragen - rückwirkend zum
1. März 2020.


Geschäftsleben

Das Coronavirus bringt Geschäftsleuten und Kunden erhebliche Einschränkungen. Viele Läden, die nicht der Grundversorgung dienen, müssen geschlossen bleiben - nicht aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (deshalb ist das Gesundheitsamt nicht zuständig), sondern weil die Hessische Landesregierung weitreichende Verbote verfügt hat.

Entschädigung bei Tätigkeitsverbot

Wenn die Gesundheitsbehörde ein Tätigkeitsverbot auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) verhängt, erhalten Arbeitnehmer und Selbständige eine Entschädigung für den Verdienstausfall. Die Entschädigung nach § 56 IfSG kann bis zu sechs Wochen ausgezahlt werden. Ab der siebten Woche greift das Krankengeld.

Bei Arbeitnehmern übernimmt der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung. Das Geld wird dem Arbeitgeber auf Antrag beim zuständigen Gesundheitsamt erstattet.

Selbständige, bei denen die Gesundheitsbehörde eine Quarantäne anordnet, können dort für den Verdienstausfall von maximal sechs Wochen eine Entschädigungszahlung beantragen. Sie beträgt ein Zwölftel des Arbeitseinkommens des Vorjahres. Berechnungsgrundlage ist der Gewinn, der im Steuerbescheid für das vergangene Kalenderjahr ausgewiesen ist.

Kein Anspruch auf Entschädigung besteht für Verdienstausfälle wegen der Schließung von Betrieben, Einrichtungen und Begegnungsstätten oder infolge des Veranstaltungsverbots.

Kontaktformular zu Wirtschaftsfragen

Die Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises berät Unternehmen, Gewerbetreibende und Selbständige in der aktuellen Corona-Krise. Anfragen über das Online-Formular werden so schnell wie möglich beantwortet.