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KW 01 | 2009

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Die Pressemitteilungen werden wöchentlich vom Referat für Presse und Information des Main-Kinzig-Kreises zusammengestellt.

Telefon: 06051/85-12252 oder -12320
E-Mail: presse@mkk.de


Überraschung: Henkelbecher für die Kreistagsabgeordneten

20. Januar. - Zur ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr erhielten die Mitglieder des Kreistages einen kleinen Gruß der Waechtersbacher Keramik. Auf den Plätzen der 87 Abgeordneten standen jeweils handliche Becher mit der Aufschrift "made in main-kinzig". Auch der Kreisausschuss inklusive Landrat Erich Pipa, Erster Kreisbeigeordneter Günter Frenz und Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai durfte sich über das seltene Geschenk freuen.

Die Idee zu dieser Überraschung entwickelten der Landrat und Geschäftsführer Rainer Mann bei einem Gespräch in der Produktionsstätte vor wenigen Wochen. So entstand der Henkelbecher in einer "neutralen Farbgebung", wie Pipa im Kreistag betonte. Schließlich sollten sich alle Fraktionen daran erfreuen können.

"Die Mitarbeiter der Waechtersbacher Keramik stellen sich gern ein auf die individuellen Wünsche der Kunden", betonte Geschäftsführer Mann. Bereits ab einer Stückzahl von 100 Exemplaren gibt es das klassische Trinkgefäß in der ganz persönlichen Ausführung. Dabei ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Einen Überblick über mögliche Entwürfe und Schriftzüge ist im Ausstellungsraum auf dem Firmengelände in Brachttal zu bewundern. Die Vielfalt in Form und Farbe ist auch im Internet unter www.waechtersbach.com.

Tourismusdezernent Frenz: Dank an die touristischen Leistungserbringer

20. Dezember. - Eine positive Bilanz hat der Erste Kreisbeigeordnete Günter Frenz für die Arbeit des Referats für Tourismus und Marketing des Main-Kinzig- Kreises gezogen. Günter Frenz, der auch Tourismusdezernent des Kreises ist, hob hervor, "dass sich bei rund 330.000 Gästen und rund 1,3 Millionen Übernachtungen sowie bei rund 24 Millionen Tagesgästen für 2008 erneut ein positiver Trend abzeichnet."

Besonders positiv sind die Übernachtungszahlen in Bad Soden-Salmünster, Ronneburg und Gründau, ausgehend allerdings von einem unterschiedlichen Niveau. Der Main-Kinzig-Kreis ist nach vorläufigen Ergebnissen - die offiziellen Zahlen liegen noch nicht vor - mit den Kreisen Waldeck-Frankenberg (Waldhessen) und Fulda (Rhön) "Übernachtungsspitzenreiter" der Kreise in Hessen. "Das ist der Erfolg aller Verantwortlichen der Tourismusbranche in der Gesundheits- und Erholungsregion zwischen Spessart, Kinzigtal und Vogelsberg", so Tourismusdezernent Günter Frenz, der allen touristischen Leistungserbringern seinen herzlichsten Dank aussprach. Frenz brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Bemühungen allseits sehr groß sind, optimal zusammenzuarbeiten und alle Synergieeffekte effektiv zu nutzen.

So hat sich das Referat für Tourismus und Marketing des Main-Kinzig-Kreises unter dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" mit mehreren Partnern bereits zum vierten Mal an einem gemeinsamen Stand auf der Wächtersbacher Messe präsentiert. "Und Ausdruck größter gemeinsamer Aktivitäten ist auch der Auftritt auf der weltweit größten Tourismusmesse, der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB), wo neben dem Tourismusreferat auch die Städte Steinau, Bad Soden-Salmünster, Schlüchtern und Hanau für ihre Angebote geworben haben. Weitere Messeauftritte mit unterschiedlichen heimischen Tourismuspartnern waren 2008 in Hamburg, Frankfurt und Leipzig, "wobei besonders die Auftritte in der Messestadt Leipzig wegen der großen Nachfrage nach Gesundheitsangeboten in den beiden Kurstädten und die gemeinsame Rhein-Main-Präsentation auf der Imex (Kongress- und Tagungsmesse) in Frankfurt echte Werbehighlights darstellten", so der Tourismusdezernent.

Kräfte erfolgreich gebündelt

Bündelung der Kräfte, Nutzung der Synergieeffekte und strategische Abstimmung waren auch die Gründe für den Eintritt des Main-Kinzig-Kreises in die bayerische Tourismusorganisation Spessart-Mainland. Intensiviert wurde die Zusammenarbeit mit den Tourismusorganisationen des Vogelsbergs und der Rhön mit der neuen Bahnradroute von der Milseburg bis nach Hanau und der Rhein-Main-Region im Arbeitskreis Tourismus, in dem die Tourismuswerbung für die gesamte Region abgestimmt wurde, so etwa auch für die großen internationalen Messen in Wien, Mailand und Utrecht.

Die Rhein-Main Werbekonzeption (Internet und Printmedien) reiht sich ihervorragend in die fünf Werbemittel Wander- und Radwanderbroschüre, Veranstaltungskalender, Pauschalangebote und Imagebroschüre - des Referats für Tourismus und Marketing ein. Frenz: "Insbesondere die Imagebroschüre mit integriertem Gastgeberverzeichnis und Gaststättenführer war wieder ein echter Renner." Rund 20.000 Broschüren sind an den (zukünftigen) Gast gebracht worden. Der Tourismusdezernent: "Wir konnten damit ein optimales Informationskonzept verwirklichen, wobei sich der "Spessart-Werbebaum" am Rasthof in Schlüchtern als Volltreffer erwies.

Vermarktung der heimischen Produkte

Das Referat Tourismus und Marketing hat sich auch intensiv ums Binnenmarketing gekümmert. Schwerpunkt war dabei die Vermarktung des Main-Kinzig-Kreises als Messe- und Märkte-Zentrum mit weit über 120 Veranstaltungen und als Region mit hervorragenden heimischen Produkten wie Spessartforelle, Spargel, Wildbret und Äpfel. Tourismusdezernent Frenz: "Wir haben für die Vermarktung der heimischen Produkte nicht nur die Dachmarke "Route 66 ... schlemmen und die Natur genießen" kreiert, sondern den Verzehr von Spessartforelle, Spargel, Apfel, Reh oder Hirsch in renommierten Gaststätten (und natürlich auch zu Hause) mit touristischen Highlights wie dem Besuch des Erlebnisparks in Steinau oder einer Kur in unseren medizinisch anerkannten Kliniken in Bad Soden-Salmünster und Bad Orb ideal verbunden. Fischwochen, Spargel -Gala, Apfel-Gala mit der Keltersaisoneröffnung und "Wilde Zeiten" sind bereits nach kurzer Zeit zu bekannten Markenzeichen geworden."

Positiv würdigte Frenz 2008 auch die Arbeit der Regionalpark Ballungsraum FrankfurtRhein GmbH, für die das Referat für Tourismus und Marketing zuständig ist. Der Regionalpark hat die Aufgabe, ein Netz von landschaftlich und touristisch reizvollen Wegen entstehen zu lassen, wobei kulturelle, wirtschaftliche und historische Elemente in die Ausgestaltung mit einfließen. Im Jahre 2008 konnte die Gestaltung des Limesradswegs von Altenstadt bis Hammersbach fortgesetzt werden.

Und in Bad Soden-Salmünster wurde der Bewilligungsbescheid für die Arena in der Salz übergeben. Frenz: "Die "Arena in der Salz" soll ein Freilufttheater mit halbkreisförmigen Sitzstufen in den Böschungsbereichen der Salz werden." Der Fluss soll temporär mit einer Bühne von 150 m² überbaut werden und Veranstaltungen dienen, wie beispielsweise "Klassik an der Salz" oder "Salz in Flammen".

Außerhalb der Spielzeiten schießt eine über 10 Meter hohe Fontäne aus der Salz - so hoch, wie der artesische König-Heinrich-Sprudel ohne Drosselung. Frenz: "Wir hoffen aufgrund des Alleinstellungsmerkmals in Hessen, dass die "Arena in der Salz" ein ebenso großer touristischer Renner wird wie die vor kurzem eröffnete Totes - Meer - Salzgrotte in der Spessart -Therme. "Vor allem Menschen mit Haut- und Atemwegserkrankungen, aber auch Menschen mit Krankheiten des Kreislaufsystems erfahren hier Linderung.

In Langenselbold wurde die Ausgestaltung des bekannten Hessischen Fernradwegs R 3 und der Renaturierung der Gründau Maßnahmen weitergeführt. In Anknüpfung an das Regionalparkprojekt "Weg an der Gründau" hat die Stadt die Umgestaltung der Gründauaue im Bereich ehemaliger Sportplätze in Augenschein genommen. Mit dem Grünzug entlang der Gründau und damit dem Ausbau einer innerstädtischen Parkanlage sollen die Ansprüche von Naherholung und Hochwasserschutz miteinander verbunden werden. Frenz: " Das Projekt ist hervorragend als Anschauungs- und Werbeobjekt für den gesamten Regionalpark im Rahmen des Hessentages 2009 geeignet. Mit Blick auf das Jahr 2009 sieht der Tourismusdezernent den Hessentag vom 5. bis 14 Juni 2009 als das herausragende touristische Ereignis für das Jahr 2009 an, bei dem sich auch die Tourismusregion zwischen Spessart und Vogelsberg optimal präsentieren wird.

Landtagswahl am 18. Januar: Die Vorschläge für den Main-Kinzig-Kreis

20. Dezember. - Der Kreiswahlausschuss hat am Freitag (19. Dezember) über die Zulassung der Vorschläge zur Landtagswahl am 18. Januar 2009 entschieden. Demnach gehen in den drei Wahlkreisen im Main-Kinzig-Kreis folgende Bewerberinnen und Bewerber ins Rennen. Die Reihenfolge der Kreiswahlvorschläge richtet sich nach der Landesliste.

Landtagswahlkreis 40 Main-Kinzig I

Christlich Demokratische Union Deutschlands
Klein, Hugo, Dipl.-Ingenieur, geb. 1953 in Neuenhaßlau
63579 Freigericht, St.-Vincenz-Straße 3
Ersatzbewerber:
Reul, Michael, Dipl.-Volkswirt, geb. 1967 in Frankfurt a. M.
63486 Bruchköbel, Im kleinen Feld 10

Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Degen, Christoph, Sonderpädagoge, geb. 1980 in Offenbach a. M.
63543 Neuberg, Langenselbolder Straße 2 b
Ersatzbewerberin:
Bechtold, Karin, Kaufmännische Angestellte, geb. 1964 in Frankfurt a. M.
63594 Hasselroth, Mühlbachstraße 11

Freie Demokratische Partei
Noll, Alexander, Dipl.-Verwaltungswirt MPA, geb. 1960 in Hanau
63538 Großkrotzenburg, Kreuzburgstraße 2
Ersatzbewerberin:
Pfeil, Anke, Rechtsanwältin, geb. 1973 in Frankfurt a. M.
61137 Schöneck, Heinz-H.-Karry-Straße 31

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Dr. Neuer-Markmann, Barbara, Biologin, geb. 1953 in Heidelberg
61137 Schöneck, Hainstraße 13
Ersatzbewerberin:Rixecker, Claudia, Marketing-Referentin, geb. 1966 in Düsseldorf
61137 Schöneck, Nidderauer Straße 17

DIE LINKE
Müller, Andreas, Gewerkschaftssekretär, geb. 1964 in Ulm
63579 Freigericht, Tulpenweg 3
Ersatzbewerber:
Vogl, Bernd, Technischer Betriebswirt, geb. 1959 in Mainz
63584 Gründau, Hainstraße 100

Nationaldemokratische Partei Deutschlands
Hilpert, Bernd, Angestellter, geb. 1965 in Hanau
63584 Gründau, Berliner Straße 13
Ersatzbewerber:
Böhm, Ralph, Rentner, geb. 1947 in Bad Tölz
63505 Langenselbold, Bergstraße 14

Landtagswahlkreis 41 Main-Kinzig II

Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU
Lenz, Aloys, Ltd. Schulamtsdirektor a. D., geb. 1943 in Hanau
63538 Großkrotzenburg, Auf die Haingärten 6
Ersatzbewerber:
Zeller, Tom, Kaufmännischer Angestellter, geb. 1979 in Büdingen
63571 Gelnhausen, Fischerweg 8

Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Straub, Thomas, Dipl.-Chemiker, geb. 1960 in Großauheim
63457 Hanau, Hanauer Landstraße 22 b
Ersatzbewerberin:
Schwarzenberger, Ute, Personalleiterin, geb. 1954 in Kahl a. M
63456 Hanau, Gailingsweg 11

Freie Demokratische Partei
Braun, Siegmund, Bankangestellter, geb. 1944 in Großhartmannsdorf
63454 Hanau, Fichtelgebirgsstraße 13
Ersatzbewerber:
Schäfer, Frederik, Student, geb. 1981 in Hanau
63477 Maintal, August-Bebel-Straße 6

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Hunn, Heinz, Staatl. gepr. Nachrichtentechniker, geb. 1955 in Langendiebach, 63526 Erlensee, Kleiststraße 8
Ersatzbewerberin:
Bös, Milena, Studentin, geb. 1982 in Frankfurt a. M.
63526 Erlensee, Marköbeler Straße 12

DIE LINKE
Feistel, Ulrike, Chem.-techn. Assistentin, geb. 1966 in Bremen
63454 Hanau, Auf den Römerkastellen 35
Ersatzbewerberin:
Pektas, Emine, Bürokauffrau, geb. 1961 in Akcadag
63457 Hanau, Ernst-Reuter-Straße 16

DIE REPUBLIKANER
Förster, Bert Rüdiger, Rentner, geb. 1942 in München
63456 Hanau, Thüringer Straße 9
Ersatzbewerberin:
Fuhrmann, Brigitte, Industriekauffrau, geb. 1951 in Frankfurt a. M.
63477 Maintal, Mainkurstraße 18

Nationaldemokratische Partei Deutschlands
Knebel, Daniel, Angestellter, geb. 1984 in Hana
63517 Rodenbach, Odenwaldstraße 26
Ersatzbewerberin:
Happel, Kerstin, Auszubildende, geb. 1986 in Hanau
63584 Gründau, Hainstraße 49 a

Landtagswahlkreis 42 Main-Kinzig III

Christlich Demokratische Union Deutschlands
Dr. Müller, Rolf, Staatssekretär a. D., geb. 1947 in Gelnhausen
63571 Gelnhausen, Ulmenstraße 9
Ersatzbewerberin:
Weise, Maja, Rechtsanwältin, geb. 1959 in Frankfurt a. M.
36381 Schlüchtern, Feierabendgrund 26

Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Lotz, Heinz, Schornsteinfegermeister, geb. 1954 in Marjoß
36396 Steinau a. d. Str., Hainbergstraße 8
Ersatzbewerber:
Habekost, Oliver, Geschäftsführer, geb. 1977 in Bad Soden-Salmünster
36391 Sinntal, Gronaublick 44

Freie Demokratische Partei
Ommert, Patrick, Dipl.-Rechtspfleger, geb. 1980 in Bad Soden-Salmünster
36381 Schlüchtern, Eckelsweg 4
Ersatzbewerber:
Silken, Hendrik, Student, geb. 1984 in Sande
63571 Gelnhausen, Goldhohlstraße 11

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Mack, Daniel, Student, geb. 1986 in Bad Soden-Salmünster
63619 Bad Orb, Wächtersbacher Weg 31
Ersatzbewerber:
Böttcher, Klaus, Technischer Angestellter, geb. 1958 in Bremen
63589 Linsengericht, Hofstraße 4

DIE LINKE
Müller, Ruben, Krankenpfleger, geb. 1971 in Frankfurt a. M.
36396 Steinau a. d. Str., Spessartstraße 10
Ersatzbewerberin:
Silberling-Antoni, Angelika, Rentnerin, geb. 1947 in Gedern
63607 Wächtersbach, Siedlungsstraße 25

DIE REPUBLIKANER
Marhauer, Frank, Forstbeamter, geb. 1957 in Sibbesse
36396 Steinau a. d. Str., Lerchenfeldweg 2
Ersatzbewerberin:
Schulze, Sigrid, Fraktionsgeschäftsführerin, geb. 1966 in Bad Homburg
63636 Brachttal, Am Bahnhof 3

Nationaldemokratische Partei Deutschlands
Ullmann, Frank, Haustechniker, geb. 1966 in Meerholz
63571 Gelnhausen, Odenwaldstraße 18
Ersatzbewerber:
Hölzinger, Marcus, Selbstständig, geb. 1976 in Büdingen
63654 Büdingen, Waldstraße 1

Landrat Pipa: Kampf für Standort in Mottgers hat sich gelohnt

2. Januar. - "Der Kampf für den Standort in Sinntal-Mottgers hat sich gelohnt", fasst Landrat Erich Pipa den Abschluss der Suche nach einem Investor für den im Oktober insolvent gegangenen Wohnwagen- und Wohnmobilhersteller Knaus-Tabbert zusammen. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé und Knaus Tabbert am Neujahrstag in Jandelsbrunn erklärten, übernimmt der niederländische Firmensanierer HTP Investments das Unternehmen.

Am Standort in Mottgers sollen nach Angaben von Jaffé 205 Arbeitsplätze erhalten bleiben. "Natürlich haben wir dafür gekämpft, dass alle Arbeitsverhältnisse in Mottgers fortgeführt werden. Trotzdem müssen wir uns in der aktuellen Situation mit diesem Ergebnis zufrieden geben", erklärt Pipa.

"Unsere Vorgehensweise für Tabbert in Mottgers war absolut richtig", bilanziert der Landrat. Mit der gemeinsamen Fahrt mit den Mitarbeitern nach München, dem Solidaritätsfest und dem Druck, den alle Beteiligten aufgebaut hätten, seien wichtige und lautstarke Signale in Richtung Insolvenzverwalter gesandt worden. "Wir haben Wort gehalten und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht alleine im Regen stehen lassen", betont Pipa. Die heimischen Sparkassen im Main-Kinzig-Kreis und in Bad Kissingen wären sogar bereit gewesen, eine Teilfinanzierung mit auf die Beine zu stellen. Als vorbildlich bezeichnete Pipa die Landesgrenzen überschreitende Zusammenarbeit mit seinem Amtskollegen Thomas Bold aus dem bayrischen Landkreis Bad Kissingen. Ebenso gut sei die Verbindung zu Standortbürgermeister Carsten Ullrich und der IG Metall gewesen. "Alle Mitstreiter hier auf der lokalen Ebene haben viel Zeit und Engagement investiert und gut zusammengearbeitet, um das bestmögliche Ergebnis für Mottgers zu erzielen", so Pipa. Die Übernahme des Unternehmens durch HTP hält Pipa für die "beste Lösung, die in diesem Prozess gefunden werden konnte". Zwar habe er sich auch für eine "hessische Variante" mit der Herauslösung des Standortes Mottgers aus dem Gesamtbetrieb stark gemacht, doch sei diese daran gescheitert, dass keiner der beiden Interessenten ein verbindliches Angebot abgegeben habe.

Nun sei die Hoffnung groß, dass der neue Eigentümer das Unternehmen wieder in die Erfolgsspur zurückführe, "damit langfristig die Mitarbeiterzahlen in Mottgers wieder steigen", unterstreicht Pipa.

Kreisbeigeordneter Kavai drückt aufs Tempo: Infrastruktur muss Vorfahrt haben

17. Dezember. - Seit 25 Jahren wird über den Lückenschluss zwischen der A66 und der A661 im Frankfurter Osten diskutiert, nun dürfte er bald kommen: "Der Bund hat die Finanzierung gesichert. Das ist ein Weihnachtsgeschenk für die Pendler aus dem Kinzigtal", sagt der Verkehrsdezernent des Main-Kinzig-Kreises, Dr. André Kavai. Der Abschnitt, der die Autobahnen 66 und 661 verbinden soll, ist nur rund zwei Kilometer lang, dennoch zieht sich die Planung des Projekts bereits seit über einem Vierteljahrhundert hin.

"Ich freue mich für die rund 60.000 Pendler die jeden Tag in den Frankfurter Osten fahren und dort mit lästigen Staus aufgehalten werden. Die Maßnahme ist mehr als überfällig", so der Kreisbeigeordnete weiter. Die Bundesregierung habe die Finanzierung des Lückenschlusses genehmigt und für den Ausbau dieser Strecke 173,6 Millionen Euro zugesichert. Mit diesem Signal kann es dann bereits im nächsten Jahr zum Spatenstich kommen, ein Planfeststellungsbeschluss liegt auch vor.

Gerade für das Wachstum im Main-Kinzig-Kreis habe diese Baumaßnahme eine besondere Bedeutung. Denn entlang der A66 hätten sich zahlreiche Gewerbegebiete entwickelt. Auch wurden von den jeweiligen Kommunen im Einzugsbereich der Autobahn in den vergangenen Jahren neue Wohnquartiere erschlossen. "Hier sind eine Vielzahl der Pendler zu Hause, die auf den Ausbau gewartet haben", sagt Kavai.

Der Verkehrsdezernent betont, dass der Lückenschluss der Autobahn allerdings nicht die einzige Fortentwicklung der Infrastruktur bleiben dürfe. Dr. Kavai machte in der jüngsten Strukturausschuss-Sitzung des Kreistags deutlich, welche Bedeutung das Thema Infrastruktur hat: "Wie der Kreis in Zukunft angebunden und verbunden ist, entscheidet darüber, ob sich morgen Betriebe bei uns ansiedeln, Familien in unsere Städte und Gemeinden ziehen und Pendler vernünftig und zur Arbeit kommen".

Priorität hat, dass die Projekte Zug um Zug Wirklichkeit werden: "Planen, hoffen, warten: All das hilft uns nicht weiter. Das ist Esoterik pur". Deswegen stimmen ihn die jüngsten Erfolge hoffnungsfroh:

· So haben nach 35 Jahren endlich die längst überfälligen Bauarbeiten für den Bahnübergang in Gelnhausen begonnen.

· Gut sieht es auch bei der Niddertalbahn aus. "Nach jahrelangen gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten ist die Modernisierung der Strecke und abgeschlossen. Das nun erheblich verbesserte Angebot gilt es zu halten", freut sich Kavai. Der Kreistag hatte die Voraussetzungen für den Ausbau der Strecke geschaffen und jährlich eine Beteiligung von 260.000 Euro an den laufenden Betriebskosten zugesagt.

· Zufrieden ist der Kreisbeigeordnete auch, dass die Bahnhöfe in Sinntal-Sterbfritz und Sinntal-Jossa zwischenzeitlich modernisiert werden sollen und damit Anbindungen an das ICE-Angebot im Bahnhof Fulda geschaffen sowie Umsteigemöglichkeiten in Richtung Gelnhausen-Hanau-Frankfurt sichergestellt wurden. "Kernpunkt hierfür sind barrierefreie Zugänge und die Erhöhung der Bahnsteige", berichtet Kavai. Die Baukosten seien auf 1,7 Millionen Euro geschätzt worden, der Auftrag ist seit August 2008 vergeben. "Hier brauchen wir einen langen Atem" so der Kreisbeigeordnete weiter.

· Weiterhin werden im Kreis zahlreiche Busbahnhöfe erneuert. "Aktuell sind vier neue Busbahnhöfe in Planung: An der Kopernikusschule Freigericht, der Käthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold, dem Schulzentrum in Gelnhausen und dem Bahnhof in Gelnhausen", zählt Dr. Kavai auf. Drei davon seien reine Schulbahnhöfe.

Diese Erfolge dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht das erreicht ist, was den Kreis nachhaltig weiter bringe und in Sachen Nahverkehr nachhaltig fit macht. Hierzu zählt er den unumgänglichen viergleisigen Ausbau der Schnellbahnstrecke Hanau-Fulda: "Hier stehen der Bund und die Bahn auf der Bremse. Hier wird trotz aller Bemühungen auf allen Ebenen sicher vor 2019 nichts passieren", so der Verkehrsdezernent.

Und natürlich die nordmainische S-Bahn von Hanau über Maintal nach Frankfurt. Hier laufen bereits seit Anfang der 80er Jahre die Planungen. "Hier muss der Kreis Gas geben, damit schnellstmöglich der notwendige Bau- und Finanzierungsvertrag abgestimmt und von Gremien möglichst im Jahr 2009 abgesegnet wird. "Ich will, dass 2012 gebaut wird", betont Dr. Kavai.

Mit Sorge berichtet er von aktuellen Notwendigkeiten im verkehrsplanerischen Bereich und deren Finanzierung. "Wir wissen nicht, wie viel Geld ab 2014 für den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs zur Verfügung steht. Gleichzeitig müssen wir aber heute schon über 2019 hinaus planen". Mit dem Auslaufen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetztes im Jahr 2013 sind Antworten der Landespolitik gefragt. "Das muss ins Bewusstein gerückt werden und da brauchen wir auch die Landespolitiker vor Ort, die das einfordern", schließt Kavai.

AQA im Dezember: Leichter Anstieg der Langzeitarbeitslosen

6. Januar. - Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Main-Kinzig-Kreis ist im Monat Dezember leicht angestiegen. 7.218 Personen befanden sich im Dezember im Leistungsbezug, das sind 23 Personen mehr als im Vormonat.

"Der saisonale Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit im Main-Kinzig-Kreis fällt noch vergleichsweise gering aus", berichtet Landrat und Sozialdezernent Erich Pipa. Deutlich zurückgegangen ist im Dezember die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden konnten. Mit 143 liegt sie deutlich unter denen des Vormonats (189) und noch deutlicher unter denen des Vorjahresmonats. Damals konnte die AQA 362 Männer und Frauen zurück auf den ersten Arbeitsmarkt bringen.

"Die Arbeitgeber reagieren bereits sehr zurückhaltend, was die Einstellung neuer Arbeitskräfte angeht", bilanziert Erich Pipa. Der Landrat führt dies auf den konjunkturellen Abschwung der vergangenen Wochen zurück. "Die Arbeitgeber wollen zunächst einmal die Entwicklung in ihrer Branche beobachten."

Angesichts des Konjunktur-Umschwungs schätzt Pipa die Chancen für Langzeitarbeitslose in den kommenden Monaten als "schwierig" ein. Erschwerend hinzu kommt das von der Bundesregierung verabschiedete Gesetz zur "Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente". Das in der Beratung von Pipa vehement kritisierte Gesetz schmälert die Zukunftschancen der Langzeitarbeitslosen zusätzlich. "In vielen Fällen sind uns im neuen Jahr die Hände gebunden, sind unsere Handlungsmöglichkeiten vor Ort extrem eingeschränkt", ärgert sich der Landrat. Der administrative Aufwand hingegen werde enorm steigen. "Allein die jetzt notwendig gewordenen internen Umstrukturierungen bedeuten einen hohen Verwaltungsaufwand", kritisiert Erich Pipa.

Trotz der Widrigkeiten zieht der Landrat eine positive Bilanz des Jahres 2008. Trotz der Flut von zum Teil mehr als 500 Neuanträgen pro Monat sei die Zahl der Langzeitarbeitslosen weiter gesunken. Zählte der Main-Kinzig-Kreis im Dezember 2005 noch 10.114 Langzeitarbeitslose, waren es im Dezember 2008 noch 7.218.