



| KW 52 | 2010 |
vorherige KW| nächste KW
Die Pressemitteilungen werden wöchentlich vom Referat für Presse und Information des Main-Kinzig-Kreises zusammengestellt.
Telefon: 06051/85-12252 oder -12320
E-Mail: presse@mkk.de
30. Dezember. Das Kommunale Center für Arbeit (KCA) kann das Jahr 2010 mit einer hervorragenden Bilanz abschließen, wie Landrat Erich Pipa berichtet. Im Dezember fanden noch einmal 322 Männer und Frauen den Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit zurück in das Berufsleben. Damit addiert sich die Zahl der erfolgreichen Vermittlungen während der vergangenen zwölf Monate auf 3.795.
"Diesen Wert haben wir seit der Übernahme der Option 2005 nicht erreichen können", sagt Pipa. Das bisher beste Jahrergebnis lag bei 3.624 Vermittlungen und wurde 2008 erreicht. Im vergangenen Jahr folgte dann der Einbruch auf nur 2.633 Vermittlungen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen insgesamt liegt aktuell bei 7.864 Personen. Das entspricht annähernd dem Niveau wie zum Jahresende 2009.
Wie Pipa erläutert, konnte zwar die Bilanz bei den Vermittlungen enorm gesteigert werden, doch auch der Zulauf erreichte einen Rekordwert. Mit 7.517 Neuanträgen liegt die Bilanz noch einmal um 222 Fälle über dem Ergebnis des Krisenjahres 2009. Auch die Übergänge von der Agentur für Arbeit machen mit etwa 20 Prozent immer noch einen relativ hohen Anteil aus. Im Dezember 2009 waren es gerade einmal knapp 7 Prozent.
Für das kommende Jahr erwartet Landrat Pipa eine weitere Stabilisierung des Arbeitsmarktes, so dass auch die Gesamtzahl der Langzeitarbeitslosen wieder zurückgehen kann. Bis zum bisher niedrigsten Stand von 7.218 Personen, wie er im Dezember 2008 registriert wurde, sei es allerdings noch ein langer Weg. Doch das vor einem Jahr gegründete Kommunale Center für Arbeit habe gezeigt, dass es für diese Herausforderung gut aufgestellt ist.
22. Dezember. Im Oktober fand das zweite Konzert unter dem Titel "Musik hilft" statt. Einige der besten Musikerinnen und Musiker aus dem Main-Kinzig-Kreis standen bei diesem Benefizkonzert auf der Bühne. Die Gala fand zu Gunsten der "LAWINE" Hanau, Beratungs- und Präventionsstelle gegen sexuelle Gewalt, statt.
Veranstalter war der Main-Kinzig-Kreis mit seinem Kulturamt und dem Frauenbüro zusammen mit dem Hessischen Musikverband, dem Hessischen Sängerbund Sängerkreis Gelnhausen, dem Hessischen Chorverband Sängerkreis Hanau Stadt und Land, dem Hessischen Sängerbund Sängerkreis Bergwinkel-Schlüchtern, dem Chorverband Kinzig-Sinn und dem Kreisfeuerwehrverband. "Ich danke allen für das Engagement, das anspruchsvolle Programm lockte viele Besucher in die Klosterberghalle nach Langenselbold", sagte Landrat Erich Pipa. Mit Spenden und dem Erlös aus dem Verkauf der Eintrittskarten kamen 2.000 Euro zusammen.
Die Scheckübergabe fand gemeinsam mit den Vertretern der Verbände der Musik- und Gesangvereine während einer Feierstunde im Main-Kinzig-Forum statt. Klaus Ritter, Vorsitzender des Hessischen Sängerbundes Gelnhausen sowie Rudolf Kretschmer, vom Hessischen Chorverband, Bernhard Betz und Horst Sassik vom Hessischen Musikverband sowie Musikdirektor Gerd Zellmann waren sich über den Erfolg dieser Veranstaltung einig. Die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Bruchköbel, die Sängervereinigung Nidderau und der Chor "Good News" aus Schlüchtern sowie der Männerchor der Sängervereinigung Neuses trugen mit ihren beeindruckenden Darbietungen zum Gelingen bei.
"Sexuelle Gewalt ist kein Einzelschicksal und wir sollten alles Mögliche tun, um den Opfern jede benötigte Hilfe zukommen zu lassen", erklärte Erich Pipa und lobte das Engagement. Nadine Chaudhuri, Vorstandsvorsitzende der "LAWINE" dankte den Organisatoren und Mitwirkenden, die dieses wunderbare Konzert ermöglichten und dem Landrat für seine Unterstützung.
Sie berichtete über die Arbeit der Beratungs- und Präventionsstelle gegen sexuelle Gewalt. Zu den Aufgaben gehört die Unterstützung von betroffenen Kindern, jugendlichen Mädchen und Frauen sowie die Beratung von Bezugs- und Vertrauenspersonen. So werde den Betroffenen ein Rahmen geboten, um in Einzel- oder Gruppengesprächen das Erlebte anzusprechen und zu verarbeiten. Ziele des Vereins sind das Thema im öffentlichen Bewusstsein wach zu halten, dem deutlich gewordenen Ausmaß entgegenzuwirken und sich für einen verbesserten Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen einzusetzen. Um dieses Hilfsangebot aufrecht zu erhalten, sind Spenden notwendig. Finanziert wird die "LAWINE" durch Zuschüsse des Main-Kinzig-Kreises, der Stadt Hanau, Bußgeldzuwendungen und Mitgliedsbeiträgen sowie Spenden.
23. Dezember. - Während einer Feierstunde im Main-Kinzig-Forum verabschiedete Landrat Erich Pipa die beiden Kreisbrandmeister Winfried Kirchner und Karl-Heinz Rothländer aus den ehrenamtlichen Beamtenverhältnissen. Beide haben die Altersgrenze erreicht und müssen aus dem Amt scheiden. Für Kreisbrandmeister Erich Geyer verlängert sich die Dienstzeit um weitere zwei Jahre. Ihnen allen sprach Erich Pipa Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Kreisbrandinspektor Markus Busanni und Günther Seitz vom Gefahrenabwehrzentrum schlossen sich den Dankesworten an.
Erich Geyer aus Hanau übt seit 1996 das Amt des Kreisbrandmeisters aus. Er betreut das Gebiet der Region Hanau und ist hier zuständig für Atemschutzgerätelehrgänge. Erich Geyer erklärte sich bereit, auch über das 60. Lebensjahr hinaus, seinen ehrenamtlichen Dienst fortzuführen.
Winfried Kirchner war bis September hauptberuflich im Gefahrenabwehrzentrum beschäftigt. Er wurde 1947 in Bad Soden-Salmünster geboren, besuchte nach der Berufsausbildung zum Elektroinstallateur die "Heinrich von Stefan Schule" in Frankfurt und erlangte so den Realschulabschluss. Nach seinem Wehrdienst arbeitete er zunächst bei der Firma Ernst Beisler und dann bei der Firma WOCO in Salmünster. 1997 begann er seine Tätigkeit bei der Kreisverwaltung in Gelnhausen. Hier war er beim Bauordnungsamt im Sachgebiet Brandschutz tätig und seit 2002 im Gefahrenabwehrzentrum. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und zwei Enkelkinder. "Den größten Teil seiner Freizeit widmet er dem Ehrenamt", berichtete Erich Pipa. So ist Winfried Kirchner seit 1962 Mitglied der Feuerwehr in Bad Soden-Salmünster, war Wehrführer, stellvertretender Stadtbrandinspektor, Stadtbrandinspektor sowie Vorsitzender der Feuerwehr Bad Soden und seit 1999 Kreisbrandmeister. Außerdem ist er Vorsitzender des Vereinsrings "Arbeitsgemeinschaft Bad Sodener" und seit vier Jahren Vorsitzender des VdK Ortsverbandes Bad Soden.
Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Karl-Heinz Rothländer wurde ebenfalls aus dem Ehrenbeamtenverhältnis entlassen. Er wurde 1947 in Frankfurt am Main geboren, ist verheiratet und lebt in Linsengericht- Altenhaßlau. Nach der Schulausbildung begann er eine Lehre zum Fernmeldehandwerker bei der Deutschen Bundespost in Frankfurt am Main. Danach ging Karl Heinz Rothländer an das Bethanienkrankenhaus in Frankfurt und erlernte hier den Beruf des Krankenpflegers. Anschließend arbeitete er in Stuttgart in der Herzintensivstation und war vier Jahre Geschäftsführer des evangelischen Berufsverbandes für Krankenpflege. Von 1976 bis 2009 war Karl-Heinz Rothländer Pflegedienstleiter im Pflegeheim Gelnhausen-Meerholz. In seiner Freizeit ist er seit 1977 aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Angefangen vom stellvertretenden Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Gelnhausen-Meerholz über den Stadtbrandinspektor bis hin zum Kreisbrandmeister des Main-Kinzig-Kreises übt er seit mehr als zehn Jahren die Funktion des stellvertretenden Kreisbrandinspektors aus. Neben seinen Hobbys Modellbau und Lektorendienst verbringt der dreifache Großvater seine Zeit gern mit den Enkelkindern.
21. Dezember. Die drei Straßenmeistereien in Sinntal-Sterbfritz, Wächtersbach und Bruchköbel sind auf den Winter vorbereitet. Davon konnte sich Erster Kreisbeigeordneter und Verkehrsdezernent Günter Frenz gemeinsam mit Hans-Georg Einloft vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV), Bernd Löffert und Heinz Krah von der Verwaltung des Main-Kinzig-Kreises bei einem Besuch in den drei Stützpunkten überzeugen. Passender hätte der Termin kaum sein können, schließlich zog nur wenige Stunden später Tief Petra über den Main-Kinzig-Kreis hinweg und überzog die Region mit starken Schneefällen. Frenz bedankte sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die "hervorragende Kooperation". Außerdem lobte er die hohe Einsatzbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Wenn andere ihr Auto stehen lassen müssen, fangt ihr erst an". In der Winterzeit seien die Angestellten in ständiger Einsatzbereitschaft, auch an Weihnachten, den Feiertagen, Silvester und Neujahr Dies gelte es mehr zu würdigen "auch von den Bürgerinnen und Bürger", betonte der Erste Kreisbeigeordnete.
Die Straßenmeistereien in Sinntal-Sterbfritz, Wächtersbach und Bruchköbel sind insgesamt für 931 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen zuständig. Davon gehören die Kreisstraßen mit 238 Kilometern in die Verantwortlichkeit des Main-Kinzig-Kreises. Derzeit sind 78 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Straßenmeistereien angestellt, davon 61 als Straßenwärter, 14 im Innendienst und drei Auszubildende. In diesem Jahr zahlt der Kreis etwa 880.000 Euro an das ASV Gelnhausen, das die Unterhaltung der Kreisstraßen und die Sicherung der Mobilität übernimmt . Dazu gehören Arbeiten zur Kontrolle des Straßennetzes, die Einsatzplanung und Beurteilung bei besonderen Vorkommnissen wie Unfällen, Unwetter sowie der Winterdienst und die Straßenverwaltung. Gehölzpflegearbeiten, Bankettenregulierungen und Markierungsarbeiten sind zusätzliche Unterhaltungsaufgaben, die extra abgerechnet werden.
"Die Kreisstraßen sind in einem guten Zustand", sagte Günter Frenz auch im Hinblick auf die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Amt für Straßen und Verkehrswesen Gelnhausen. Das bestätigte auch Hans-Georg-Einloft, der den Main-Kinzig-Kreis lobte, weil dieser mit Sachverstand und Augenmaß in die Unterhaltung seiner Straßen investiere.
Die Straßenmeisterei in Sinntal-Sterbfritz betreut etwa 230 Kilometer Landes- und 64 Kilometer Kreisstraßen. "Der Winterdienst ist hier im Bergwinkel außerordentlich wichtig", berichtete Stefan Wald als örtlicher Leiter. In der Salzhalle liegt ausreichend Streugut, dazu kommen die zwei Salzsilos im Winterstützpunkt an der A 66 in Bad Soden-Salmünster. Probleme bei der Salzbeschaffung, wie dies im vergangenen Jahr der Fall war, erwartet Wald nicht. Schließlich habe das Land als Reaktion auf die Salzknappheit im vergangenen Jahr neue, verbesserte Verträge abgeschlossen, wie Einloft berichtete.
Die Straßenmeisterei Wächtersbach ist für 113 Kilometer Kreisstraßen zuständig. Leiter Karl-Heinz Ruppert brachte seinen Gästen die Einsatz- und Schichtpläne seiner Mitarbeiter näher. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien für den Winter gerüstet. Der ehemalige Bauhof in Birstein fungiert als zusätzlicher Winterstützpunkt. So kann mit dem Winterdienst direkt vor Ort begonnen werden, da es hier wettertechnisch durch die Höhenlage oft kritischer als in Wächtersbach sein kann.
Die besondere Lage der Straßenmeisterei in Bruchköbel erfordert andere Schwerpunkte in der täglichen Arbeit. Sie befindet sich im Schnittpunkt der Städte Hanau und Maintal, am Rande des Ballungsraumes Rhein-Main-Gebiet und verzeichnet ein sehr hohes Verkehrsaufkommen. Leiter Carsten Huppmann und Carsten Viehmann betreuen 71 Kilometer Bundes-, 182 Kilometer Landes- und 113 Kilometer Kreisstraßen. "Bei uns ist es im Vergleich zu Sterbfritz weniger der Schnee, dafür aber umso mehr die morgendliche Glätte, die uns fordert", berichtete Huppmann.
20. Dezember. Das Mehrgenerationenhaus "ANTON" in Gründau erhielt vor wenigen Tagen die Urkunde und Plakette zum familienfreundlichen Betrieb des Main-Kinzig-Kreises. Vertreter der Industrie- und Handelskammer, der Arbeitsagentur Hanau und der Arbeitsgruppe Familienbündnis überzeugten die flexiblen Arbeitszeiten, die Personalpolitik, das Gesundheitsmanagement sowie die Arbeitsbedingungen.
"Mit dieser Auszeichnung möchten wir die familienfreundliche Politik des Mehrgenerationenhauses in Gründau besonders hervorheben", sagte Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai bei seinem Besuch in der Einrichtung. Die Aktion läuft im Rahmen des Programms "Bündnisse für Familien", das der Main-Kinzig-Kreis im Frühjahr 2008 startete.
Das Mehrgenerationenhaus in Gründau hat 21 Beschäftigte, überwiegend Frauen, gut die Hälfte von ihnen arbeitet in Teilzeit. Arbeitszeiten, Dienstpläne werden zusammen mit den Kollegen abgestimmt. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elternzeit gibt es Wiedereinstiegsprogramme, Treffen und Informationsgespräche. Für die Kinder der Angestellten stehen Betreuungsplätze zur Verfügung "Ein fester Mitarbeiterstamm steht für Kontinuität und sehr gutes Betriebsklima", berichteten Sabine Zoller und Gudrun Iffland vom Vorstand des Trägervereins. Den Eltern-Kind Verein gibt es seit mehr als zehn Jahren. Einst gegründet, um den Bedarf an eine umfassende Kinderbetreuung zu decken, war die Nachfrage gleich so groß, dass sich daraus dieses erfolgreiche Projekt entwickelte.
Das Team des Mehrgenerationenhauses "ANTON" hat sich die Förderung von Familien und Senioren zum Ziel gesetzt. So werden im "kleinen ANTON" Kleinkinder sowie Schulkinder betreut. Eine weitere Säule ist das Kindertagespflegeprojekt "Die Tausendfüssler", hier haben Eltern die Möglichkeit ihre Kinder in einer familienähnlichen Situation betreuen zu lassen. Die "ANTONeria"
ist ein Treffpunkt für Jung und Alt, für Frauen und Männer, Omas, Opas, Kinder, Enkel und die ganze Nachbarschaft. Hier wird "gebabbelt", gespielt und gemeinsam gegessen, erzählt und gebastelt.
"Mit dem Mehrgenerationenhaus handelt es sich um ein familienfreundliches Unternehmen, das auch zur Attraktivität des Standortes beiträgt. Mit der Auszeichnung zum familienfreundlichen Betrieb würdigt der Main-Kinzig-Kreis nicht nur das bisher Erreichte, sondern wirkt auch beispielgebend für andere Unternehmen", sagte Familien- und Jugenddezernent Dr. André Kavai.
Informationen zur Aktion "Familienfreundlicher Betrieb im MKK" gibt es unter www.mitkindundkegel.de. Es können sich Unternehmen jeder Größenordnung bewerben oder von ihren Beschäftigten vorgeschlagen werden.
Als sichtbares Zeichen der Anerkennung des vorbildlichen familienfreundlichen Engagements überreichte der Kreisbeigeordnete im Beisein von Christine Hechler von der Arbeitsagentur in Hanau und Ulrike Schmid, vom Büro des Familienbündnisses des Main-Kinzig-Kreises die Plakette und Urkunde mit dem Logo "Familienfreundlicher Betrieb".

