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Presse >> 2003 >> Pressemitteilungen vom 15. bis 19. Dezember 2003
Aktualisiert am: 03.09.2010
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51. Woche

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Die Pressemitteilungen werden wöchentlich vom Referat für Presse und Information des Main-Kinzig-Kreises zusammengestellt.

Telefon: 06051/85-12252 oder -12320
E-Mail: presse@mkk.de


Weihnachts- und Neujahrsgr??e von Landrat Eyerkaufer

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

am Ende des Jahres 2003 steht eine zunächst ernüchternd wirkende Erkenntnis: Die bisherige Aufgabenverteilung in unserem Staatswesen hat ausgedient. Bestes Beispiel sind die Haushalte der Kreise, Städte und Gemeinden. Bund und Länder weisen den Kommunen ständig neue Aufgaben zu. Gleichzeitig aber sinken die Einnahmen, verursacht durch die schlechte Wirtschaftslage. Ein enormer Druck, den wir selbst mit strengsten Sparprogrammen kaum abfangen können.

Umso mehr sind wir gefordert, unsere Möglichkeiten vor Ort auszuschöpfen und eine zukunftsfähige Gemeinschaft zu bilden. Hier liegt die Chance in der Krise: Wir können zu einer neuen Bürgergesellschaft kommen. Und wir können uns jetzt aufstellen, um ganz vorne am Start zu sein, wenn sich die Großwetterlage wieder bessert.

Auf diesem Weg haben wir im vergangenen Jahr viel erreicht. Schon seit drei Monaten in Folge verzeichnen wir im Main-Kinzig-Kreis die niedrigsten Arbeitslosenquoten in Südhessen und die zweitniedrigsten im ganzen Land. Gleichzeitig können wir die Zahl der Sozialhilfeempfänger etwa auf dem Niveau des Vorjahres halten, während sie bundesweit um rund fünf Prozent steigt. Erfolge, die nur möglich sind, weil wir Arbeit und Beschäftigung selbst schaffen und uns dabei nicht auf andere verlassen. Unser regionaler Pakt mit den Betrieben der Region ist der Schlüssel dazu.

Wir unterstützen die Familien mit zahlreichen Angeboten wie Elterntraining, Erziehungsberatung und Betreuung, dem Tagesmütterprogramm sowie dem Aufbau von Ganztagsschulen, den wir gezielt vorantreiben - nicht trotz, sondern gerade wegen der schwierigen Zeiten.Fast 20 Millionen Euro investierten wir in diesem Jahr in die Sanierung und Ausstattung unserer 102 Schulen. Trotz der großen finanziellen Schwierigkeiten lassen wir nicht nach, wenn es um die Zukunft unserer Kinder geht.

Dass es sich lohnt, selbstbewusst eigene Wege zu gehen, zeigt sich auch in anderen Bereichen. Das Main-Kinzig-Forum, unsere zentrale Kreisverwaltung in Gelnhausen, existierte im vergangenen Jahr um diese Zeit noch nicht einmal auf dem Papier. Inzwischen haben bereits die Bauarbeiten begonnen. An die Stelle 20 verstreuter Haupt- und Außenstellen wird eine neue Dienstleistungsadresse treten. Wenn das Main-Kinzig-Forum 2005 in Betrieb geht, werden wir damit drei mal mehr Personalkosten sparen als wir Miete für das neue Haus zahlen müssen.

Leider gab es auch 2003 wieder Ereignisse, auf die wir nur reagieren konnten. Ich denke an die Hochwasser zu Jahresbeginn. Hier wendeten engagierte Helferinnen und Helfer der verschiedenen Rettungsorganisationen das Schlimmste ab. Kaum waren die Fluten zurückgegangen, drohte von anderer Stelle neues Unheil: Fachleute mussten sich mit einem drohenden Pockenalarm und der Lungenkrankheit SARS auseinandersetzen. Diese Gefahren wurden abgelöst durch die enorme Hitze der Sommermonate mit zahlreichen Einsätzen unserer Freiwilligen Feuerwehren.

Jeder Mensch setzt solche Ereignisse zu seiner ganz persönlichen Jahresbilanz zusammen. Meine lautet: Wir sind dort erfolgreich, wo wir selbst gestalten und Verantwortung vor Ort übernehmen - jeder an seinem Platz. So sichern wir auch in schwierigen Zeiten unsere wichtigsten Güter: Frieden, Freiheit und Demokratie. Ganz in diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen schwungvollen und optimistischen Start ins neue Jahr.

Herzlichst

Ihr Karl Eyerkaufer

Landrat

Unverst?ndnis ?ber Beh?rdenabzug: 288 Beamte verlassen den Kreis

MAIN-KINZIG-KREIS. Mit Unverständnis und Verärgerung hat Landrat Karl Eyerkaufer den bevorstehenden Abzug etlicher Landesdienststellen aus dem Main-Kinzig-Kreis zur Kenntnis genommen. Mit 288 Personalstellen verliert ausgerechnet der mit rund 410.000 Bürgerinnen und Bürgern größte Landkreis mit großem Abstand die meisten Landesbediensteten in ganz Hessen. "Mit Bürgernähe hat das nichts mehr zu tun", tadelt Landrat Eyerkaufer den radikalen Rückzug des Landes aus der Fläche.

Das Katasteramt mit seinen bisherigen Dienststellen in Gelnhausen, Schlüchtern und Hanau wird durch eine Großbehörde in Büdingen (Wetteraukreis) ersetzt. Die Forstämter in Sinntal und Biebergemünd werden aufgelöst. Das Versorgungsamt in Gelnhausen wird nach Frankfurt verlegt. Aufgelöst wird das Bildungszentrum Milchwirtschaft, ebenfalls in Gelnhausen. Bereits zuvor bekannt war die Auflösung des Staatlichen Umweltamtes Hanau.

Ich habe Verständnis für Sparmaßnahmen, hätte mir allerdings gewünscht, dass Wiesbaden den Rotstift mit mehr Augenmaß ansetzt“, kritisiert der Landrat. Am Beispiel des Katasteramtes macht Eyerkaufer deutlich, dass es ihm nicht bloß um Standortinteressen geht. Erst 1997 habe das Katasteramt gemeinsam mit dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Gelnhausen neue Räume in der ehemaligen Coleman-Kaserne bezogen. 15 Millionen Mark investierte das Land damals in die Sanierung. Die Räume seien nicht voll belegt. In Büdingen werde unterdessen händeringend nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht. „Was das mit Operation Zukunft zu tun haben soll, ist schwer nachzuvollziehen“, wundert sich Eyerkaufer.

Enttäuscht zeigt sich der Landrat über den offensichtlich unzureichenden Einfluss der heimischen CDU-Landtagsabgeordneten. Bereits im vergangenen Monat hatte Eyerkaufer öffentlich auf die Pläne der Landesregierung aufmerksam gemacht, beispielsweise die 49 Katasterämter zu landesweit sieben Ämtern für "Bodenmanagement" zusammen zu legen. Der Landrat hatte zugleich die Absicht des Landes öffentlich gemacht, eines dieser neuen Ämter nicht im Main-Kinzig-Kreis, sondern im Wetteraukreis zu platzieren.

"Leider ist es unseren Landtagsabgeordneten trotz meiner frühzeitigen Warnungen nicht gelungen, den Main-Kinzig-Kreis als Standort durchzusetzen", zeigt sich Eyerkaufer von der heute offiziell verkündeten Entscheidung enttäuscht.

Landrat Eyerkaufer sieht in den aktuellen Entscheidungen der Landesregierung keine Behördenreform, sondern einen phantasielosen Kahlschlag. „Eine intelligente Funktionalreform führt staatliche Aufgaben zum Bürger hin und nicht von ihm weg“, erneuert Landrat Eyerkaufer sein Credo in der regionalpolitischen Debatte: "Die Landesverwaltung kann sich nur sinnvoll verschlanken, indem sie Aufgaben nach unten an Kreise und Kommunen abgibt – dorthin wo Ortskenntnis und Bürgernähe herrschen." Leider geschehe momentan das Gegenteil.

Vor diesem Hintergrund bestätigt sich einmal mehr die Entscheidung des Kreises für den Bau des Main-Kinzig-Forums in Gelnhausen. Eyerkaufer: "Mit der Zentralisierung in der Mitte des Kreises zeigen wir wie die Balance zwischen Sparmaßnahmen und bürgernaher Verwaltung tatsächlich funktioniert."

Aufgabe gemeistert: Kreis startet SAP-System

MAIN-KINZIG-KREIS. Nach einer kurzen Einweisung sorgten Landrat Karl Eyerkaufer und Finanzdezernent für den ersten Buchungsvorgang mit dem neuen SAP-System. Ein Projektteam der Verwaltung hatte in den vergangenen zehn Monaten den Umstieg auf die kaufmännische Buchführung vorbereitet.

Für Eyerkaufer und Frenz ist das Projekt bereits jetzt gelungen. "Zwar ist jetzt noch das gesamte Vermögen zu erfassen, die Eröffnungsbilanz zu erstellen und auch die Frage notwendiger Rückstellungen noch zu klären, doch wird der Kreisausschuss in den nächsten Tagen den ersten Produkthaushalt auf der Basis einer kaufmännischen Buchführung erhalten", erläutern sie den weiteren Fahrplan.

Mit der ersten Buchung am Montag, 15. Dezember 2003, wurde die Zielvorgabe des Kreistages eingehalten. "Das auch der vom Kreistag gesetzte finanzielle Rahmen eingehalten wurde, ist ein Beleg für die Professionalität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", so Eyerkaufer und Frenz. Für die Einführung des Systems sind 1,2 Millionen Euro veranschlagt.

Am 8. November 2002 hatte der Kreistag einstimmig beschlossen, die bisherige kameralistische Buchführung umzustellen. Die entsprechende Ausnahmegenehmigung, den Haushaltsplan 2004 erstmals auf Basis der kaufmännischen Buchführung aufzustellen, wurde beim Hessischen Innenministerium beantragt.

Unter Leitung von Andreas Sipf (Projektteam betriebswirtschaftliche Neuorientierung) und Kämmerer Uwe Bretthauer begann im Dezember vergangenen Jahres eine siebenköpfige Gruppe mit den Vorarbeiten. Orientierung lieferten die Grundeinstellungen aus dem Lahn-Dill-Kreis, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Stadt Dreieich. Als Berater für die fachspezifischen Einstellungen des ausgewählten SAP-Systems fungiert die Firma GES Systemhaus aus Wiesbaden.

"Für jeden Kaufmann eine Selbstverständlichkeit, in der Verwaltung jedoch ein Novum, war die Erarbeitung eines entsprechenden Sachkontenplan sowie die Definition der einzelnen Produktbereiche und Produkte", berichtet Uwe Bretthauer. Zum Teil konnte auf das bereits eingesetzte Kosten- und Leistungsrechnungsverfahren zurückgegriffen werden.

Weitere Schritte der Neuorientierung waren die Qualifizierung der Kernmannschaft aus Projektteam, Kämmerei und Kasse und die organisatorische Zusammenführung der bislang getrennten Bereiche Kreiskasse und Kämmerei zu einem Servicebereich Finanz- und Rechnungswesen.

Inzwischen sind mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in kaufmännischem Grundwissen und der Anwendung des neuen Buchungssystems geschult. Weitere Qualifikationen sind geplant.

"Bisher wurde die große Aufgabe hervorragend gemeistert", stellten Eyerkaufer und Frenz erfreut fest. In einigen Monaten seien die neuen Buchungsvorgänge für die Verwaltung eine Selbstverständlichkeit und auch der Kreistag werde sich schnell an die neue Darstellungsform gewöhnen.

In ihrem B?ro war (fast) alles m?glich: Chefsekret?rin Marita Becker geht

MAIN-KINZIG-KREIS. Bereits am ersten Arbeitstag belagerte ein Fernsehteam das Büro, um den "Regierungswechsel" im Landratsamt zu dokumentieren. Am 1. Februar 1987 zog Marita Becker als Sekretärin des frisch gewählten Landrates Karl Eyerkaufer in ihr Büro an der Eugen-Kaiser-Straße um.

Nach insgesamt 32 Jahren in der Kreisverwaltung freut sich die 60-Jährige jetzt auf ihren Ruhestand. Bereits am Montag, 22. Dezember, wird ihre Nachfolgerin im Vorzimmer des Landrates Platz nehmen. Marita Becker will dann ihre "neue große Freiheit" genießen, Freunde besuchen und mehr an sich denken, wie sie sagt.

"Die Arbeit hat mir Spaß gemacht", betont die Hanauerin. Auch wenn es ihr nicht leicht fiel, den Druck nach Feierabend hinter sich zu lassen. Denn die Arbeit im Vorzimmer eines Landrates vom Schlage Eyerkaufer hat mit einem normalen Sekretariatsjob wenig gemein.

Nach außen strahlt sie stets Ruhe und Gelassenheit aus. Ein Kreisbeigeordneter nannte sie schon einmal "den Fels in der Brandung" als die politischen Wellen wieder durch den ersten Stock des Landratsamtes peitschten. Und wenn zwischen Tagesordnung, Terminen und Telefon kurzzeitig alles durcheinander ging, flüchtete sich Marita Becker zumeist in Galgenhumor.

Schließlich ist es nicht nur ein rastloser Landrat und sein sich ständig verändernder Terminkalender der die Sekretärin in Atem hält. „Im Laufe der Jahre sind mir hier eine Reihe merkwürdiger Kandidaten begegnet“, erzählt sie.

Immer wieder musste sie Anfragen vom Landrat fernhalten und hat dabei selten Komplimente erhalten. "Gewitterziege" war noch eine der freundlicheren Vokabeln. Ein anderer Besucher wollte sich beschweren, dass "auf dem Mond die Parkplätze zu eng sind" und brachte alle sechs Wochen eine Dose Penatencreme für die Kinder des Landrates vorbei.

Gern erinnert sich Marita Becker an eine Braut mit weißem Kleid und roter Rose, die einem Mitarbeiter des Landrates das Ja-Wort entlocken wollte. Kurzerhand stellte Marita Becker das Büro zur Verfügung und ließ den Auserwählten erscheinen. Bereits nach wenigen Minuten war die Hochzeit geplant.

Auch privat hatte Marita Becker so manche Aufgabe zu bewältigen. Nach knapp sieben Jahren Ehe kehrte sie aus Frankfurt mit ihren beiden Söhnen zurück in ihr Elterhaus an der Corniceliusstraße in Hanau. Dennoch begann sie 1971 ganztägig in der Schulabteilung des Landkreises Hanau zu arbeiten. Ihre Qualifikation war eine kaufmännische Ausbildung bei der Firma Dunlop.Als der künftige Landrat Eyerkaufer ihr 1987 die Stelle im Vorzimmer anbot, waren die Kinder bereits erwachsen. "Sonst hätte ich das nicht machen können", betont sie. Nach einigen Tagen Bedenkzeit sagte sie zu. Der neue Chef war ihr nur als der Kreistagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende bekannt. "Der weiß Sie zu beschäftigen", warnte aber bereits eine erfahrene Kollegin.

Es folgte eine harte Schule. Nicht nur für die Sekretärin, auch für den neuen Landrat. "Er wird sich nicht nach mir richten", wusste Marita Becker und schon bald hatte sie sich auf die neue Arbeitssituation eingestellt. "Wer bei Ihnen anklopfte, fand immer ein offenes Ohr und wusste seinen Vorgang in guten Händen", sagte Eyerkaufer anlässlich der Verabschiedung.

Schnell freundete sie sich auch mit dem Computer in ihrem Büro an. Gelernt hat sie den Umgang mit der modernen Technologie von Claus Kaminsky, dem heutigen Oberbürgermeister der Stadt Hanau, damals hauptamtlicher Ausbilder in der Kreisverwaltung.

Als zuverlässig, ehrlich und sehr verständnisvoll wird sie von ihrer Umgebung wahrgenommen. Landrat Eyerkaufer lobte das große Verantwortungsbewusstsein seiner langjährigen Mitarbeiterin. Stets habe sie die Ruhe bewahrt und sich durch besondere Freundlichkeit ausgezeichnet. Das bestätigten am Freitag zahlreiche Kolleginnen und Kollegen sowie ehemalige Beschäftigte mit zahlreichen Glückwünschen und einem langen Applaus.

Erfolgreiche Entsorgung: Belastete Wilhelm-Busch-Schule ist verschwunden

MAIN-KINZIG-KREIS. Von der ehemaligen Wilhelm-Busch-Schule in Maintal-Dörnigheim ist nur noch ein kleiner Haufen Trümmer und Staub übrig. Der Abriss der asbestbelasteten Gebäude ging in den vergangenen Monaten fachgerecht über die Bühne. Davon überzeugte sich jetzt Erster Kreisbeigeordneter Günter Frenz bei einem Besuch auf dem Gelände an der Eichendorffstraße.

"Jetzt kann hier endlich eine neues Kapitel aufgeschlagen werden", freute sich Frenz über den erfolgreichen Abschluss des Projektes. Der Vizelandrat dankte den beteiligten Firmen, der Stadt Maintal, der Verwaltung sowie dem Büro BTU aus Bruchköbel, das die Planung und Leitung der fachgerechten Entsorgung übernommen hatte.

Der finanzielle Rahmen von rund 400.000 Euro wurde eingehalten. Nun geht es an die Verwertung des Grundstückes. Zwei Drittel erhält die Stadt, die sich zu 50 Prozent an den Entsorgungskosten beteiligt hatte. "Ein Drittel der Fläche wird der Kreis für Wohnbebauung vermarkten", erläutert Erster Kreisbeigeordneter Frenz.

Aufgrund der guten Zusammenarbeit der verschiedenen Unternehmen sowie der umfassenden Information der Anwohner sind Probleme bereits im Vorfeld ausgeräumt worden. Ein direkter Nachbar stellte jetzt sogar seinen Garten für den zünftigen Abschluss des Projektes zur Verfügung: Alle Beteiligten trafen sich zu Kartoffelsuppe und Glühwein vor der Garage von Herbert Weier, ehemals Hausmeister der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Maintal.

Fast zehn Jahre hatten die Gebäude der ehemaligen Schule leergestanden. Noch vor drei Jahren war die Sanierung diskutiert worden. Im März diesen Jahres hatte das Bruchköbeler Büro unter der Leitung von Dr. Margit Führes den Auftrag für den Abbruch erhalten. Mit erfahrenen Unternehmen wurden dann die belasteten Bauteile herausgelöst und entsorgt. Eine Spezialmaschine zerkleinerte schließlich den Rest der ehemaligen Grundschule.

Gl?ckw?nsche an Weltfu?ballerin Birgit Prinz

MAIN-KINZIG-KREIS. Die frisch gekürte „Weltfußballerin des Jahres 2003“ kommt aus dem Main-Kinzig-Kreis. Grund genug für Landrat Karl Eyerkaufer, seiner Maintaler Mitbürgerin Birgit Prinz mit einem persönlichen Schreiben und einem Blumengruß zu gratulieren. Der Landrat würdigte er die, so wörtlich, „großartige sportliche Leistung für den Frauenfußball“.

Drei überragende Titel errang die Nationalspielerin vom FFC Frankfurt in diesem Jahr: Weltmeisterin, WM-Torschützenkönigin und nun auch den der „Weltfußballerin des Jahres“. Bei der Abstimmung des Weltverbandes Fifa unter 100 Nationaltrainerinnen und –trainern setzte sich die Stürmerin mit 268 Punkten deutlich durch. Die Auszeichnung der 26-Jährigen aus Dörnigheim war keine Überraschung. Bei der Weltmeisterschaft der Frauen in den USA wurde sie mit sieben Treffern Torschützenkönigin und darüber hinaus zur „besten Spielerin“ gekürt.

Mit 16 Jahren bereits spielte Birgit Prinz in der Nationalmannschaft und erzielte in bereits 111 Länderspielen 65 Tore. Sie gewann sieben Mal den DFB-Pokal, sechsmal die Deutsche Meisterschaft, einmal den US-Titel und den Uefa-Cup.