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| Schmallenberg-Virus |
| Chronischer Botulismus |
| Virale Hämorrhagische Septikämie der Kaninchen (RHD) in Deutschland |
RHD
Juli 2011 Dem Veterinäramt werden aktuell gehäuft Meldungen über plötzliche Todesfälle in Kaninchenbeständen zugetragen. Aufgrund des Krankheitsverlaufs bestand der Verdacht, dass die verlustreiche Kaninchenseuche RHD ausgebrochen ist. Bei zwei Tieren konnte der Erreger jetzt nachgewiesen werden. Die Virale Hämorrhagische Septikämie der Kaninchen (RHD) tritt in Deutschland immer wieder auf. Die Krankheit ist hochansteckend und verläuft in der überwiegenden Zahl der Fälle tödlich. Meist erkranken die älteren Tiere wohingegen junge Kaninchen gesund erscheinen, das Virus aber vermehren können. Kranke Tiere zeigen eine erschwerte Atmung, Nasenausfluss, Inappetenz und wirken abgeschlagen. Manchmal kommt es zu Krämpfen, Koordinationsstörungen oder Lähmungen. Weiterhin gibt es plötzliche Todesfälle. Das Virus kann von Tier zu Tier übertragen werden aber auch durch Kontakt mit kontaminiertem Material (Kot, Speichel, Urin; Felle, Futter, Einstreu, frisches Gras). Daneben können Fliegen und andere Insekten als Überträger fungieren. In trockener Umgebung bleibt das Virus bis zu drei Monate lang ansteckend. Zum vorbeugenden Schutz vor RHD sind mehrere Impfstoffe verfügbar. Das Veterinäramt empfiehlt die Bestände zeitnah durch den Tierarzt impfen zu lassen. Zu Ausstellungen sollten nur Tiere mit einem nachweislich belastbaren Impfschutz zugelassen werden. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich. |
| Maul und Klauenseuche in Europa |
Maul- und Klauenseuche (MKS) Januar 2011 In der Region Burgas in Bulgarien ist bei Wildschweinen die Maul- und Klauenseuche aufgetreten. Da Bulgarien Ziel für Jagdreisen verschiedener Anbieter ist, sollten insbesondere Klauentierhalter an solchen Reisen nur mit Bedacht teilnehmen. Sommer 2010 Maul und Klauenseuche in Asien Das Weltreferenzlabor für Maul- und Klauenseuche deutet die letzten Ausbrüche in Südkorea als Hinweis auf einen erheblichen und ansteigenden Infektionsdruck aus endemisch infizierten asiatischen Ländern. Durch illegalen Handel mit Nahrungsmitteln tierischer Herkunft und deren Mitnahme im Reiseverkehr besteht ein ständiges Risiko der Verschleppung der MKS. Auch dem Seuchenzug von 2001 (unter anderem in Großbritannien und den Niederlanden) gingen Ausbrüche in Südkorea und Japan voraus. Die Verbreitung nach Europa erfolgte damals durch die Verfütterung infektiöser Abfälle an Schweine. Daher weisen wir alle Landwirte nochmals auf die Bedeutung der Maßnahmen für eine gute Betriebshygiene hin. Weiterhin sollte das Betreten der Bestände durch betriebsfremde Personen auf wenige Ausnahmen beschränkt bleiben. |
| Klassische Geflügelpest Ausbruchsgeschehen 2011 |
Ausbrüche von geringpathogener Geflügelpest in 2011 In Nordrhein-Westfalen ist seit Mai 2011 in einigen Geflügelhöfen die gering pathogene Geflügelpest nachgewiesen worden. Gering pathogen bedeutet, dass diese Viren für Nutzgeflügel in der Regel nur gering ansteckend sind und für die menschliche Gesundheit keine Gefährdung besteht. Alle Geflügelhalter, die insbesondere seit April 2011 aus den Landkreisen Gütersloh und Paderborn in Nordrhein-Westfalen oder aus einer unbekannten Brüterei zugekauft haben, sollten verstärkt auf den Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit ihrer Tiere achten. Darüber hinaus seien generell gewisse Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten, um die Einschleppung von Krankheitserregern in die Geflügelbestände zu verhindern. Geflügelhalter sollten grundsätzlich darauf achten, kein Geflügel mit unbekanntem Gesundheitszustand zu erwerben. Halter von Hühnern, Enten, Gänsen, Fasanen, Perlhühnern, Rebhühnern, Tauben, Truthühnern, Wachteln oder Laufvögeln weisen wir auf die gesetzliche Pflicht zur Meldung der Art der gehaltenen Tiere und deren Haltungsform hin. Sofern noch nicht geschehen, sollten Halter ihre Bestände dem Veterinäramt melden. Niedrigpathogene Geflügelpest: Die Krankheitserscheinungen bei der Geflügelpest können milde verlaufen. Die Tiere, insbesondere Hühner oder Puten, haben häufig ein gesträubtes Federkleid, Fieber und verweigern Futter und Wasser. Manche zeigen Schnupfen mit Atemnot, Niesen und haben Ausfluss aus Augen und Schnabel. Es kann auch zu Durchfällen kommen. Die Legeleistung kann verringert sein oder ganz aussetzen, die noch gelegten Eier haben dünne verformte Eischalen oder die Kalkschale fehlt völlig. Es kann bei den Tieren jedoch auch zu vermehrten, plötzlichen Todesfällen kommen. Wassergeflügel zeigt meist keine oder nur sehr milde Krankheitserscheinungen, können aber in einem gemischten Geflügelbestand Hühner und Puten anstecken, welche dann Krankheitserscheinungen zeigen. Meldepflicht für Geflügelhalter: Geflügelhalter, auch Hobbyhalter, müssen ihre Tierhaltung, unabhängig von der Tierzahl oder dem Nutzungszweck beim Veterinäramt anzeigen sowie ein Bestandsregister führen, in dem Zu- und Abgänge festgehalten werden. Der bisherige oder künftige Tierhalter und gegebenenfalls beteiligte Transportunternehmen sowie die Art des Geflügels müssen darin dokumentiert werden, um eine Rückverfolgung im Seuchenfall zu gewährleisten. Schutzmaßnahmen: Bei Haus- und Nutzgeflügel sind Krankheitsfälle oder Auftreten gehäufter Todesfälle unklarer Ursache vom Hoftierarzt diagnostisch auf Geflügelpest abzuklären und gegebenenfalls den Veterinärämtern mitzuteilen. Personen, die mit toten Wildvögeln in Kontakt gekommen sind, sollten unbedingt Geflügelbestände meiden. Wer Geflügel nicht ausschließlich in Ställen hält, hat sicherzustellen, dass die Tiere nur an Stellen gefüttert und getränkt werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, müssen für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden. Der Stall sollte nur mit gereinigter und desinfizierter Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten werden. Betriebsfremder Personenverkehr in den Ställen sollte vermieden werden. |
| Die Dosis macht das Gift - wenn der frische Duft zur Gefahr wird |
Ein Spaziergang im Wald, der Duft von Tannennadeln oder frischem Holz - wer assoziiert damit nicht Gefühle wie Gesundheit und Entspannung? Die Natur verfügt über eine große Auswahl an flüchtigen Pflanzenduftstoffen, den sog. ätherischen Ölen, die sich durch einen besonders intensiven und starken Geruch auszeichnen. Für den charakteristischen "Waldduft" reichen bereits geringste Mengen pro Kubikmeter Luft aus. Obwohl die ätherischen Öle z.B. bei Erkältungen und grippalen Infekten als wohltuend und symptomlindernd empfunden werden, macht auch bei ihnen die Dosis das Gift, d.h. die Konzentration, in der die ätherischen Öle auf den Organismus einwirken, entscheidet darüber, ob eine positive oder eine schädliche Wirkung hervorgerufen wird. Das zeigen schwere Vergiftungsfälle bei Kindern durch - zumeist falsch angewendete - ätherische Öle. Darauf weist das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) in einer Pressemitteilung hin. Ätherische Öle zeichnen sich besonders durch ihre toxischen Wirkungen auf das zentrale Nervensystem, die Nieren und die Atemwege aus. Hinsichtlich ihrer Wirkungsstärke auf den Menschen bestehen erhebliche Unterschiede. Sehr giftig sind z.B. Kampher, Eukalyptus- (Cineol) und Pfefferminzöl (Menthol). Etwas weniger giftig sind Terpentinöl, Orangen-/Zitronenschalen-, Teebaum- und Nelkenöl. Relativ ungefährlich sind kosmetische Produkte wie Parfüms, Cremes, Seifen usw., bei denen der Anteil an ätherischen Öle meist gering ist und im Hinblick auf Vergiftungen vernachlässigt werden kann. Vorsicht ist dagegen geboten bei Produkten, die hohe Anteile an stark giftigen ätherischen Ölen enthalten. Dies sind z.B. Chinaöle, wärmende Einreibungen oder Balsame, durchblutungsfördernde Sportsalben, spezielle Badeöle oder Erkältungsbäder, Duftöle zur Raumluftverbesserung oder zur Aromatherapie und auch verschiedene Verdünner auf Citrusbasis, z.B. für Biolacke. Bei Anwendung von ätherischen Ölen in zu hoher Konzentration oder der unbeabsichtigten Aufnahme kann es zu Haut- und Mundrötungen, Bauchschmerzen (evt. Mit Übelkeit und Erbrechen). Sehr selten, insbesondere bei starken Überdosierungen, kann es zu Symptomen wie Müdigkeit, Unruhe, Zittern und Bewegungsstörungen kommen. Das BgVV empfiehlt, alle Warnzeichen, unabhängig davon, ob es sich um leichte oder schwere Vergiftungen handelt, ernst zu nehmen und ein Giftinformationszentrum zu konsultieren. Auf jeden Fall gehören diese Produkte nicht in Kinderhände - bewahren Sie sie an einem sicheren Ort auf. |
| Tabakblätter sind keine Lebensmittel! |
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Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) warnt dringend davor, bei der Zubereitung von Speisen Tabakblätter einzusetzen. Anlass ist die Veröffentlichung des Rezeptes eines "Starkochs" unter dem Titel "Rauchen verboten!" in einer großen deutschen Sonntagszeitung. In diesem Rezept wurde die Verwendung größerer Mengen an Tabakblättern (Extraktion von 21g Tabakblättern und die Verwendung von weiteren 14g "Tabakstreifen") empfohlen. |
| Vorsicht bei der Verwendung getrockneter Pilze! |
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Trockenpilze erfreuen sich bei der Zubereitung von Speisen immer größerer Beliebtheit. Die Vorteile liegen auf der Hand. Trockenpilze lassen sich mit geringem Aufwand eine längere Zeit aufbewahren, sie lassen sich bedarfsgerecht portionieren und verleihen einer Vielzahl von Gerichten eine angenehme Geschmacksnote. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) wies nun darauf hin, dass das Nationale Veterinärmedizinische Referenzlabor für Salmonellen (NRL-Salm) im BgVV einen starken Anstieg von Salmonellenfunden in getrockneten Pilzen asiatischer Herkunft verzeichnet, dem offenbar ein generelles hygienisches Problem bei Gewinnung und Verarbeitung zugrunde liegt. |
| Schwere Gesundheitsschäden durch Ephedra-Kraut |
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In den Niederlanden und über das Internet werden in jüngster Vergangenheit Ephedra-haltige Produkte als Nahrungsergänzungsmittel oder Tee angeboten. |

