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Integration >> Wie wir es verstehen...
Aktualisiert am: 16.08.2011
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Integration - Neue Wege für eine gemeinsame Zukunft

Der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau als Modellregion Integration in Hessen

Wie wir es verstehen…

   

In den Kommunen unseres Landes sind die Auswirkungen der Zuwanderung von Migranten am deutlichsten spürbar.
Daher fördern wir die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Städten und Gemeinden unseres Kreises seit vielen Jahren.

Integration verstehen wir als die Befähigung zur aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in einem wechselseitigen Verständnis von unterschiedlichen Lebensstilen, religiösen Bindungen und kulturellen Lebensformen.

Für uns ist Integration die wichtigste Voraussetzung für ein gutes Zusammenleben deutscher und nicht deutscher Bevölkerung. Dabei sehen wir unsere Aufgaben als Landkreis in einer verantwortungsvollen Begleitung, Gestaltung und Förderung der Chancen, welche sich aus der Migration für alle ergeben.

Gemeinsam mit den hier lebenden Migranten werden wir in dem Projekt Modellregion Integration verbindliche Ziele und Werte im Respekt vor kultureller Vielfalt und Anderssein erarbeiten.

Wir möchten hierbei eine gemeinsame Wertschöpfung durch gegenseitige Wertschätzung erreichen. Es geht uns um nachhaltige positive Veränderungen.
Dabei gilt: planen und handeln mit den Menschen, nicht für sie oder über sie hinweg!

- Main-Kinzig-Kreis ...
- Wie werden Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau das Projekt Modellregion Integration umsetzen?
- Organisation und Verwaltung zu Integration im Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau
- Struktur und Vernetzung zum Thema Integration innerhalb der Stadt Hanau


Main-Kinzig-Kreis ...
Der Main-Kinzig-Kreis (MKK) ist mit rund 407.000 Einwohnern der bevölkerungsstärkste hessische Landkreis. Unser Kreis besteht aus 29 kreisangehörigen Kommunen, darunter auch die Stadt Hanau als sog. Sonderstatusstadt (kreisangehörige Kommunen mit mehr als 50.000 Einwohner). Nach der aktuellsten Datensituation mit Stand vom 30.06.09 leben im MKK 40.709 ausländische Staatsangehörige, was 9,9 % der gesamten Bevölkerungszahl entspricht. Nach der Formel „Ausländer x 2 = Migranten“ des Statistischen Bundesamtes dürfen somit rund 81.000 Menschen mit Migrationshintergrund im MKK leben, was wiederum rund einem Fünftel der v.g. gesamten Einwohnerzahl entspricht.

Im Main-Kinzig-Kreis wohnen Menschen mit 151 Nationalitäten. Die Migranten im Main-Kinzig-Kreis kommen vor allem aus der folgenden Staaten: Türkei, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Russische Föderation, Marokko, Afghanistan, Thailand, Ukraine und Mazedonien. Außerdem sind verschiedene EU-Nationalitäten wie z.B. Italien, Polen, Griechenland, Österreich, Spanien, Portugal, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Ungarn und Litauen im Main-Kinzig-Kreis stark vertreten. Nicht zu vergessen sind aber auch die Abkömmlinge der Zuwanderer, die über einen Migrationshintergrund verfügen.

Wie werden Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau das Projekt Modellregion Integration umsetzen?
Das Projekt Modellregion Integration wird gemeinsam mit den Städten Hanau und den folgenden Städten Maintal, Wächtersbach und Schlüchtern, sowie der Gemeinde Erlensee durchgeführt. Dazu wurde eine Lenkungsgruppe zwischen dem Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau gebildet.

Der Main-Kinzig-Kreis ist die Summe der kreisangehörigen Städte und Gemeinden und hat für deren Bürgerinnen und Bürger eine besondere Dienstleistungs- und Gestaltungsverantwortung.
Dabei sind Diskussionen und die gemeinsame Planung mit den Bürgerinnen und Bürgern mit und ohne Migrationshintergrund in den beteiligten Kommunen wichtig.
So unterschiedlich wie die soziale Struktur der beteiligten Kommunen ist, so unterschiedlich werden die Maßnahmen und konkreten Veränderungen sein.

Die Schwerpunkte der Projektarbeit im Main-Kinzig-Kreis als Modellregion im Jahr 2010 sind:
  • Kreisweite Projekte:
    - „Integrationsbüro“
    - „Integrationsatlas“ Internetwegweiser, gemeinsames Projekt mit der Stadt Hanau
    - „Förderung der Interkulturellen Kompetenz in den Verwaltungen“, gemeinsames Projekt mit der Stadt Hanau
  • Wächtersbach:
    - „Integration durch Sport“
    - „Mitternachtssport“
    - „Mädchensache“
  • Schlüchtern:
    - „Jugendbürgerbüro“
  • Erlensee:
    - „FamilienEvents - FamE“
    - „FamilienschuleInternational - FamI“
  • Maintal:
    - „Neue Partnerschaften - Vereine und interkulturelle Öffnung“

Die ersten Schwerpunkte der Projektarbeit in der Stadt Hanau als Modellregion sind:
  • Den im Jahre 2009 nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung begonnen Prozess „Interkulturelle Zukunft in Hanau – Gemeinsam Zukunft leben“ wird durch die Auszeichnung beflügelt und unterstützt. Mit den Akteuren in der Stadt erarbeitet die Stadt Hanau Bausteine für den ersten Entwurf eines Integrationskonzeptes.
  • Bisherige Erfahrungen und weitere geplante Ansätze innerhalb der Stadtverwaltung Hanau und außerhalb in Vereinen und vielfältigen Einrichtungen zeichnen sich durch niederschwellige und sozialraumnahe Angebote aus.
  • Integrationslotsen: Engagierte Migrantinnen und Migranten sind Multiplikatoren, um bestimmte Gesellschaftsgruppen anzusprechen.
  • Bildung und Schule: Im Vordergrund steht die Qualifikation in Sprache und Kompetenzen. Für Eltern werden Elterncafes in allen Stadtteilen angeboten. Um die Quote der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss zu senken, sind Projekte wie Schülerfirmen geeignet, Motivation und Kompetenzen zur fördern und zu entwickeln.
Ausführliche Informationen zum Thema interkulturelle Zukunft in Hanau finden Sie unter www.hanau.de

Organisation und Verwaltung zu Integration im Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau
Nachhaltige Hilfe mit dem Integrationsbüro im Main-Kinzig-Kreis:
Bis Mitte 2010 werden wir innerhalb der Kreisverwaltung ein Integrationsbüro einrichten.
Die Angebote dieses Integrationsbüros werden sein:
  • Persönliche Beratung ausländischer Mitbürger zu Hilfen in allen Lebenssituationen
  • Vermittlung zu den zuständigen Hilfestellen
  • Herausgabe von schriftlichen Informationen und Veröffentlichungen
  • Beratung der kreisangehörigen Städte und Gemeinden in Integrationsfragen
  • Kooperation mit den Organisationen der Migrantenarbeit
  • Geschäftsstelle des Beauftragten des Main-Kinzig-Kreises für die Integration ausländischer Mitbürger
  • Organisation von Veranstaltungen
Struktur und Vernetzung zum Thema Integration innerhalb der Stadt Hanau
Die praktischen Erfahrungen mit Integrationsarbeit in Kitas, Schulen, Stadtteilzentren, der VHS sowie des Ausländerbeirats, der verschiedenen Vereine und Institutionen sollen noch stärker vernetzt und aufeinander abgestimmt werden.
Das Thema Integration wird in Hanau durch verschiedene übergreifende Arbeitsgruppen in enger Abstimmung mit dem Ausländerbeirat gesteuert und hat sich durch neue Strukturen verankert.
  • Lenkungsgruppe Integration (alle politischen Fraktionen zzgl. Ausländerbeirat sind vertreten)
  • Projektgruppe Integration (Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Fachbereichen innerhalb der Stadtverwaltung)
  • Abteilung Umwelt und Integration als Steuerung aller Themen und Projekte