



Zeichnungen und Bilder für den barrierefreien StraßenverkehrsraumZeichnungen und Bilder für den barrierefreien Straßenverkehrsraum
Vorwort Da es in der letzten Zeit immer wieder Probleme mit Bodenindikatoren bei Straßenkreuzungen und Bushaltestellen sowie Kreisverkehren gibt, hat sich der Behindertenrat des MKK dahingehend entschieden, dass man mit einem intelligenten Zwei-Platten-System barrierefreie Fußgängerüberwege und Bushaltestellen für alle Behindertengruppierungen gestalten muss. Diese Bodenindikatoren sind Noppenplatten und Rillenplatten, die eine Rillenbreite von 30 mm und eine Rillentiefe von 3 mm haben. Die Farbe muss in jedem Fall weiß sein, weil der Kontrastwert – gleich bei welcher Pflasterung – sehr hoch ist. Die Noppenplatte hat die Aufgabe, den behinderten Menschen die Aufmerksamkeit abzuverlangen, dass sie sich im Straßenverkehr besser bewegen können. Für blinde und sehbehinderte Menschen bedeutet das, dass sie sich an diesen Noppenplatten orientieren müssen. Die Rillenplatte hat einmal die Aufgabe, dass sie vor Gefahren warnt und dient gleichzeitig der Sicherheit im Straßenverkehr. Außerdem hat sie die Aufgabe, einen blinden und sehbehinderten Menschen zu seinem Ziel zu führen. Dieses Ziel ist immer eine Kreuzungsquerung, eine Bushaltestelle oder ein Kreisverkehr. Auch kann die Leitlinie warnen vor Treppenauf- und -abgängen. Zusätzlich bringt die Rillenplatte eine große Sicherheit im Straßenverkehr und muss in jedem Fall vor niveaugleichen Übergängen parallel zum Straßenverlauf in die Gehwege eingebracht werden und dient somit als „STOPPFUNKTION“. Im Folgenden können Sie aufgrund von Zeichnungen und Bildern Situationen erkennen, wie diese im Straßenverkehr vorkommen und wie das intelligente System in den Boden eingebracht werden muss. Wir haben uns mit diesen Zeichnungen an den Leitfaden „Unbehinderte Mobilität“ gehalten. Dieser Leitfaden ist ein hervorragender Anstoßgeber für ein Leitliniensystem für blinde und sehbehinderte Menschen im Straßenverkehr gewesen. Jetzt sollte er so schnell wie möglich modifiziert werden. Bislang schlug dieser Leitfaden 3 Lösungsvorschläge für Kreuzungsquerungen, Bushaltestellen und Kreisverkehre vor. Hier muss nun eine einheitliche Lösung, die aus Rillen- und Noppenplatten besteht, umgesetzt werden. Es kann nicht verlangt werden, dass ein blinder Langstockläufer sich jedes Mal wieder neu orientieren muss, um seinen barrierefreien Fußgängerüberweg zu finden. Dieses intelligente System sollte so gestaltet werden, dass alle Behinderten - Rollstuhlfahrer, Jobberfahrer, Rollatorfahrer, blinde und sehbehinderte Menschen - sowie Kinderwagen und Radfahrer den größtmöglichen barrierefreien Nutzen zur Verfügung haben. Wie in der DIN 32984, an der zur Zeit gearbeitet wird, sollten auch nur zwei Platten zum Einsatz kommen. Wenn z.B. breitere und tiefere Rillenabstände eingesetzt werden, muss davon ausgegangen werden, dass Unfälle schon im Vorhinein programmiert sind. In einer Rillenplatte mit 6,5 cm breiten und einer 6 mm tiefen Rille bleibt ein Rollstuhl-, Rollator- und Jobberfahrer hängen und kommt ohne fremde Hilfe nicht weiter. Außerdem müssen alle Bodenindikatorhersteller mehrere Formen auf Lager halten, um den Anfragen der Planer gerecht zu werden. Aus diesem Grund ist der Behindertenrat des Main-Kinzig-Kreises der Meinung, dass ein einheitliches intelligentes Zwei-Platten-System ausreichend ist, um einen sicheren barrierefreien Straßenverkehrsraum zu gestalten. |

