



Der MKK - entlang der KinzigVon der Stadtgrenze Frankfurts bis zum Distelrasen, von den Waldgebieten des bayerischen Spessarts und den Höhen des Vogelsberges über die Rhön bis hin zur Wetterau erstreckt sich das Kreisgebiet entlang der Kinzig, die im Nordosten, bei Sinntal-Sterbfritz, ihre Quelle hat und in Hanau in den Main mündet. |
| Seine reichen Waldgebiete, die Auen des Kinzigtals, einerseits und die unmittelbare Nähe der Wirtschaftsmetropole Frankfurt sowie der Rhein-Main-Region andererseits machen den Main-Kinzig-Kreis nicht allein als Wohngegend, sondern ebenso als Fremdenverkehrsziel attraktiv. |
Mit seinen rund 410.000 Menschen ist der Main-Kinzig-Kreis der mit Abstand bevölkerungsreichste Landkreis in Hessen. Allein in den vergangenen 25 Jahren stieg die Bevölkerungszahl um gut 50.000 Menschen an. Die Bürgerinnen und Bürger verteilen sich auf 29 Städte und Gemeinden mit mehr als 150 Ortsteilen. Die Gesamtfläche des Kreises liegt bei fast 1400 Quadratkilometer.
Die größte Stadt ist Hanau mit fast 90.000 Einwohnern. Hier mündet die Kinzig in den Main. Beide Flüsse geben dem Landkreis nicht nur seinen Namen, sondern formen auch weite Teile der Landschaft. Neben Hanau liegen die Stadt Maintal und die Gemeinde Großkrotzenburg ebenfalls an den Ufern der großen Wasserstraße. |
Im Tal der fast 100 Kilometer langen Kinzig und entlang der Autobahn 66 finden sich mit Langenselbold, Gelnhausen, Wächtersbach, Steinau, Schlüchtern sowie den Kurstädten Bad Soden Salmünster und Bad Orb weitere Kommunen des Kreises. An dieser bedeutenden Verkehrsachse A66 liegt auch der Schwerpunkt von Industrie und Gewerbe. Herausragende Namen |
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sind Heraeus, Degussa, Dunlop, BienHaus, Dynamit Nobel, Wächtersbacher Keramik, Veritas und Woco.
Die Gestalt des Main-Kinzig-Kreises ist vielfältig. Im Westen prägen das Maintal sowie die sanften Erhebungen der Wetterau die Landschaft. Hier finden sich ausgedehnte Streuobstwiesen und zahlreiche Keltereien. In östlicher Richtung wachsen auf beiden Seiten der Kinzig die Hügel von Vogelsberg und Spessart empor. Am Ende stoßen die Ausläufer der Rhön hinzu und bilden den Bergwinkel.
Entstanden ist der Main-Kinzig-Kreis im Rahmen der hessischen Gebietsreform 1974 aus den drei Landkreisen Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern sowie der damals selbständigen Stadt Hanau. Inzwischen ist die Region zusammen gewachsen. Ausdruck des neuen Selbstbewusstseins ist das zentrale Landratsamt in Gelnhausen, fertig gestellt im Sommer 2005. |
| Die bekanntesten Persönlichkeiten aus dem Main-Kinzig-Kreis sind wohl die Brüder Jakob und Wilhelm Grimm. Die Sprachforscher und weltberühmten Märchensammler wurden gemeinsam mit ihrem Bruder, dem Maler Ludwig Emil Grimm, in Hanau geboren. Ihre Jugend verbrachten sie in Steinau, wo sie der Überlieferung zufolge auch all die Märchen hörten, die sie später in der Sammlung „Kinder- und Hausmärchen“ wiedergaben. Nach ihren eigenen Worten verlebten die Grimms in Steinau „eine schöne Kindheit, deren Eindrücke zeitlebens für sie unvergesslich waren“, sie liebten ihr Heimatstädtchen „in der wiesenreichen, mit schönen Bergen umkränzten Gegend“ sehr. Folgerichtig steht hier auch das Brüder-Grimm-Museum, Ausgangspunkt der Deutschen Märchenstraße, die bis nach Bremen führt. |
Ebenfalls berühmt ist Philipp Reis, der in Gelnhausen lebte und arbeitete und vor rund 140 Jahren das Telefon erfand. Auch der Komponist Paul Hindemith, der 1895 in Hanau geboren wurde, ist durch seine Werke in der ganzen Welt bekannt. |
Zahlreiche Bauwerke zeugen von der bewegten Geschichte der Region: In Gelnhausen stehen die Reste der Kaiserpfalz, die Kaiser Friedrich I. Barbarossa 1170 bauen ließ. Hier fand im April 1180 ein bedeutender Reichstag statt, auf dem die Besitzungen und Ländereien von Heinrich dem Löwen neu aufgeteilt wurden. Ein historischer Akt, der bis in das heutige Europa hinein wirkt. Die Ruine, die Besuchern zugänglich ist, strahlt noch heute die Pracht der damaligen Zeit aus. |
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Die Römer errichteten im südlichen Kreisgebiet einst ihren Grenzwall, den Limes. Zahlreiche Spuren sind bis heute erhalten oder wurden sorgfältig rekonstruiert. Mehr als 20 Burgen und Schlösser bieten einen Einblick in die Lebensumstände vergangener Zeiten. So ist unter anderem die höchst wechselvolle Geschichte der 700 Jahre alten Ronneburg im dortigen Burgmuseum zu verfolgen.
In Hanau laden das Schloss Philippsruhe und die historische Kuranlage Wilhelmsbad mit dem Hessischen Puppenmuseum zu einem Besuch ein. In der Altstadt findet sich zudem das Deutsche Goldschmiedehaus. Obenan in der Gunst von Gästen stehen die Kurorte Bad Orb und Bad Soden-Salmünster. Aber auch die Städte Gelnhausen, Steinau und Schlüchtern, mit ihren liebevoll restaurierten Ortskernen und Sehenswürdigkeiten und viele der kleineren Gemeinden, bieten Reisenden gemütliche und preiswerte Gasthäuser und geruhsame Erholung inmitten freier Natur. Weitere Touristische Informationen |

