Fördermittel des Bundes in Höhe von 3,85 Millionen Euro verteilt 29. Januar. – Ab 2013 gilt der Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz auch für Kinder vom vollendetem ersten bis zum dritten Lebensjahr. „Um diese Bedarfslücke nun zu schließen, unterstützen wir mit Nachdruck den Ausbau der Angebote in unseren Städten und Gemeinden“, sagt Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai. Rund 3,85 Millionen Euro fließen allein in diesem Jahr im Main-Kinzig-Kreis in die Erweiterung der Kinderbetreuung. „Wir haben uns immer wieder dafür eingesetzt, dass die entsprechende Förderrichtlinie des Bundes nun auch in Hessen im Sinne der Kommunen umgesetzt wird“, informiert Kavai. Denn leider habe man sich in Wiesbaden damit viel Zeit gelassen. Für das laufende Jahr können die Städte und Gemeinden, freie Träger sowie Tagespflegepersonen in einem zweiten Antragslauf bis 15. Mai entsprechende Anträge formulieren. Aktuell stehen noch etwa 1,2 Millionen Euro für zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder bis drei Jahre zur Verfügung. Rund 2,6 Millionen Euro sind für das laufende Jahr schon verplant. Eingeschlossen sind die Fördermittel für die Anträge, die im vergangenen Jahr nicht mehr berücksichtigt werden konnten. „In den vergangenen beiden Jahren haben wir bereits 406 zusätzliche Plätze mit rund 2,9 Millionen Euro unterstützt“, erläutert Kavai. In diesem Jahr sieht die Planung weitere 377 Plätze vor. Davon sind schon rund 300 konkret beantragt. Sowohl der Jugendhilfeausschuss als auch der Kreisausschuss haben das vereinbarte Verfahren als positiv bewertet. Dabei setzt das Jugendamt auf eine weiterhin enge Zusammenarbeit mit den Kommunen. Sollte die Zahl der Anträge bis zum 15. Mai das in Aussicht gestellte Finanzvolumen übersteigen, wird für den zweiten Antragslauf 2010 eine Reihenfolge entsprechend des mit allen Beteiligten abgestimmten Priorisierungsverfahrens sowie der jeweiligen Ausbauplanung erstellt. Wie der Jugenddezernent betont, sei das gemeinsame Ziel ein möglichst flächendeckendes Angebot an professioneller Kinderbetreuung. Damit werde eine Bedarfslücke in diesem Bereich geschlossen. „Es ist für uns als familienfreundlicher Kreis selbstverständlich, dass wir hier mit großem Einsatz am Ball bleiben“, kündigt Kavai an. |