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Beruwala
Aktualisiert am: 15.08.2011
Wichtiges in Kürze

Hilfe geht weiter: "Wir werden gebraucht"


29. Juni. - Ein halbes Jahr nach der verheerenden Flutwelle in Südasien läuft die Hilfe aus dem Main-Kinzig-Kreis für die Region rund um die Stadt Beruwala auf Sri Lanka unvermindert weiter. Längst gilt die von Landrat a.D. Karl Eyerkaufer gestartete Initiative in den örtlichen Medien als effektivste Hilfsaktion auf der gesamten Insel.
„Die Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger unseres Kreises ist ungebrochen“, freut sich Eyerkaufer, der seine Initiative nach seinen Ausscheiden aus dem Amt in vollem Einvernehmen mit Landrat Erich Pipa fortsetzt.In den vergangenen Tagen hat der örtliche Organisator Irsan Mohamed mehrere Projekte zum Abschluss gebracht – darunter auch eines, das den Städten und Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises zu verdanken ist: Zwei neue Traktoren stehen der Stadtverwaltung von Beruwala nun zur Verfügung, um Räumarbeiten in Trümmerfeldern effektiver zu gestalten.
„Wir haben die 15.300 Euro dafür ganz bewusst aus dem Spendentopf genommen, den uns die Stadtverordneten und Gemeindevertreter unserer Kommunen zur Verfügung gestellt haben, denn wir handeln getreu dem Motto Schulen für Schulen, Bürger für Bürger, Städte für Städte“, erklärt der Landrat a. D.Auf beiden Fahrzeugen und ihren Anhängern prangt in englischer Sprache der Satz: „Gespendet von den Städten und Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises – Deutschland“. Eyerkaufer hat die Bürgermeister bereits unterrichtet.Nachdem die Bürgerinnen und Bürger des Kreises schon 17 Schulen rund um Beruwala mit Möbeln, Unterrichtsmaterial und Schulkleidung für die Kinder wieder funktionsfähig gemacht haben, baut der Kreis nun einen kompletten Trakt mit sechs Klassenräumen für vom Tsunami betroffene Kinder. Rund 24.000 Euro fließen dafür aus dem Spendentopf der Kreisbevölkerung.
Nur 844 Euro sind nötig, um die komplette Ausstattung eines Weisenhauses in der Gemeinde Hammathagama zu beschaffen. 15 Kinder, die in der Flut ihre Eltern verloren haben, können dort betreut werden.Parallel zu diesen großen Projekten lindern Irsan Mohamed und seine Freunde weiterhin unermüdlich vermeintlich kleine Einzelschicksale, die für große Hilfsorganisationen unsichtbar bleiben und die sich nur mit absoluter Orts- und Personenkenntnis erschließen. Täglich mehrere Handwerker- und Fischerfamilien finden mit Hilfe gezielter Spenden von Arbeitsmaterial oder Maschinen wieder die Grundlage einer eigenen Existenz.Bereits in vier Wochen reist der Landrat a.D. wieder persönlich nach Sri Lanka. Sein umfangreiches Arbeitsprogramm steht bereits fest. Unter anderem nimmt Karl Eyerkaufer dann einen Abwasserkanal in Betrieb, den sich dann ebenfalls die Kommunen des Kreises auf die Fahnen schreiben dürfen.

52 Paar Schuhe von der Friedrich-Fröbel-Schule
11. Mai. - Die Kinder der Friedrich-Fröbel-Schule in Maintal wollten auch etwas tun für die Betroffenen der Flutkatastrophe in Südasien. So wurde gesammelt für das Hilfsprojekt für Beruwala, das Landrat Karl Eyerkaufer ins Leben gerufen hat. Insgesamt 246 Euro kamen zusammen. Dafür sollen 52 Paar Schuhe für Kinder in Sri Lanka angeschafft werden.Wie Schulsprecher Tobias Traxel bei der Übergabe der Spende erklärte, haben sich Schülerinnen und Schüler aus elf Klassen an der Aktion beteiligt. In einer Umfrage sei dann festgelegt worden, was von dem gesammelten Geld gekauft werden soll. Zur Wahl standen unter anderem Tische, Stühle, Schulranzen, Bücher und auch Schuhe.
„Es freut mich sehr, dass ihr unsere Hilfsmaßnahmen unterstützt“, dankte Eyerkaufer den Kindern. Der Landrat war gemeinsam mit dem Partnerschaftsbeauftragten Karl-Heinz Schmitt und Heinrich Gerhard Semmel vom Staatlichen Schulamt in die Schule für Praktisch Bildbare gekommen, um über die ersten Erfolge zu berichten und Fragen zu beantworten.

2.500 Euro von der Gemeinde Brachttal
10. Mai. - An der Hilfsaktion des Main-Kinzig-Kreises für die Opfer der Flutkatastrophe in Asien beteiligt sich auch die Gemeinde Brachttal. Trotz enger Finanzlage hat das Brachttaler Parlament beschlossen, 2.500 Euro für die Menschen in der Region Beruwala in Sri Lanka zur Verfügung zu stellen. Bürgermeister Mirko Schütte überreichte Landrat Karl Eyerkaufer den Spendenscheck anlässlich eines Ortstermins an der Grillhütte in Udenhain.Karl Eyerkaufer dankte der Gemeinde Brachttal für die Hilfsbereitschaft. „Ob Fischerboote, die die Existenzgrundlage vieler Familien sind, Wohnraum oder Kleidung für Schulkinder – mit 2.500 Euro können wir in Sri Lanka so viel bewegen wie hierzulande mit 25.000 Euro“, betonte der Landrat.

Kollwitz-Schüler sammeln 1.600 Euro für Beruwala
10. Mai. - 17 Schulen im Main-Kinzig-Kreis beteiligen sich inzwischen an der Hilfe für die Flutopfer in Beruwala auf Sri Lanka. Eine der ersten war die Käthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold. „Wir haben unter den Schülern gesammelt, in den Pausen selbstgebackene Waffeln verkauft, und unsere Lehrer haben noch Geld dazu gelegt“, berichtete Schulsprecher Konstantin Knie einem begeisterten Landrat Karl Eyerkaufer. Das Resultat: 1.600 Euro für Eyerkaufers Hilfsaktion. Gemeinsam mit ihrem Schulleiter Bernd Herchenröther und dem Leitenden Schulamtsdirektor Eberhard Luft überreichten Konstantin Knie und seine Schulsprecher-Kollegin Ina-Maria Knoll dem Landrat einen entsprechenden Scheck.
Eyerkaufer berichtete ausführlich über den Stand der Initiative und darüber, was er mit dem Geld der Selbolder Schüler im Katastrophengebiet bewegen kann.„Eure Spende reicht aus, um zwei bis drei kleine Handwerker, die alles verloren haben, wieder mit Material und Werkzeug auszustatten und ihnen eine Existenz zu sichern“, betonte der Landrat und zeigte entsprechende Bilder und Belege. Schulleiter Herchenröther kündigte an, dass die Schule dauerhaft helfen will. Schon bald sei die nächste Spende aus einem Teilerlös der jüngst aufgeführten ABBA-Konzerte zu erwarten.

Rodenbach rockte für Beruwala: Landrat dankt für tolle Leistung
9. Mai. - Ein begeisterndes Rockkonzert, das selbst Bürgermeister Klaus Schejna bis nachts um eins in der Halle hielt, eine tolle Gemeinschaftsleistung mit rund 80 Helferinnen und Helfern – und 2.582 Euro für die Flutopfer in Beruwala. Landrat Karl Eyerkaufer und Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe hatten gleich mehrere Gründe, sich bei der Spendenübergabe in der Rodenbachhalle pudelwohl zu fühlen.
„Großartig, dass sich junge Leute für in Not geratene Mensch so ins Zeug legen“, freute Dr. Sascha Raabe über die Initiative in seiner Heimatgemeinde. Raabes Nachfolger im Bürgermeisteramt, Klaus Schejna, berichtete über einen denkwürdigen Abend am 22. Januar. Angeführt von den Lokalmatadoren Packman’s Revenche und Dynamite Fire spielten acht lokale Rockbands der unterschiedlichsten Stilrichtungen für die Menschen in Beruwala und verschafften sich damit in der vollen Rodenbachhalle eine eindrucksvolle Kulisse.Jugendpflegerin Nicole Kunstein wertete dementsprechend nicht nur den Erlös für die gute Sache als Erfolg. „Musiker, Freunde, Eltern und wir von der Gemeinde haben zusammen angepackt. Das schweißt zusammen.“
Ein Aspekt, der auch Landrat Eyerkaufer in seiner Funktion als Jugenddezernent beeindruckte. „Ich danke euch und gratuliere ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg“, sagte der Landrat.Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe bestätigte, dass die Beruwala-Initiative des Main-Kinzig-Kreises in Berlin als beispielhafte Hilfsaktion gilt.

Landfrauen helfen Flutopfern in Beruwala: 1.500 Euro
3. Mai. - Ein traditionelles Katamaran-Fischerboot für drei Familien, die Hälfte eines kompletten Wohnhauses oder Schuhe für 375 Schulkinder: Dies sind nur drei Beispiele wie effektiv sich die 1.500 Euro in Sri Lanka einsetzen lassen, die eine Delegation des Bezirkslandfrauenvereins Hanau kürzlich an Landrat Karl Eyerkaufer überreichte.Vorsitzende Ingrid Scheuerle berichtete über eine große Spendenbereitschaft. Neben dem Bezirksverein haben sich die Ortsvereine Ostheim, Niederdorfelden, Bischofsheim, Rodenbach, Großkrotzenburg, Wachenbuchen, Windecken, Oberdorfelden, Marköbel und Roßdorf für das Beruwala-Projekt des Landrats engagiert.
Karl Eyerkaufer zeigte sich begeistert von der Unterstützung der Landfrauen. Er berichtete ausführlich über den aktuellen Stand der Hilfe für die Flutopfer. 23 Fischerboote und zahlreiche Ausrüstungsgegenstände für kleine Handwerker haben zahlreiche Menschen wieder in die Lage versetzt, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.
„Wir sind sehr froh, dass der Kreis mit eigenen Ansprechpartnern vor Ort hilft. So können wir sicher sein, dass unser Geld den wirklich notleidenden Menschen zugute kommt“, zeigte sich Landfrauen-Vorsitzende Ingrid Scheuerle überzeugt. Der Landrat wird Ende Juli wieder nach Sri Lanka reisen. Er versprach den Landfrauen einen aktuellen, persönlichen Bericht direkt nach seiner Rückkehr.


 

Neue Erfolge: Beruwala-Hilfe läuft weiter auf vollen Touren

16. April. - „Wir wünschen den Menschen im Main-Kinzig-Kreis ein langes Leben und Gottes Segen. Bitte senden Sie unsere Liebe an alle Menschen, die uns geholfen haben.“ Mit dieser Bitte endet der Brief des Schulleiters der katholischen Schule Bandarawatta in Beruwala. „Einen solchen Gruß an die Bürgerinnen und Bürger des Main-Kinzig-Kreises leite ich gerne weiter“, freut sich Landrat Eyerkaufer.

Die Hilfsaktion des Kreises für die von der Flutkatastrophe betroffene Region in Sri Lanka geht unvermindert weiter. Seit der Reise des Landrats Anfang Februar hat sich viel getan. Täglich ist Irsan Mohamed, der lokale Koordinator der Hilfe, mit seinen Freunden unterwegs. Sein Auftrag: Jenen betroffenen Menschen helfen, die von großen Hilfsorganisationen zumeist unentdeckt bleiben. Die persönlichen Kontakte, das Organisationstalent und die perfekte Ortskenntnis der Freunde des Landrats machen die Initiative des Main-Kinzig-Kreises nach wie zu einer der effektivsten des Landes. Das besagen zumindest Presseberichte aus der Region.

Mit Spenden der Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises hat der Landrat jüngst zwei Traktoren für die Stadtverwaltung beschaffen lassen – dringend notwendig für die noch immer andauernden Aufräumarbeiten an der Küste. Kostenpunkt: Nur je 7.000 Euro. Fünf Schulen hatte der Landrat bei seinem Besuch mit Unterrichtsmaterial, Schulkleidung und Mobiliar ausgestattet. Inzwischen sind weitere zwölf hinzugekommen. 431 Garnituren Kleidung und 2.100 Schulbücher sind nur ein Teil der vor Ort beschafften Waren.

Unvermindert setzt Eyerkaufer mit Hilfe seines lokalen Teams die Starthilfe für Fischerfamilien und Kleinunternehmer fort. „Oftmals lässt sich mit einer kleinen Hilfe die Existenz einer kompletten Familie sichern“, weiß der Landrat. Das Problem: Diese Einzelschicksale bleiben von den staatlichen Hilfsprogrammen zumeist unentdeckt. Nicht von Eyerkaufers Freund Irsan Mohamed: Eine Nähmaschine für die Stickerin Fathima, einen Kompressor für den Elektriker Najeen, dessen ganzes Haus samt Werkstatt in den Fluten verschwand; Werkzeug für den Goldschmied Farook; und einen Kühlschrank für das neue Strandgeschäft von Dinali Jayakodi, die in den Fluten ihren Ehemann und ihre berufliche Existenz verlor.

Neun solcher Einzelhilfen hat Irsan in den vergangenen Tagen für insgesamt 1.216 Euro geleistet. „Das zeigt, was Spender auch mit bescheidenen Beträgen in Beruwala bewirken können“, unterstreicht Landrat Eyerkaufer.

Auch die Hilfe für Fischerfamilien schreitet zügig voran. Eine großzügige Spende der BHF-Bank aus Frankfurt ermöglichte den Kauf von zehn Fischerbooten inklusive Motor und Netzen. Sie ernähren 30 Familien. Gerade wurden zwölf landestypische Katamarane, handgeruderte, schmale Fischerboote mit Ausleger, sowie weitere Fischernetze übergeben.

Ende Juli wird Landrat Eyerkaufer wieder nach Sri Lanka reisen. Bei diesem Besuch will er sich unter anderem um die Pläne zum Neuaufbau der örtlichen Gesundheitsstation kümmern. Das Klinikum der Stadt Kassel finanziert dieses Projekt – was nebenbei auch zeigt, wie weit sich die erfolgreiche Aktion des Main-Kinzig-Kreises herumgesprochen hat.

In der Heimat ist die Hilfsbereitschaft unterdessen ungebrochen. Unser Konzept, langfristige Unterstützung zu organisieren, scheint aufzugehen. Und das freut mich am meisten“, bekennt Landrat Eyerkaufer. Immer wieder beteiligen sich Schulklassen und Vereine an der Aktion. Bürger bitten um Informationen. Für Überraschung sorgt bisweilen der persönliche Dankesbrief, den der Landrat jedem einzelnen Spender schickt.

„Persönlich und direkt in der Hilfe, gleichzeitig aber professionell und hochseriös in der Organisation – das ist unser Konzept“, fasst Landrat Eyerkaufer zusammen. Dass von einem Abflauen des Interesses im Kreis noch lange nichts zu spüren ist, scheint ihm recht zu geben.

Auf Fischfang mit dem Ronneburger Wappen am Bug

11. Mai. - Das Wappen der Gemeinde Ronneburg erhebt sich ab sofort täglich über den Wellen des indischen Ozeans. Es schmückt den Bug von zwölf landestypischen Auslegerbooten, die vor der Westküste Sri Lankas auf Fischfang gehen. Zwölf Fischerboote – das sind Existenzen für bis zu 36 Familien im Flutkatastrophengebiet von Beruwala.

Vor wenigen Tagen lieferte die örtliche Werft die Katamarane aus. Irsan Mohamed, der lokale Koordinator der Flutopferhilfe und Vertraute von Landrat Karl Eyerkaufer, übergab die Boote gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Beruwala an Fischer, die in den Fluten des zweiten Weihnachtstages alles verloren hatten.

„Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ronneburg dürfen stolz sein“, freut sich Landrat Eyerkaufer gleichermaßen mit Spendern und Empfängern. Die Spende einer ganzen Flotte von Fischerbooten, einschließlich Netzen und Zubehör, sei eine außergewöhnlich große Hilfe. Die Gemeinde hatte in einer beispielhaften Benefiz-Aktion nahezu alles auf die Beine gebracht, was Ronneburg kulturell und wirtschaftlich zu bieten hat. Bürger, Vereine, Gewerbetreibende, Gastronomen, Jugendgruppe und Schule organisierten einen Aktionstag mit abwechslungsreichem Musikprogramm, Kinderhitparade, Filmvorführung, Mundartbeiträgen, Kinderflohmarkt, einer großen Tombola und allerhand Leckerem für das leibliche Wohl. Weitere kleinere Initiativen ergänzten diesen Tag.

„Das war fantastisch“, erinnert sich Landrat Eyerkaufer. Die insgesamt 10.000 Euro sind nun bestens angelegt – und dies nicht nur auf dem Papier, sondern sichtbar und täglich im Einsatz.

Die Hilfe des Main-Kinzig-Kreises gilt als besonders effektiv

23. Februar. - Botschafter Jürgen Weerth ist ein gefragter Mann. „Ich habe momentan Leute am Telefon, die man normalerweise nur vom Fernsehen kennt“, kann er in der Tragödie ein Schmunzeln nicht verbergen. Vor ein paar Tagen rief Michael Schumacher an, wenig später die Chefetage einer großen Zeitung. „Die wollen mal eben ein Projekt für 40 Millionen Euro hochziehen. Das Problem ist nur: Solche Projekte gibt es nicht, und sie wären auch nicht sinnvoll.“

840 Anträge auf Hilfsaktionen liegen der Deutschen Botschaft in Colombo vor. Umgesetzt ist noch keine. An der Botschaft liegt es nicht. Eher daran, dass die Weltgemeinschaft der Helfer in zu großen Dimensionen denkt. Es gab hier nie Krankenhäuser für 40 Millionen, also machen sie auch nach dem Tsunami keinen Sinn, weiß der Botschafter.

Da rennt der Landrat des Main-Kinzig-Kreises mit seinem Modell offene Türen ein im Alfred House, dem Sitz der Vertretung der Bundesrepublik. Die Eckpfeiler des Main-Kinzig-Modells in Sri Lanka:

- Gezielte, punktuelle Hilfe in überschaubaren Dimensionen.

    Eyerkaufer verteilt Schultaschen in der katholischen Schule in Beruwala.
Eyerkaufer verteilt Schultaschen in der katholischen Schule in Beruwala.

- Keine importierten Hilfsgüter, sondern Warenbestellungen bei Unternehmen in Sri Lanka.

- Organisation mit Hilfe eines Teams von ortskundigen, einheimischen Vertrauensleuten.

- Knüpfen lokaler und persönlicher Partnerschaften zwischen Schulen und Familien.

- Verzicht auf verzweigte Organisationen, stattdessen Nutzen persönlicher Kontakte.

„Unsere Spenderinnen und Spender können sich darauf verlassen, dass ihre Hilfe höchst effektiv bei den wirklich Betroffenen ankommt“, versichert Landrat Eyerkaufer.

"Die ersten, die wirklich etwas bringen"

Ortstermin in der Bandarawatte Roman Catholic School. Nachdem Landrat Eyerkaufer Schulmöbel, Tafeln, Stoff für Schulkleidung, Schuhe, Taschen und Hefte verteilt sind, strahlt die stellvertretende Schulleiterin den „District Minister“ aus dem fernen Deutschland an. „Hier waren schon viele, die gefragt haben, was wir brauchen. Aber Ihr seid die ersten, die wirklich etwas davon bringen“, sagt sie.

Ein Satz, den der Landrat fast an jeder Station hört. Die Medienresonanz bei den Terminen bestätigt das. Bald nehmen örtliche Zeitungen und sogar das landesweite Fernsehen Notiz von der Hilfe aus dem Main-Kinzig-Kreis. Die kleine deutsch-srilankische Gruppe macht Schlagzeilen. „Was Ihr hier macht, ist absolut außergewöhnlich“, bestätigt ein einheimischer Fernsehjournalist.

Nicht so gut schneidet die staatlich gelenkte Hilfe in der Bevölkerung ab. Mehrfach ist zu hören, dass die internationalen Mittel nur mit viel Verzug in die Brennpunkte gelangen.

Die Pension „Berliner Bär“ unweit des Hafens von Beruwala ist nur zwölf Zimmer klein. Der Besitzer steht ratlos zwischen den Resten seines Hauses. „Sie bringen mir Reis. Was ich brauche, ist eine Starthilfe, um meinen Reis wieder selbst zu verdienen“, berichtet er.

Dass die Initiative des Landrats vom Start weg als eine der wirkungsvollsten auf der gesamten Insel gilt, ist vier außergewöhnlichen Menschen zu verdanken: Irsan Mohamed und seinen Freunden Rila, Ikzan und Mirzook. Irsan kennt die Familie Eyerkaufer seit über 20 Jahren. Es gab mehrere gegenseitige Besuche. Es herrscht ein tiefes Vertrauen. Und Irsan ist situiert genug, um sein eigenes Geschäft in dieser schweren Zeit ruhen zu lassen und sich ganz der Hilfe für seine Landsleute zu widmen.

Sein Haus gleicht einem großen Warenlager. Lange vor der Ankunft der Deutschen hat er eingekauft. Schulmöbel, Wasserfilter, Schulkleidung und Schuhe, Fischereibedarf - und das alles zu Preisen, die nur ein Einheimischer heraus handelt. Irsan bekommt auch Gegenstände, die in der Notlage als ausverkauft gelten. Doch was noch wichtiger ist: Die vier ermitteln gemeinsam mit den Menschen vor Ort den dringlichsten Bedarf.

Die Freundschaft ist noch tiefer geworden in den Tagen von Beruwala. Wir haben an Irsans Tisch gegessen, zusammen gelitten und gelacht. Im August will Landrat Eyerkaufer wiederkommen. Bis dahin wird der zierliche Ex-Fußballer mit seinen Freunden viel bewegt haben. Zehn weitere Fischerboote sind bestellt. 14 Schulen sind ins Programm aufgenommen und erhalten Hilfe nach ihrem individuellen Bedarf . . . ganz ohne Prominenz und Bürokratie.

Wer die Region Kalutara-Beruwala-Bentota unterstützen möchte, spendet unter dem Stichwort „Beruwala“ auf das Konto 99994 des Main-Kinzig-Kreises. Die Kontonummer ist bei allen drei Sparkassen identisch. Die Bankleitzahlen lauten für die Sparkasse Hanau 506 500 23, für die Kreissparkasse Gelnhausen 507 500 94 und Kreissparkasse Schlüchtern 530 513 96.

Für Fragen und Anregungen zu der Hilfsaktion des Main-Kinzig-Kreises steht der Partnerschaftsbeauftragte des Kreises, Karl-Heinz Schmitt unter Telefon 06181/292-2335,
E-Mail karl-heinz.schmitt@mkk.de und Fax 06181/292-2777 zur Verfügung.