



Die Pressemitteilungen werden wöchentlich vom Referat für Presse und Information des Main-Kinzig-Kreises zusammengestellt.
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17. Februar. – Im Zuge des Gesamtausbaus der Kreisstraße zwischen Steinau-Uerzell in Richtung Hintersteinau (K 957) konnte jetzt der zweite Bauabschnitt fertiggestellt werden. Kreisbeigeordneter Matthias Zach gab im Beisein von Vertretern aus Politik und Wirtschaft den Abschnitt über die Steinebachbrücke für den Verkehr frei. Der erste Bauabschnitt führt von Steinau-Uerzell bis in Höhe des Klesberger Weihers mit einer Länge von 2,25 Kilometern und wurde im Jahr 2009 erneuert.
Der zweite Bauabschnitt umfasste die Erneuerung des Brückenbauwerkes. Das Befahren der Steinebachbrücke war nur für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht bis 16 Tonnen erlaubt. Bei der letzten Brückenprüfung wurde die Brücke, die wahrscheinlich im Jahre 1912 erbaut wurde, wegen eingeschränkter Tragfähigkeit auf eine einspurige Befahrbarkeit mit Geschwindigkeitsbeschränkung ausgeschildert. Die neue Brücke wurde als Stahlbetonrahmenbauwerk mit einer Weite von 7,20 Meter über das Gewässer gespannt. Die sich im Uferbereich befindlichen Natursteinmauern wurden auf einer Länge von fünf Metern aufgerichtet.
Für etwa 240 Kilometer Kreisstraßen ist der Main-Kinzig-Kreis verantwortlich. „Maßnahmen wie diese tragen zur Erhaltung des Kommunalvermögens bei“, erläuterte Matthias Zach während der offiziellen Übergabe. Nach einem Beschluss des Kreisausschusses wurde der Auftrag an die Firma Hodes-Bau in Fulda vergeben. Auf insgesamt 283.000 Euro belaufen sich die Kosten. Davon förderte das Land Hessen aus Mitteln des Gemeindefinanzierungsgesetzes die reinen Baukosten in Höhe von 193.000 Euro mit 75 Prozent und mit fünf Prozent aus dem Finanzausgleichsgesetz.
In Absprache mit dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung wurde die gesamte Erneuerung der Kreisstraße in drei Bauabschnitte aufgeteilt. Für den dritten Bauabschnitt, vom Klesberger Weiher bis nach Hintersteinau mit einer Länge von 1,64 km gab es vom Land Hessen bisher noch keinen Bewilligungsbescheid.
16. Februar. – Teresa Kunkel vom Grimmelshausen Gymnasium in Gelnhausen nahm im vergangenen Jahr an der Deutschen Mathematik-Olympiade teil. Sie belegte den dritten Rang. Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Matthias Zach gratulierte der Schülerin der elften Jahrgangsstufe.
Teresa nimmt seit 2008 regelmäßig an der Mathematik-Olympiade des Hessischen Kultusministeriums teil und erzielte vordere Plätze. Aufgrund ihrer Erfolge schrieb sie auch die Auswahlklausuren für die internationale Mathematik-Olympiade. Unterstützt wird Teresa Kunkel von ihrer Mathematiklehrerin Annette Schöpke. Mathe und Physik zählen zu ihren Lieblingsfächern.
„Es ist gut, wenn eine Schule sich durch ihre Schülerinnen und Schüler hessenweit vertreten lässt und dabei auch noch vordere Plätze belegt“, lobte Matthias Zach die Schülerin und auch das Engagement der Lehrkräfte. Als Dank und Anerkennung übergab der Kreisbeigeordnete der Schülerin einen Bücher-Gutschein. Vielleicht könne Teresa auch dazu beitragen, ihre Begeisterung für Mathematik mit ihren Mitschülern zu teilen und dazu beitragen, gegebenenfalls bestehende Vorurteile gegenüber diesem Unterrichtsfach abzubauen, regte Matthias Zach an.
„Es macht mir Spaß, mich mit kniffeligen Aufgaben auseinanderzusetzen“, berichtete die Nachwuchsmathematikerin. In ihrer Freizeit schwimmt und klettert sie gern, insbesondere das Bouldern hat es ihr angetan, klettern ohne Seil und Sicherung. Nach ihrem Abitur möchte Teresa Geophysik studieren.
15. Februar. – Nach einem Zeitungsbericht und mehreren Presseanfragen rund um den Vertrag mit dem Geschäftsführer der Bildungspartner GmbH (BiP) äußert sich der Erste Kreisbeigeordnete und Aufsichtsratsvorsitzende der MK-Kliniken, Dr. André Kavai, zu dem Vorgang und informiert über die von ihm initiierte Sondersitzung des Gremiums am vergangenen Montag (13.02.).
„Ich habe den Aufsichtsrat über die Fakten und Hintergründe eines neuen Geschäftsführervertrages informiert“, erklärt Kavai. Die Vereinbarung mit Geschäftsführer Dr. Karsten Rudolph war im Oktober 2010 vom damaligen Vorsitzenden Günter Frenz in verantwortlicher Funktion abgeschlossen worden. Seit drei Monaten steht nun Kavai an der Spitze der Gesellschaft. Wie Kavai erläutert, sei der Aufsichtsrat damals zwar über die Absicht informiert worden, mit dem Geschäftsführer einen „abgeänderten Vertrag mit einer neuen Laufzeit“ abzuschließen. Die nun festgestellten deutlichen finanziellen Auswirkungen sowie weitere Details des Vertrags waren dem Gremium bisher jedoch nicht mitgeteilt worden.
Aufgrund dieser fehlenden Informationen schloss sich der Aufsichtsrat der rechtlichen Auffassung des Aufsichtsratsvorsitzenden und eines beauftragten Rechtsanwalts an, dass der Vertrag nicht wirksam verlängert wurde. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass der Aufsichtsratsvorsitzende mit Dr. Rudolph eine Vertragsverlängerung unter anderen Voraussetzungen aushandeln soll.
„Im Sinne der Bildungspartner möchten wir hier mit dem entsprechenden Augenmaß zu einer für beide Vertragsparteien vernünftigen Lösung kommen“, macht Kavai deutlich. Allerdings liege das vertretbare Ziel ein erhebliches Stück entfernt von den im Oktober 2010 formulierten Konditionen, die er als „marktunüblich“ bezeichnet. Weitere Einzelheiten über den Vertrag möchte der Aufsichtsratsvorsitzende nicht nennen.
14. Februar. – Seit wenigen Tagen hängt an der Stadthalle in Schlüchtern das erste Plakat mit der gesamten Palette aller Messen, Märkte und Ausstellungen 2012 im Main-Kinzig-Kreis. Amtsleiterin für Arbeit und Wirtschaft, Kultur, Sport und Tourismus Susanne Simmler hängte das Plakat auf, gemeinsam mit Bürgermeister Falko Fritzsch, Stadtverordnetenvorsteherin Luise Meister, Sachgebietsleiter für Tourismus Burkhard Kornherr und Mitgliedern des Vereins für Wirtschaft und Tourismus Schlüchtern.
„Wir haben Schlüchtern als Ort für das erste Plakat dieses Jahres gewählt, weil hier in dieser Stadt wieder hervorragende gewerbliche Veranstaltungen, wie der Bergwinkelmarkt, der Helle und der Kalte Markt stattfinden“, hob Susanne Simmler hervor. Der Kalte Markt ist eine der größten Veranstaltungen im gesamten Main-Kinzig-Kreis. Die Ursprünge dieses traditionellen Heimatfestes gehen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Er entwickelte sich von einem Kram- und Viehmarkt zum bedeutendsten Heimatfest des oberen Kinzigtales und findet jährlich im November statt.
Das Sachgebiet Tourismus unter der Leitung von Burkhard Kornherr stellte die Plakate zusammen, mit welchen der Main-Kinzig-Kreis als Messen- und Märktezentrum vermarktet wird. Die Messeplakate werden wieder in jedem Rathaus und an vielen anderen öffentlichen Stellen, unter anderem in Museen, Krankenhäusern und größeren Bahnhöfen, zu sehen sein. Außerdem appellierte Amtsleiterin Simmler an die Veranstalter von Messen, Märkten und Gewerbeschauen, für eine gute Platzierung der Plakate während ihrer eigenen Veranstaltungen zu sorgen und auf die kreisweiten Schauen hinzuweisen. Auch Geschäftsleute sind aufgefordert, die Werbeträger aufzuhängen. „Diese Werbung in eigener Sache soll die Position Schlüchtern als Einkaufs- und Erlebnisstadt stärken und ausbauen“, betonte Bürgermeister Falko Fritzsch.
Die zahlreichen Messen, Märkte, Gewerbeschauen und Weihnachtsmärkte finden jährlich im Kreisgebiet statt. Dabei ist die Wächtersbacher Messe vom 12. bis 20. Mai immer ein Höhepunkt im Jahresprogramm, dazu kommen unter anderem der Schelmen- und Barbarossamarkt in Gelnhausen sowie der internationale Keramik- und Kunsthandwerkermarkt in Hanau, der Ostermarkt in Bad Orb und der historische Katharinenmarkt in Steinau Ende November. Das übersichtlich gestaltete, farbige Messeplakat platziert um die Landkarte des Main-Kinzig-Kreises 29 Felder für die 29 Städte und Gemeinden. In diesen Feldern finden sich die Messen und Märkte.
„Mit der intensiven Werbung für die Messen, Märkte und Ausstellungen wollen wir die Bedeutung der verschiedenen Veranstaltungen ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken, auch über die Kreisgrenzen hinaus“ erläuterte Susanne Simmler während der Plakataktion.
13. Februar. – Landrat Erich Pipa hat gemeinsam mit IHK-Präsident Dr. Norbert Reichhold, Hauptgeschäftsführer Hartwig Rohde und Dr. Ulrich Eisenbach vom Hessischen Wirtschaftsarchiv die Ausstellung „Vom Lehrling zum Azubi“ im Main-Kinzig-Forum eröffnet. Die Ausstellung ist bis Freitag, 2. März, während der Öffnungszeiten des Main-Kinzig-Forums montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr zu sehen.
Die Ausstellung beschreibt anhand von mehr als 180 Bildern und zahlreichen Exponaten, darunter einige von den Beruflichen Schulen Gelnhausen und der Veritas AG, den langwierigen Prozess von den Handwerkerschulen im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts über den Aufbau einer systematischen Lehre in Industriebetrieben bis zur gegenwärtigen Situation in der Berufsausbildung.
Dabei geht sie auch auf den ideologischen Missbrauch der Lehrlinge durch die Nationalsozialisten, die schwierige Wiederaufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg, den Wandel des Selbstverständnisses der Auszubildenden im Gefolge der 68er-Bewegung und andere Teilaspekte ein. Die Konzeption der Ausstellung liegt in den Händen von Dr. Ulrich Eisenbach.
Landrat Erich Pipa begrüßte die Gäste und wünschte sich, dass möglichst viele Auszubildende, Berufsschulklassen, Ausbilder, Lehrkräfte und andere Interessierte Besucherinnen und Besucher ins Main-Kinzig-Forum kommen, um sich die sehenswerte Ausstellung anzuschauen. Der Landrat betonte, dass sich die Ausbildungsplatzsituation am Arbeitsmarkt in den vergangenen beiden Jahren deutlich entspannt habe und die Betriebe in der Region mittlerweile deutlich stärkere Anstrengungen unternähmen, um Fachkräfte auszubilden und anzulocken.
IHK-Hauptgeschäftsführer Hartwig Rohde bedankte sich bei Erich Pipa, dass das Main-Kinzig-Forum als angemessener Ausstellungsort zur Verfügung gestellt worden sei. Die interessante Ausstellung erläutere mit der dualen Ausbildung in Deutschland eine Besonderheit. „Die duale Ausbildung ist eine wesentliche Standort-Stärke. Die Mischung aus Arbeit im Betrieb und Unterricht in der Schule unterscheidet uns von fast allen anderen auf der Welt“, unterstrich Rohde. Die in anderen Ländern dominierende hohe Jugendarbeitslosigkeit sei in Deutschland kein Thema. „Bildung ist das Geheimnis unseres wirtschaftlichen Erfolges“, hob der IHK-Hauptgeschäftsführer hervor.
Dr. Ulrich Eisenbach stellte anschließend die spezifischen Besonderheiten der Ausstellung näher vor. Dabei spannte er den Bogen von der Handwerkslehre im hohen Mittelalter über die vom Großherzogtum Hessen 1874 als erstem deutschen Staat eingeführte Fortbildungs-Schulpflicht für männliche Lehrlinge und dem Wirtschaftswunder in den 50er Jahren bis hin zu den Einflüssen der 68er-Bewegung auf die Ausbildung.

