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Kultur und Sport >> Ehrenamtsagentur >> Qualifizierung >> Ehrenamtskonferenz 2009
Aktualisiert am: 13.05.2009
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Zweite Ehrenamtskonferenz im Main-Kinzig-Kreis

Verantwortliche der Städte- und Gemeindeverwaltungen, Kommunalpolitiker, Verbände und Vereine nicht nur aus dem Main-Kinzig-Kreis, sondern auch aus den benachbarten Kreisen und anderen Bundesländern kamen zur zweiten Ehrenamtskonferenz nach Gelnhausen. Landrat Erich Pipa hieß die Teilnehmer im Main-Kinzig-Forum willkommen.

„Der Main-Kinzig-Kreis verfügt über eine aktive Bürgerschaft, die auf freiwilliger Basis mit ehrenamtlichen Kräften sehr viel ermöglicht und voranbringt. Schlecht wäre es um unsere Gesellschaft bestellt, wenn es das freiwillige bürgerliche Engagement nicht gebe“, hob der Landrat hervor. Als Besonderheit nannte er außerdem das Netzwerk für das Ehrenamt im Kreis. Der Main-Kinzig-Kreis sei der einzige in Hessen, in dem in jedem Rathaus der 29 Städte und Gemeinden ein hauptamtlicher Ansprechpartner für ehrenamtlich Tätige benannt sei.

Dieses Potenzial will die Ehrenamtsagentur des Kreises gemeinsam mit den Städten und Gemeinden weiter stärken und ausbauen. Dazu tragen auch Veranstaltungen wie die Ehrenamtskonferenz, die bereits zum zweiten Mal stattfindet, bei.

Der erste Vortrag widmete sich der Freiwilligenarbeit und Engagementförderung im europäischen Nachbarland, den Niederlanden. Die Niederlande sind europaweit bekannt für ihre lebendige Tradition des bürgerschaftlichen Engagements, das als „Zement der Zivilgesellschaft“ verstanden wird. Referentin Angelika Münz ist seit 1999 in Deventer (Niederlande) tätig in der Projektentwicklung, Beratung, Forschung und Fortbildung im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements.

Über die Förderung im Kreis durch die Ehrenamtsagentur sprach der Leiter der Anlaufstelle, Walter Dreßbach. Er appellierte an die kommunalen Politiker mit den Betrieben, Arbeitgebern in den Dialog zu treten. „Wichtig ist es eine Anerkennungskultur zu schaffen, dafür müssen auch die Arbeitgeber sensibilisiert werden“, forderte Walter Dreßbach.

Die „bürgerschaftlich engagierten Menschen im Internet“ waren das Thema eines Referates von Uwe Amrhein, Geschäftsführer der Stiftung Bürgermut aus Berlin. Die Organisation entwickelt und betreibt Systeme, mit denen engagierte Bürger entsprechend dem Motto: „Lokal handeln, global projizieren“ ihr Wissen austauschen und sich vernetzen.

Über „Lokale Engagementförderung in hessischen Kommunen“ referierte Prof. Dr. Gisela Jakob von der Fachhochschule in Darmstadt. Ihr Bericht dokumentierte die Ergebnisse eines Forschungsprojektes, das verdeutlicht, wie Kommunalpolitik, Verwaltungen und Bürgerinnen sowie Bürger an einem Strang ziehen. Der Vortrag von Stefan Würz, dem Leiter der Landesehrenamtsagentur Hessen, handelte vom Engagement im Wandel. Er stellte Handlungsmöglichkeiten für Kommunen und Organisationen vor.

Die Moderation der Tagung hatte Heinz Janning von der Beratungsgesellschaft für Bürgerengagement in Bremen inne. Neben den Vorträgen gehörte auch ein praktischer Teil zum Programm des Tages. Günther Rams, der Finanzbeauftragte der Gelnhäuser Tafel, berichtete über Mittelbeschaffung durch Spenden und Sponsoren. Außerdem nutzten einige Tagungsteilnehmer die Möglichkeit und besuchten die Gelnhäuser Tafel.

Landrat Erich Pipa eröffnete die zweite Ehrenamtskonferenz.