



![]() Präsentierten Landrat Erich Pipa (untere Reihe, 2.v.l.) und Bürgermeister Thorsten Stolz (untere Reihe, 3. v.l.) den Entwurf (obere Reihe von links): Constanze Hänsgen, Sabine Räbiger, Kerstin Franz. Untere Reihe: Q. Fell (Bernd Wilfer, links) und Volker Hess (rechts). | Sandstein-Skulptur für den EU-MittelpunktDie 50 Zentimeter starke Scheibe hat einen Durchmesser von 1,80 Meter, besteht aus Sandstein und besitzt einen hohen Informations- und Unterhaltungswert. Fünf Künstler und drei Künstlerinnen der Kulturstation Kaufmann in Meerholz haben eine Skulptur für den geographischen Mittelpunkt der EU entworfen. Kerstin Franz, Constanze Hänsgen, Sabine Räbiger, Ernst_Berthold, Klaus Kirschner, Volker Hess und Q. Fell alias Bernd Wilfer investierten über 40 Stunden Arbeitszeit in ihr Konzept, das sie kürzlich den Vertretern von Stadt und Kreis vorstellten. „Der Entwurf ist sehr kreativ, der Sandstein typisch für die Region und der Lerneffekt für die |
Besucher groß. Eine Idee, die überzeugt“, waren sich Landrat Erich Pipa und der Gelnhäuser Bürgermeister Thorsten Stolz einig. Der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Gelnhausen hatten den Auftrag gemeinsam an die Kulturstation Kaufmann vergeben. Volker Hoff, Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, hatte bei einem Besuch zudem eine finanzielle Unterstützung des Landes für die künstlerische Gestaltung des EU-Mittelpunktes zugesagt. „Die Skulptur ist erlebbar, sie bietet was zum Anfassen und ist zum Draufsetzen gedacht“, erklärte Künstler Bernd Wilfer die Intention der sieben Künstler. Die kreisrunde, rund 8.500 Kilo schwere Scheibe aus Sandstein hat einen Durchmesser von 180 Zentimetern und sieht aus wie ein Mühlrad. Auf der Oberfläche verlaufen vom Mittelpunkt ausgehend bis zu einem äußeren Ring feine Linien. Diese Linien dienen als Wegweiser. Rund um den Stein wollen die Künstler ein 12 Zentimeter breites Band aus Edelstahl anbringen, auf dem die Länderkennzeichen der EU-Mitgliedsstaaten eingraviert sind. Die Skulptur dient insgesamt als Kompass, so dass jeder Besucher anhand der Linien und der dazugehörigen Länderkennzeichen sehen kann, in welcher Himmelsrichtung die 27 Mitgliedsstaaten liegen. In der Mitte der Scheibe befindet sich ein Hohlraum, in den Sand aus allen 27 Mitgliedsstaaten der EU eingefüllt wird. Anschließend wird der Hohlraum mit einem gewölbten Deckel aus poliertem Messing verschlossen. Die Skulptur wird so installiert, dass ihr eigener Mittelpunkt exakt auf dem geographischen Mittelpunkt der EU liegt. „Der gewölbte Deckel in Kuppelform ist handschmeichelnd und mit einer Gravur von Picassos Friedenstaube verziert“, berichtete Bernd Wilfer weiter. Um die Friedenstaube herum sind die genauen Koordinaten des EU-Mittelpunktes und „Geographische Mitte der EU 03.01.07“ zu lesen. Zu dem Entwurf gehört auch eine zweite Skulptur in Form einer Glasröhre auf einem Sandsteinsockel. In dieser Skulptur, die entweder im Rathaus Gelnhausen oder im Main-Kinzig-Forum aufgestellt werden soll, befindet sich –diesmal sichtbar- ebenfalls Sand oder Erde aus den 27 Mitgliedsstaaten der EU. Eine zweite Röhre aus Edelstahl zeigt an, welcher Sand aus welchem Land stammt. Die Künstler haben sich –ganz im Sinne des Landrates und des Bürgermeisters- einen ehrgeizigen Zeitplan gesteckt. Nachdem am Dienstag der Magistrat der Stadt Gelnhausen grünes Licht gegeben und auch der Kreisausschuss zugestimmt hatte, begann für die Mitglieder der Kulturstation Meerholz sofort die weitere Arbeit. In sechs bis acht Wochen wollen sie mit der Skulptur für den EU-Mittelpunkt fertig sein. „Es freut mich, dass wir so zügig ein anfassbares Ergebnis mit Lerneffekt präsentieren können“, erklärte Landrat Erich Pipa. Und auch Thorsten Stolz pflichtete dem Landrat bei: „Mit der Skulptur wird die Attraktivität des geographischen Mittelpunktes der EU in Meerholz um ein Vielfaches gesteigert.“ |

