aktualisiert am 28. April 2022

3G-Regel für Reiserückkehrer

Die Coronavirus-Einreiseverordnung regelt bundesweit einheitlich die Anmelde-, Quarantäne- und Nachweispflicht sowie das Beförderungsverbot aus Virusvariantengebieten. Die aktualisierte Verordnung ist am 20. März 2022 in Kraft getreten. Die Laufzeit wurde verlängert bis zum 31. Mai 2022.

Derzeit gelten keine Staaten oder Regionen als Hochrisiko- oder Virusvariantengebieten. Unabhängig davon müssen alle nach Deutschland Einreisenden ab zwölf Jahren ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesenen-Nachweis vorweisen (3G-Regel).
Über Details zur Nachweispflicht und Quarantäne informiert das Bundesministerium für Gesundheit .

Reiserückkehrer

Die häufigsten Fragen und Antworten für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Kinder, Jugendliche und Personal dürfen Kitas und Schulen nicht betreten, wenn sie oder Angehörige desselben Hausstands Krankheitssymptome wie Fieber, trockenen Husten oder Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns haben. Dasselbe gilt für Personen, deren Hausstands-Angehörige einer Quarantäne unterliegen, es sei denn, sie selbst sind gegen Covid-19 geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen und die Quarantäne beruht nicht auf dem Verdacht einer Infektion mit einer als besorgniserregend eingestuften Virusvariante. Auch die Quarantäne aufgrund einer Reiserückkehr aus einem Hochrisikogebiet darf nicht abgebrochen werden. Eltern können jedoch für ihre schulpflichtigen Kinder beim Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr einen Ausnahmeantrag stellen. Auch Lehrer/innen können diesen Antrag stellen.

Es gelten die Coronavirus-Einreiseverordnung und die Verordnungen des Landes Hessen .

Ob das Reiseland als Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet gilt, entnehmen Sie der Homepage des >>Robert-Koch-Institutes .

Das Auswärtige Amt stellt >> eine App zur Verfügung über die jederzeit die geltenden Regelungen für alle Reiseziele angeboten werden. Diese können zudem über Push-Nachrichten automatisch empfangen werden.

Bei Einreise aus einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet müssen Sie die Einreise vorab online anmelden unter:
>> www.einreiseanmeldung.de
Die gespeicherte oder ausgedruckte Bestätigung muss dem Beförderer oder der Grenzbehörde vorgelegt werden.
Bei Problemen mit der Anmeldung oder dem Hochladen von Dokumenten wenden Sie sich an folgenden Hotline: +49 30 2598 4363.

Reisende ab zwölf Jahren müssen unabhängig von der Art des Verkehrsmittels und unabhängig davon, ob ein Voraufenthalt in einem Hochrisiko- bzw. Virusvariantengebiet stattgefunden hat grundsätzlich bei Einreise über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen. Flugreisende müssen dem Beförderer den Nachweis schon vor Abreise vorlegen.

Reisende, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben, müssen dem Beförderer einen negativen Testnachweis vorgelegen, der auf einer Testung mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-NAAT oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beruht. Ein Impf- oder Genesenennachweis reicht nicht aus.

Wenn bei Ihnen innerhalb des Quarantäne-Zeitraums nach Ihrer Rückkehr aus einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet typische Symptome einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs-/Geschmacksverlust auftreten, sind Sie verpflichtet, das Gesundheitsamt darüber zu informieren. Bitte nutzen Sie dafür das folgende >> Kontaktformular für Reiserückkehrer und Symptome .

Dieses Vorgehen empfehlen wir auch Reiserückkehrer/innen aus Ländern, die zu diesem Zeitpunkt nicht als Risikogebiet ausgewiesen sind.

Risikogebiete sind Gebiete, in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Sars-CoV-2 besteht. Inzwischen wird nur noch zwischen Hochrisikogebieten und Virusvariantengebieten unterschieden. Diese Einstufung nehmen Auswärtiges Amt, Bundesgesundheitsministerium und Bundesinnenministerium gemeinsam vor. Die aktuelle Liste stellt das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seine Website . Die Einstufung als Hochrisikogebiet erfolgt nur noch für solche Gebiete, in denen eine hohe Inzidenz in Bezug auf die Verbreitung von Varianten mit im Vergleich zur Omikron-Variante höheren Virulenz, also krankmachenden Eigenschaften besteht. Es erfolgt somit keine Ausweisung mehr von Hochrisikogebieten aufgrund der Verbreitung der Omikron-Variante.

Die Einstufung von Risikogebieten kann sich weiterhin kurzfristig ändern. Bitte überprüfen Sie unmittelbar vor Abreise, ob die Länder, in denen Sie sich in den letzten 10 Tage vor der Einreise nach Deutschland aufgehalten haben, als Risikogebiete eingestuft sind.

Es gilt immer der Stand am Tag der Einreise nach Deutschland. Das ist wichtig, falls ein Land zum Risikogebiet erklärt wird, während der Reisende sich dort aufhält.

Es gilt bundesweit die Coronavirus-Einreiseverordnung .

Wer sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Zeitpunkt der Einreise als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten hat, muss sich grundsätzlich direkt nach Ankunft nach Hause - oder in eine sonstige Beherbergung am Zielort - begeben und absondern (häusliche Quarantäne). Bei Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet beträgt die Absonderungszeit grundsätzlich zehn Tage, bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet beträgt sie grundsätzlich vierzehn Tage.

  • Während der Quarantäne ist es nicht erlaubt, das Haus oder die Wohnung zu verlassen und Besuch zu empfangen. Verstöße gegen die Quarantäneregeln können mit Bußgeld geahndet werden.
  • Beendigung bei Hochrisikogebieten: Die häusliche Quarantäne kann vorzeitig beendet werden, wenn ein Genesenennachweis, ein Impfnachweis oder ein negativer Testnachweis über das Uploadportal der Digitalen Einreiseanmeldung übermittelt wird. Für den Upload der Nachweise sollte der individuelle Link auf der Anmeldebestätigung (PDF-Dokument) genutzt werden. Die Quarantäne endet mit dem Zeitpunkt der Übermittlung. Wird ein Genesenen- oder Impfnachweis bereits vor Einreise übermittelt, so ist keine Quarantäne erforderlich. Im Fall der Übermittlung eines Testnachweises darf die zugrundeliegende Testung frühestens fünf Tage nach der Einreise erfolgt sein. Für Kinder unter sechs Jahren entfällt die Quarantänepflicht. Bei Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren, die keinen Genesenen- oder Impfnachweis übermittelt haben, endet die Quarantäne fünf Tage nach der Einreise oder mit Übermittlung des Testnachweises vor dem Ablauf von fünf Tagen.
  • Beendigung bei Virusvariantengebieten: Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne grundsätzlich 14 Tage. Eine vorzeitige Beendigung bei Virusvariantengebieten kommt insbesondere in folgendem Fall in Betracht:
  • Wird das betroffene Virusvariantengebiet noch während der Absonderungszeit in Deutschland herabgestuft, gelten für die Beendigung der Absonderung die Regelungen für diese Gebietsart.

Die Ausnahmen gelten nur für folgende Personen ohne Krankheitsanzeichen, die auf Covid-19 hindeuten: Wer einen vollständigen Impfschutz hat, muss nicht in Quarantäne − es sei denn, er oder sie reist aus einem Virusvariantengebiet ein. Als vollständig geimpft gelten Personen, bei denen seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind – bei den meisten Impfstoffen ist das nach der zweiten Impfung. Auch Personen mit einem Genesenen-Nachweis sind ausgenommen. Der Nachweis wird ausgestellt, wenn die Infektion mit einem PCR-Test nachgewiesen wurde und der Test mindestens 28 Tage sowie maximal drei Monate zurückliegt. Kinder unter sechs Jahren müssen grundsätzlich nicht in Quarantäne.

Laut der Coronavirus-Einreiseverordnung muss nicht in Quarantäne, wer nur auf der Durchreise ist. Ausnahmen gelten auch für Personen, die beruflich bedingt oder aus medizinischen Gründen täglich oder für bis zu 72 Stunden einreisen oder sich in diesen Zeitraum in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben.
Auch für Besuche von weniger als drei Tagen gibt es Ausnahmen: Sie gelten für Besuche von Verwandten ersten Grades, die weniger als 72 Stunden dauern, desgleichen für Besuche von nicht zum selben Hausstand gehörenden Ehegatten, Lebenspartner*innen, Lebensgefährt*innen oder zur Ausübung eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts.

Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne grundsätzlich 14 Tage. Eine vorzeitige Beendigung bei Virusvariantengebieten kommt dann in Betracht, wenn ein Virusvariantengebiet noch während der Absonderungszeit in Deutschland herabgestuft wird. Dann gelten für die Beendigung der Absonderung die Regelungen für diese Gebietsart.

Weitere Ausnahmen von der Quarantänepflicht listet das FAQ des Gesundheitsministeriums auf unter "Welche Ausnahmen gibt es von der Einreisequarantänepflicht?"

Wenn Sie von keiner Ausnahme der Quarantäne betroffen sind, ist diese einzuhalten. Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten müssen sich in eine vierzehntägige Quarantäne begeben. Eine Verkürzung durch einen negativen Corona-Test oder als Geimpfter oder Genesener ist nicht möglich. Es müssen individuelle Lösungen mit dem Arbeitgeber besprochen werden. Mögliche Lösungen sind z.B. Freistellungen, Heimarbeit oder Einsatz in anderen Bereichen. Erfahrungsgemäß sind die Arbeitgeber im Interesse der Gesundheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Lösungen offen.

Die Ausnahmen der Quarantäne finden Sie unter der entsprechenden Frage auf dieser Seite.

Nein. Da es keine behördlich angeordnete Maßnahme ist, kann kein Berufsverbot durch die Behörden erfolgen. Auch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung durch den Hausarzt kann ohne Krankheitssymptome nicht erfolgen. Das heißt konkret:

Es müssen individuelle Lösungen mit dem Arbeitgeber besprochen werden. Mögliche Lösungen sind z.B. Freistellungen, Heimarbeit oder Einsatz in anderen Bereichen. Erfahrungsgemäß sind die Arbeitgeber im Interesse der Gesundheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Lösungen offen.

Ein Anspruch auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz für einen Verdienstausfall für die Zeit der Quarantäne nach einer Reiserückkehr besteht nicht. Arbeitgeber sollten Beschäftige darauf hinweisen, dass sie sich vor einer geplanten Urlaubsreise ins Ausland, während des Aufenthaltes im Ausland und rechtzeitig vor der Rückkehr über die geltenden Quarantänebedingungen und über die aktuellen Risikogebiete informieren, um Tätigkeitsausfälle zu vermeiden. Dabei sollte auch auf die arbeitsrechtliche Situation hingewiesen werden.

Eine Bescheinigung für die Arbeitsaufnahme zum Ende einer Quarantäne wird nicht ausgestellt. Ihr Anspruch auf Befreiung aus der Quarantäne und somit auch die „Erlaubnis“, wieder zu arbeiten, ergibt sich aus der bundesweit geltenden Coronavirus-Einreiseverordnung .

Kommen Saisonarbeiter oder andere Arbeitskräfte für mindestens drei Wochen nach Deutschland, muss der Arbeitgeber der zuständigen Behörde vor Beginn der Arbeitsaufnahme den Aufenthalt melden . Innerhalb der ersten fünf Tage nach Einreise der Arbeitskräfte müssen in ihrer Unterkunft und bei ihrer Arbeit gruppenbezogen Regeln zur Hygiene und Kontaktvermeidung ergriffen werden, die mit einer Absonderung vergleichbar sind. Diese Maßnahmen muss der Arbeitgeber dokumentieren.

Für weitere Fragen steht Ihnen >>das Infotelefon zur Verfügung.