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Der Main-Kinzig-Kreis >> Wussten sie schon, ...
Aktualisiert am: 15.08.2011
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Wussten Sie schon, ...


Wussten Sie eigentlich,
dass der längste Eisenbahntunnel Deutschlands im Main-Kinzig-Kreis beginnt? In der Gemeinde Sinntal, ganz genau an der Hopfenmühle zwischen Mottgers und Weichersbach, befindet sich das südliche Portal zum etwa 10,8 Kilometer langen Landrückentunnel. Das vor rund 20 Jahren errichtete Bauwerk gehört zur ICE-Strecke Fulda-Würzburg und ist bis heute der mit Abstand längste Eisenbahntunnel in Deutschland. Er besitzt zudem mit etwa 1,25 Prozent das größten Gefälle. Der nördliche Ausgang liegt bei Kalbach (Landkreis Fulda).

   



Hätten Sie erwartet,
dass die größte allgemeinbildende Schule Hessens vom Main-Kinzig-Kreis errichtet wurde? Rund 2400 Schülerinnen und Schüler aus dem Main-Kinzig-Kreis lernen an der Kopernikusschule in Freigericht. Die schulformbezogene (kooperative) Gesamtschule im Ortsteil Somborn wurde 1992 Europaschule des Landes Hessen und trägt seit etwa 13 Jahren den Namen des berühmten Wissenschaftlers und Sternenforschers Nikolaus Kopernikus. Am 13. November 1992 wurde die Sternwarte an der Schule eingeweiht.

Raten Sie mal,
wo das größte Streuobstwiesengebiet von Hessen zu finden ist? Es erstreckt sich von Bergen-Enkheim bis nach Maintal-Hochstadt und umfasst rund 320 Hektar. Einige Teile der sonnigen Hänge stehen unter Naturschutz. Die vielen Obstbäume liefern nicht nur den Rohstoff für das hessische Nationalgetränk, sondern sind auch Lebensraum für zahlreiche Tiere. Gerade im Frühling laden die blühenden Gehölze und die bunten Wiesen zu Spaziergängen und Ausflügen ein.

   

Erinnern Sie sich,
dass die im September 1994 fertiggestellte Kinzigtalbrücke im Zuge der A66 damals die längste Straßenbrücke Hessens war? Das 985 Meter lange Bauwerk über das Kinzigtal bei Bad Soden-Salmünster kostete rund 50 Millionen Mark. Die Bauzeit betrug drei Jahre. Damals überquerten täglich fast 22.000 Autos die Brücke. Heute sind es am Tag bis zu 30.000 Fahrzeuge.


   

Hätten Sie gedacht,
dass es in Hessen nur eine öffentliche Tropfsteinhöhle gibt? Knapp drei Kilometer außerhalb des Stadtkerns von Steinau liegt die sagenumwobene Teufelshöhle. Es ist Hessens einzige und größte Tropfsteinhöhle, die für Besucher offen ist. 2,5 Millionen Jahre ist die Höhle alt und eine geologische Kostbarkeit. Die Gewölbe sind etwa 2,5 Kilometer lang und können auf gut 120 Metern Länge bei einer Führung besichtigt werden. Die Temperatur in der Höhle beträgt konstante acht Grad. Beeindruckend ist der Dom mit einer Höhe von elf Metern.



Kennen Sie die Gemeinsamkeiten von
Kaiser Barbarossa, Paul Hindemith, Philipp Reis und den Brüdern Wilhelm und Jakob Grimm? Das Wirken dieser bekanntesten Persönlichkeiten aus dem Main-Kinzig-Kreis prägt unser Leben bis heute. So sind die Märchen der Brüder Jakob und Wilhelm Grimm weltweit beliebt. Die Sprachforscher wurden 1785 und 1786 in Hanau geboren. Ihre Jugend verbrachten sie in Steinau, wo sie der Überlieferung zufolge auch all die Märchen hörten, die sie später in der Sammlung „Kinder- und Hausmärchen“ wiedergaben.
Ebenfalls berühmt ist Philipp Reis, der – am 7. Januar 1834 in Gelnhausen geboren – vor rund 140 Jahren das Telefon erfand. Er war Lehrer am ehemaligen "Institut Garnier", einem Vorläufer der heutigen "Philipp-Reis-Gesamtschule", die zu Ehren seinen Namen trägt. Auch der Komponist Paul Hindemith, der 1895 in Hanau geboren wurde, ist durch seine Werke in der ganzen Welt bekannt.
In Gelnhausen stehen die Reste der Kaiserpfalz, die Kaiser Friedrich I. Barbarossa 1170 bauen ließ. Hier fand im April 1180 ein bedeutender Reichstag statt, auf dem die Besitzungen und Ländereien von Heinrich dem Löwen neu aufgeteilt wurden. Ein historischer Akt, der bis in das heutige Europa hinein wirkt. Die Ruine, die Besuchern zugänglich ist, strahlt noch heute die Pracht der damaligen Zeit aus.

Haben Sie schon gehört,
dass der Radlersonntag Kinzigtal total mit seinen rund 80 Kilometern das längste Straßenfest in Hessen ist? Kaum zehn Minuten dauert es mit dem Fahrrad von einer Verpflegungsstelle zur nächsten. Fast in jedem Ort zwischen Maintal und Sinntal wird jeweils am zweiten

   

Sonntag im September gefeiert und musiziert. Kein Wunder, dass bei gutem Wetter bis zu 250.000 Radlerinnen und Radler im reizvollen Kinzigtal unterwegs sind. Nach den Erfahrungen aus den vergangenen Jahren wird jeder Teilnehmer im Durchschnitt etwa 50 Kilometer zurücklegen.
In der Addition ergibt das eine Strecke von sage und schreibe 12,5 Millionen

Kilometern. Würden also alle Beteiligten eine Staffel bilden, so könnte diese mindestens 300 Mal die Erde umrunden oder 16 Mal zum Mond und zurück radeln.
Würden alle 250.000 Radfahrerinnen und Radfahrer einfach nur hintereinander herfahren, so wurde die Reihe rund 700 Kilometer lang sein. Das entspricht etwa der Strecke von Hanau bis an die Ostsee.