Hilfestellungen/soziale Notlagen

Der Main-Kinzig-Kreis und die kommunalen Verwaltungen tun in der Corona-Krise alles, um den Menschen durch die schwierige Zeit zu helfen. Das Kreis-Sozialamt und das Kommunale Center für Arbeit - Jobcenter sichern zu, dass Leistungen pünktlich bezahlt werden.

Es gibt eine Telefonberatung für Familien. Die Rathäuser haben Telefonnummern eingerichtet, die Fragen zu Hilfsangeboten der örtlichen Versorgung beantworten.

>> Liste der Telefonnummern der Rathäuser (PDF)

Hilfe für Familien

Die Kinder sind den ganzen Tag zu Hause und können sich nicht mit ihren Freunden treffen. Sie brauchen einen geregelten Tagesablauf und Hilfe bei den Schulaufgaben. Manche Eltern müssen Homeoffice und Betreuung unter einen Hut bringen, außerdem sorgen sich viele um die wirtschaftliche Zukunft: Corona stellt Familien vor besondere Herausforderungen. Das kann zu Streit und Konflikten führen. Das Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe (ZKJF) bietet als Jugendhilfeeinrichtung des Main-Kinzig-Kreises in dieser außergewöhnlichen Situation eine telefonische Beratung an.

Unter Telefon 06051/911010 (Altkreis Gelnhausen) und 06661/6892 (Altkreis Schlüchtern) ist die Beratungsstelle montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr erreichbar. In dieser Zeit können auch Termine für telefonische Beratungen bis 18 Uhr vereinbart werden. Außerdem ist ein Anrufbeantworter geschaltet.

Zusätzlich empfiehlt das ZKJF die Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke):
www.bke-jugendberatung.de und www.bke-elternberatung.de .

https://www.zkjf.de/

Leistungen nach SGB XII

Das Sozialamt des Main-Kinzig-Kreises stellt wegen Corona seine Arbeitsweise um. Leistungen wie Grundsicherung, Hilfen für Wohnen oder stationäre Pflege werden weiter zuverlässig gezahlt. Persönliche Vorsprachen sind aber nur in Einzelfällen nach telefonischer Vereinbarung möglich. Die zentrale Telefonnummer 06051 85-48 888 ist montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr erreichbar.

Persönliche Ansprechpartner sollen nicht direkt angerufen werden.
Alle E-Mail-Adressen für die unterschiedlichen Anliegen sowie weitere Hinweise zu Anträgen, zur Pflege und zum Versicherungsamt stehen in dieser Mitteilung.

>> Information des Sozialamtes
>> Kontaktformular bei unabweisbaren Notlagen

Empfänger von Arbeitslosengeld II

Das Kommunale Center für Arbeit - Jobcenter - (KCA) des Main-Kinzig-Kreises hat ebenfalls seine Dienstleistungen an die aktuelle Situation angepasst.

Nähere Informationen finden Sie direkt auf der Homepage des KCA unter www.kca-mkk.de .

>> Information des KCA

Probleme rund um die Miete

Wer die Miete nicht mehr zahlen kann, weil wegen der Corona-Pandemie Einnahmen wegbrechen, soll vom Staat unterstützt werden. Die Bundesregierung beschloss am 23. März 2020 ein Hilfspaket, in dem auch Regelungen zur Miete stehen. Demnach soll eine Kündigung der Wohnung befristet verboten werden, wenn der Mieter durch die Corona-Krise in Verzug geraten ist.

Die Beschlüsse müssen allerdings noch das Gesetzgebungsverfahren durchlaufen, bis sie wirksam werden. Die folgenden Fragen und Antworten klären, was jetzt schon im Falle einer Wohnungskündigung oder gar Räumungsklage zu tun ist.

Zahlt ein Mieter seine Miete nicht oder zu spät, darf der Vermieter den Wohnraum kündigen, wenn der Mieter mehr als eine Monatsmiete im Rückstand ist. Versuchen Sie, bei einer Kündigung mit Ihrem Vermieter in Kontakt zu treten, um die aktuelle Situation zu besprechen. Sofern Ihnen finanzielle Mittel nicht zur Verfügung stehen, können Sie Leistungen nach den Sozialgesetzbüchern beantragen:

Der Vermieter kann selbst bei einer fristlosen Kündigung nicht davon ausgehen, dass ein Mieter sofort den Wohnraum räumt. Es sind die gesetzlichen Formen und Fristen einzuhalten.

Ganz wichtig ist: Handeln Sie früh und warten Sie nicht ab! Ein Wohnungsverlust droht, wenn Sie mit mehr als einer Monatsmiete in Rückstand sind. Dann kann Ihnen der Vermieter fristlos und ohne weitere Mahnung kündigen. Kündigen kann er auch, wenn Sie ihre Miete dauerhaft unpünktlich zahlen.

Ganz besondere Eile ist geboten, wenn gegen Sie Räumungsklage erhoben wurde oder Ihnen sogar bereits der Räumungstermin angekündigt wurde.

Deshalb:

  • Achten Sie auf pünktliche Mietzahlung bis zum dritten Werktag (außer es besteht eine abweichende Vereinbarung mit dem Vermieter).
  • Beachten Sie schriftliche Mahnungen Ihres Vermieters, nehmen Sie Kontakt zum Vermieter auf. Wenn Sie sich nicht melden, wird der Vermieter in der Regel davon ausgehen, dass Sie kein Interesse an der Fortsetzung des Mietverhältnisses haben.
  • Wenden Sie sich an das Kommunale Center für Arbeit-Jobcenter oder an den Main-Kinzig-Kreis – Amt für soziale Förderung und Teilhabe. Dort können in bestimmten Fällen ggf. Mietrückstände darlehensweise übernommen werden, um den Wohnungsverlust zu verhindern.Wenden Sie sich an das Kommunale Center für Arbeit-Jobcenter oder an den Main-Kinzig-Kreis – Amt für soziale Förderung und Teilhabe. Dort können in bestimmten Fällen Mietrückstände darlehensweise übernommen werden, um den Wohnungsverlust zu verhindern.
  • Nehmen Sie Beratungsangebote wahr! Sie können mit uns jederzeit telefonisch, per Mail oder schriftlich in Kontakt treten. Die entsprechenden Kontaktinformationen finden Sie >>auf unserer Website .

Sofern in den nächsten Tagen ein Räumungstermin vom Gerichtsvollzieher festgesetzt wurde, stellen Sie beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Räumungsschutz. Das Gericht trifft im Rahmen der richterlichen Unabhängigkeit die Entscheidung über die Aufhebung oder Verlegung des Termins.

Nehmen Sie mit dem Energieversorger Kontakt auf, um eine individuelle Lösung zu finden. Viele Energieversorger bieten in dieser besonderen Zeit gesonderte Regelungen an. Sofern Ihnen finanzielle Mittel nicht zur Verfügung stehen, können Sie Leistungen nach den Sozialgesetzbüchern beantragen: