Alltag in Zeiten von Corona

Das Coronavirus schränkt unseren Alltag deutlich ein. Die Hessische Landesregierung hat in aktuellen Verordnungen weitreichende Verbote verfügt, um die Verbreitung der Lungenkrankheit möglichst einzudämmen und Infektionsketten zu unterbrechen. Das ist weitgehend gelungen.

Die ersten Einschränkungen sind, ebenfalls per Verordnung, auch wieder gelockert worden. Die Hygiene- und Abstandsregeln müssen jedoch weiterhin eingehalten werden, um keiner zweiten Pandemie-Welle Vorschub zu leisten: Mehrmals tägliche, intensive Handhygiene sowie im öffentlichen Raum 1,5 Meter Mindestabstand gelten unverändert.

In der Öffentlichkeit dürfen sich Menschen in einer Gruppe von höchstens zehn Personen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes treffen. Bei privaten Zusammenkünften unterhalb der Veranstaltungsschwelle entfällt die bisherige Begrenzung auf einen engen privaten Kreis. Die Bürgerinnen und Bürger bleiben gleichwohl aufgerufen, auch im häuslichen Bereich eigenverantwortlich auf eine Begrenzung ihrer persönlichen Kontakte zu achten. Bei Begegnungen mit anderen Menschen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Ausnahmen gelten im Beruf, in Bussen und Bahnen.

Seit 6. Juli gilt in Geschäften, Supermärkten und Möbelhäusern die Regel ein Kunde pro zehn Quadratmeter nicht mehr. Als Richtwert sollen nun für jede Person drei Quadratmeter zur Verfügung stehen. Es müssen aber weiterhin eine Alltagsmaske getragen und ein Mindestabstand von anderthalb Metern gehalten werden.

Seit dem 15. Mai dürfen Restaurants und Cafés wieder öffnen. Auch Kantinen, Mensen, Hotels und Eisdielen können wieder Gäste bewirten. Gleiches gilt für Bars und Kneipen, wenn sie mit Gaststätten vergleichbar sind, nicht aber, wenn sie Diskotheken und Tanzlokalen ähneln. Überall gelten Hygiene- und Abstandsregeln: Die Begrenzung auf eine Person pro fünf Quadratmeter besteht seit 28. Mai nicht mehr. Der Abstand von 1,50 Metern muss weiterhin eingehalten werden, sofern keine Trennvorrichtungen vorhanden sind − außer zwischen Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes. Jeder Gast muss Name, Anschrift und Telefonnummer hinterlassen, um eine Nachverfolgung von Infektionen zu ermöglichen. Die Daten müssen nach einem Monat vernichtet werden. Das Personal ist verpflichtet, eine Maske zu tragen. Gemeinsatz genutzte Gegenstände wie Salzstreuer oder Pfeffermühlen sind verboten.

Großveranstaltungen wie Stadt-, Straßen-, Wein- und Schützenfeste sowie Kirmes-Veranstaltungen bleiben bis mindestens Ende Oktober 2020 verboten. Veranstaltungen mit bis zu 250 Teilnehmern müssen nicht mehr extra genehmigt und überwacht werden, Voraussetzung bleibt aber ein Hygienekonzept. Bislang galt dafür eine Obergrenze von 100 Teilnehmern.

Ja. In Hessen muss seit dem 27. April in Geschäften, Bank- und Postfilialen sowie im öffentlichen Nahverkehr - seit 11. Juni auch auf Bahnhöfen und Flughäfen eine - Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Das kann auch eine selbstgemachte Maske, ein Tuch oder ein Gesichtsvisier sein. Ein wiederholter Verstoß gegen die Vorschrift kann 50 Euro Bußgeld kosten. Die Pflicht gilt nicht für Kinder unter sechs Jahren und Menschen, die wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung oder einer Behinderung keine Schutzmaske tragen können.

Die Bundesregierung hat die weltweite Reisewarnung für viele europäische Staaten am 3. Juni aufgehoben. Seit dem 15. Juni gelten für die Mitgliedstaaten der EU, das Vereinigte Königreich, die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein individuelle Reisehinweise. So entscheiden die Länder selbst über mögliche Einreiseverbote. Für Reisen in andere Staaten ist die Reisewarnung vorerst bis einschließlich 31. August 2020 verlängert.

Zu den aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes geht es hier.

Wer aus einem Risikogebiet in die Bundesrepublik Deutschland einreist, muss für 14 Tagen nach der Einreise in Quarantäne. Es ist außerdem jeder verpflichtet, über >>dieses Kontaktformular unverzüglich das Gesundheitsamt zu kontaktieren und auf die Einreise hinzuweisen. Die Risikogebiete weist das Robert-Koch-Institut aus. Darüber hinaus gelten für Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Main-Kinzig-Kreis spezielle Regeln , wenn sie oder Angehörige aus ihrem Haushalt im medizinischen oder pflegerischen Bereich arbeiten beziehungsweise Schulen oder Kitas besuchen oder dort tätig sind.

Wer innerhalb Deutschlands verreisen will, sollte sich vorher über die Regelungen im >>jeweiligen Bundesland informieren.

Hessen hat wie viele andere Bundesländer ein Beherbergungsverbot für Menschen aus Gebieten mit erhöhtem Infektionsrisiko beschlossen. Übernachtungsbetriebe dürfen demnach keine Personen aufnehmen, die aus Regionen kommen, in denen in den sieben Tagen vor der Anreise mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind. Welche Gebiete das im >>Ausland und in >>Deutschland betrifft, weist das Robert-Koch-Institut aus.

Das Beherbergungsverbot gilt nicht für Menschen mit einem ärztlich attestierten negativen Corona-Test, der nicht älter als zwei Tage ist. Außerdem gibt es Ausnahmen, wenn ein Aufenthalt unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst ist oder sonst einen triftigen Grund hat, etwa den Besuch eines engen Familienangehörigen oder Lebenspartners. Aktuelle Informationen finden sich auf der Homepage des >>Landes Hessen .

Spielplätze sind wieder geöffnet, und auch Sport ist seit 9. Mai wieder möglich - im Freien und in Turnhallen. Seit 11. Juni darf auch Kontaktsport unter Beachtung der Hygieneregeln mit bis zu zehn Personen ausgeübt werden. Duschen und Umkleiden dürfen wieder benutzt werden, solange sich nicht mehr als eine Person auf fünf Quadratmetern Fläche aufhält. Fitnesstudios können seit 15. Mai wieder öffnen.

Schwimmbäder dürfen seit dem 1. Juni wieder von Schwimmvereinen und Kursen genutzt werden. Seit 15. Juni können Schwimmbäder, Badeseen, Thermalbäder und Saunen wieder für die Allgemeinheit öffnen. Im Schwimmbecken und auf der Liegewiese darf sich nur eine Person pro fünf Quadratmeter Fläche aufhalten, damit die Abstandsregel eingehalten werden kann. Warteschlangen am Eingang sollen vermieden werden. Die Nutzung von Einzelumkleiden, Schließfächern und sanitären Anlagen ist unter Beachtung der Hygieneregeln erlaubt.

In Kirchen, Moscheen, Synagogen und Einrichtungen anderer Glaubensgemeinschaften dürfen sich Gläubige seit 1. Mai wieder versammeln. In den Gottesdiensten und religiösen Feiern müssen die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Kollektekörbchen oder ähnliches dürfen nicht entgegengenommen und weitergereicht werden. Der Veranstalter muss seit 11. Juni die Daten der Teilnehmenden erfassen, um die Nachverfolgung von Infektionen zu ermöglichen.

Ja, die hessische Landesregierung erlaubt im Rahmen der Lockerungen der Coronaregeln wieder Zusammenkünfte bei Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen. Es gelten die bekannten Hygienevorschriften. Der Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen Personen muss eingehalten werden, sofern sie nicht in einem Haushalt zusammenleben. Der Veranstalter muss seit 11. Juni die Daten der Teilnehmenden erfassen, um die Nachverfolgung von Infektionen zu ermöglichen.

Das Gesundheitsamt hat Empfehlungen für einen guten Schutzstandard an Trauerfeierlichkeiten übersichtlich zusammengefasst: Empfehlungen für Trauerfeiern (pdf).

Besuche in Krankenhäusern sind grundsätzlich verboten. Ausnahmen sind nur in besonderen Fällen möglich. Dazu zählen Besuche minderjähriger Kinder sowie der letzte Besuch bei einem Sterbenden oder die Anwesenheit des Vaters bei der Geburt eines Kindes. Das Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen wird gelockert. Seit 22. Juni können Bewohner von Alten- und Pflegeheimen drei Besuche pro Woche erhalten (unabhängig ob Angehöriger oder sonstige nahestehende Person). Die Besucherinnen und Besucher müssen eine OP-Maske als Mund-Nasen-Schutz tragen und die Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Menschen mit Behinderung, die stationär betreut werden, können jeden Tag eine Person empfangen. Besucher sollen sich vor ihrem Besuch in der Einrichtungen anmelden, da alle Besucher registriert werden müssen.

Vorübergehend hatten die Servicestellen des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft schließen müssen beziehungsweise nur einen eingeschränkten Betrieb vorhalten können. Dies ist ab sofort nicht mehr der Fall. Es gelten für die einzelnen Servicestellen diese Öffnungszeiten und Hinweise.

Für das Schadstoffmobil gelten diese Hinweise.

Wer sich in häuslicher Isolierung befindet, für den hat das Bundesumweltministerium gesonderte Hinweise zur Entsorgung des Hausmülls herausgegeben.

Aktuelle Informationen finden sich auch unter abfall-mkk.de .

Die Zulassungsstelle Schlüchtern ist bis auf Weiteres geschlossen.

Die Zulassungsstellen in Linsengericht und Hanau hatten per Umstellung auf Terminvergabe durchweg weitergearbeitet, allerdings waren nicht alle Serviceleistungen angeboten worden.

Terminanfragen richten die Bürgerinnen und Bürger des Main-Kinzig-Kreises direkt an die Zulassungsstelle. Die notwendigen Informationen zum Serviceumfang sowie die erforderlichen Kontaktdaten zur Terminvergabe stehen auf der Homepage der >> Zulassungsstellen des Main-Kinzig-Kreises zur Verfügung.

>>Online-Kontaktformular zur Zulassungsstelle

Wie die Servicebereiche des Main-Kinzig-Kreises wieder zu erreichen sind, findet sich in dieser Übersicht.

Eine Fake-Seite im Internet wirbt mit Soforthilfe wegen der Corona-Pandemie. Kriminelle versuchen über E-Mail-Anhänge schädliche Software zu installieren, um an sensible Daten zu gelangen. Betrüger klingeln an der Haustür und geben sich als infizierte Angehörige aus, um Geld zu erschleichen. Oder sie behaupten, kostenpflichtige Corona-Tests durchzuführen. Die Polizei warnt vor solchen Maschen, rät zu besonderer Vorsicht und gibt detaillierte Hinweise, wie man sich schützen kann:

https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/corona-straftaten/

https://www.polizei.hessen.de/Startseite/