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Kultur und Sport >> Ehrenamtsagentur >> Ehrenamtspreis >> Ehrenamtspreis 2005
Aktualisiert am: 31.07.2006
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Preis des Main-Kinzig-Kreises für besonders ehrenamtliches Engagement


Der 05.12. wurde von den vereinten Nationen zum Tag des Ehrenamtes ausgerufen.
Aus diesem Anlass verleiht der MKK jährlich den mit 1.500,- € dotierten Ehrenamtspreis

Die Preisträger im Jahre 2005 sind:

  • die „Grünen Damen“ im Krankenhaus Schlüchtern
  • die Essenträgerinnen in der „Gemeinschaft der älteren Generation Meerholz“ und
  • Helmut Stein, langjähriger Leiter des Hochstädter Kriegsdienst-Verweigerungs-Beratungsteams (KDV).

 

Beistand für Kranke, Bedürftige und Kriegsdienstverweigerer

„Menschen helfen Menschen – ohne dass jemand sie dazu auffordert, ohne dass sie dafür bezahlt werden. Mein Dank gilt all den Menschen, die in unermüdlichem Einsatz und mit großem persönlichen Engagement die Idee der Bürgergesellschaft im Main-Kinzig-Kreis umsetzen.“ Anlässlich der Verleihung des Ehrenamtspreises 2005 des Main-Kinzig-Kreises begrüßte Landrat Erich Pipa zahlreiche Vertreter sozialer Organisationen im Forum. Preisträger in diesem Jahr sind die „Grünen Damen“ im Krankenhaus Schlüchtern, die Essenträgerinnen in der „Gemeinschaft

   
Erich Pipa und Günter Frenz gratulierten den ?grünen Damen?.
Erich Pipa und Günter Frenz gratulierten den "grünen Damen".

der älteren Generation Meerholz“ und Helmut Stein, langjähriger Leiter des Hochstädter Kriegsdienst-Verweigerungs-Beratungsteams (KDV).

Viele soziale und politische Aufgaben seien ohne ehrenamtlich aktive Bürger nicht zu erfüllen, betonte Pipa. Der Landrat kündigte an, die Ehrenamtsagentur des Kreises weiter auszubauen. Auf der Internetseite präsentierten sich bereits über 900 Vereine und Organisationen aus dem sozialen, kulturellen und sportlichen Sektor, betonte Pipa.

 

Die „grünen Damen“ nehmen sich Zeit für Patienten im Krankenhaus Schlüchtern, hören zu und trösten. Sie füllen oftmals die Lücke fehlender Verwandter oder Freunde als Unterstützung und Gesprächspartner aus. Seit zehn Jahren im Rahmen der ökumenischen Krankenhaushilfe tätig, bringen die grünen Damen neben ihren eigenen Erfahrungen auch hohe Bereitschaft zur Weiterbildung mit. Sie belegen beispielsweise Kurse des Roten Kreuzes zur Kommunikation mit Schwerstkranken. Für Qualität in der

   
Erich Pipa gratulierte den Essenträgerinnen zu der Auszeichnung.
Erich Pipa gratulierte den Essenträgerinnen zu der Auszeichnung.

Betreuung sorgen zudem regelmäßige Besprechungen in der Gruppe. Die „grünen Damen“ sind Claudia Kugler, Erika Alt, Gudrun Arnold, Lydia Augustin, Christine Auth, Elfriede Beck, Sigrid Fehl, Linda Hildebrand, Gertrud Kaulich, Siglinde Liese und Wilma Orth. Klinikpfarrerin Ivona Linhart steht den Damen zur Seite. Neben den guten Wünschen des Landrats nahmen die grünen Damen auch die Gratulation sowie einen Blumenstrauß des Ersten Kreisbeigeordneten und Krankenhausdezernenten Günter Frenz entgegen.

 
Erich Pipa gratulierte Helmut Stein zum Ehrenamtspreis.
   

Hilfsbedürftige Bürger in Meerholz und Hailer erhalten warmes Essen – das ist den Essenträgerinnen zu verdanken. Die „Gemeinschaft der älteren Generation Meerholz“, angelegt als Selbsthilfeorganisation älterer Bürger, besteht seit 35 Jahren. Am 1. März 1976, vor fast 30 Jahren, gründete sich in dieser Gemeinschaft der „Arbeitskreis der Essenträgerinnen“, der mit dem Pflegeheim Meerholz an allen Tagen im Jahr warme Essen an hilfsbedürftige Bürger ausliefert. Begann die Aktion mit sieben Essenempfängern und der gleichen Anzahl an Helfern, so sind es heute 27 Essenempfänger und 15 Helferinnen. Diese Zahl ist seit vielen Jahren konstant. Hochgerechnet haben die Helferinnen seit 1976 über 270.000 Essen ausgetragen. Täglich sind zwei Helferinnen je fünf Stunden

unterwegs. Sprecherin der Gruppe ist Karola Böhm, weitere Mitstreiterinnen sind Else Auth, Hildegard Dörr, Gisela Gieron, Sonja Henkel, Käte Karger, Marie Knickel, Anke Lühmann, Ursula Mechsner, Marga Neudeck, Waltraud Pitz, Erika Schauberger, Irma Sedlaczek, Erna Volz und Marianne Wagner. „Mögen die Essenträgerinnen als gutes Beispiel dienen“, wünschte sich Erich Pipa.