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Aktualisiert am: 15.08.2011

Aus dem Sozialatlas 2007/2008

Seit zehn Jahren detaillierte Angaben zum Leben im Kreis

Eine Fülle von Zahlen beschreiben das Leben in dem bevölkerungsreichsten Landkreis in Hessen. Der neue Sozialatlas gibt einen tieferen Einblick und beschreibt aktuelle Entwicklungen. Genau 408.546 Menschen (Juni 2007) haben ihren Wohnsitz in einer der 11 Städte und 18 Gemeinden. Mit seiner Fläche von 1.398 Quadratkilometern ist der Main-Kinzig-Kreis der viertgrößte in Hessen.

Bis 2004 gingen die Bevölkerungszahlen bis auf 410.203 Menschen nach oben, jetzt hat sich der Trend auch im Main-Kinzig-Kreis gewandelt. Aufgrund der abnehmenden Geburtenzahlen und weniger Neubürgern lag der Rückgang innerhalb von zwei Jahren bei etwa 1.800 Bürgerinnen und Bürgern. Auch ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren (18,3 %) jetzt erstmals unter die Zahl der Männer und Frauen über 65 Jahre (18,9 %) gesunken. Im hessischen Vergleich (Jugendanteil 17,6%) ist der Main-Kinzig-Kreis immer noch ein relativ junger Landkreis.

Doch der Sozialatlas macht deutlich, dass die Unterschiede zwischen den Kommunen sehr groß sind. So liegt zum Beispiel der Anteil der älteren Menschen in Bad Orb bei 30,1 Prozent und damit rund doppelt so hoch wie in Nidderau mit 15,5 Prozent. Die meisten jungen Menschen leben in Steinau (20,3 Prozent), dicht gefolgt von Nidderau (20,2%) und Biebergemünd (20,1%).

Die meisten Geburten je 1.000 Einwohner gibt es in Wächtersbach (9), gefolgt von Gelnhausen (8,5) sowie Schöneck und Maintal (jeweils 8,4). Nur 5,8 Geburten pro 1.000 Einwohner wurden in Brachttal und Biebergemünd registriert. Die größten Haushalte mit durchschnittlich 2,6 Personen gibt es in Jossgrund. Der Mittelwert im Kreis beträgt 2,2 Personen je Haushalt. In den Kurstädten Bad Orb und Bad Soden-Salmünster liegt diese Zahl bei 2,0.

Die meisten Familien leben in Nidderau mit 30,4 Prozent aller Haushalten. In Bad Orb sind es nur 17,1 Prozent. Der Anteil Alleinerziehender ist mit 30,5 Prozent am höchsten in Langenselbold. In Erlensee sind es immerhin noch 27,3 Prozent. Deutlich unter dem Kreisdurchschnitt von 22,9 Prozent liegen Sinntal (15,4%) und Jossgrund (13,2%).