


| Preis des Main-Kinzig-Kreises für besonders ehrenamtliches Engagement |
Die Preisträger im Jahre 2004 sind:
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Das Leben bereichert: Ehrenamtliche ausgezeichnetWer ein Ehrenamt übernimmt, dient nicht nur Anderen, sondern bereichert auch sein eigenes Leben. „Psychologen der Universität Michigan haben herausgefunden, dass ehrenamtlich tätige Menschen länger leben“, berichtet Sozialdezernent Pipa. Der Kreisbeigeordnete zeichnete jetzt drei Persönlichkeiten für ihren vorbildlichen Einsatz aus. „Wir müssen dafür sorgen, dass gute Beispiele auf unsere gesamte Gesellschaft ansteckend wirken“, betonte während der Feierstunde im Wohnstift Hanau. Daher habe der Main-Kinzig-Kreis diese Ehrung ins Leben gerufen. In diesem Jahr wählten Sozialausschuss und Kreisausschuss als Preisträger die Heraeus-Brass-Band (Hanau), Marlene Everling (Rodenbach) und Nieves Schwierzeck (Maintal). Sie haben sich in hervorragender Art und Weise für die Allgemeinheit eingesetzt, so die Begründung. |
Den Preis für die Heraeus-Brass-Band nahm Dirigent Ewald Lehmann entgegen. Er leitet die Gruppe seit vielen Jahren auch bei den Auftritten im Altenzentrum Rodenbach oder im Wohnstift Hanau. „Seit bereits 30 Jahren spielt die Band ohne Gage für die Bewohnerinnen und Bewohner“, erläutert Pipa. Besonders beindruckend und nicht alltäglich sei das Zusammenspiel von drei Generationen. Das älteste aktive Mitglied der Band ist 75 Jahre alt und das jüngste zählt gerade 22 Lenze. „Ganz besonders zu erwähnen ist Fritz Röder, der bis zu seinem 94. Lebensjahr ein halbes Jahrhundert in der Gruppe musizierte“, berichtet Pipa. Hervorgegangen ist die Formation vor etwa 15 Jahren aus dem ehemaligen Heraeus-Werk-Orchester. Dieses wurde vor rund 70 Jahren gegründet. Die Gruppe tritt auch zweimal jährlich in der Martin-Luther-Stiftung in Hanau und im AWO-Pflegeheim in Bruchköbel auf. Mittlerweile ist sie auch über den Main-Kinzig-Kreis hinaus bekannt. Es ist immer wieder ein besonderes Ereignis, wenn die über 20 Musiker für die Bewohnerinnen und Bewohner aufspielen. „Da kommt Leben in die Bude“, sagte Pipa, der die Auszeichnung stellvertretend Dirigent Ewald Lehmann überreichte. |
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| Der Weg ins ehrenamtliche Engagement war für Marlene Everling fast selbstverständlich. Als „Nur-Hausfrau“ fand sie – wie sie selbst sagt – nicht genug Erfüllung und wurde als Mitglied im Elternbeirat des Kindergartens und später in der Schule aktiv. Durch eines ihrer großen Hobbys, das Töpfern, fand sie schließlich vor 25 Jahren ihre Aufgabe im Altenzentrum Rodenbach. „Hier bekam sie auch die Geburtstage der Bewohner mit und machte es sich zur Aufgabe, die „Geburtstagskinder“ regelmäßig zu besuchen“, sagte Pipa. Dies war im Mai 1985 der Anstoß den Besuchsdienst im Altenzentrum Rodenbach zu gründen. Aber auch was die Gestaltung des Hauses betrifft, ist Marlene Everling stets mit großem Engagement dabei. Seit über zwei Jahren ist sie als externes Mitglied im Heimbeirat des Altenzentrums vertreten und wie die Heraeus-Brass-Band erhielt sie bereits im Jahr 2001 für ihr Engagement in der Altenhilfe die Ehrenmedaille (heutige Waltraude-Heitzenröder-Medaille) der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises. „Marlene Everling wird für ihre fast 20-jährige Tätigkeit als Gründerin und Leiterin des Besuchsdienstes im Altenzentrum Rodenbach ausgezeichnet“ fasste Pipa. |
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Sie habe in dieser Zeit viel für die Menschen gegeben. „Diese Ehrung soll nun ein Dankeschön sein mit dem wir - im Namen der Bewohnerinnen und Bewohner - etwas zurückgeben wollen“, so der Sozialdezernent. Die Preisträgerin konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Feierstunde teilnehmen. Sie ließ in einem Brief jedoch ausrichten, das Preisgeld dem Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Hanau als Spende zu überlassen. Nieves Schwierzeck aus Maintal-Dörnigheim erhielt die Auszeichnung für ihr Engagement in der „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ in ihrer Heimatstadt und im Main-Kinzig-Kreis. „Sie verrichtet bei nahezu allen Veranstaltungen auf Kreisebene wichtige Basisarbeit. Dabei wirbt sie unermüdlich als streitbare Fürsprecherin für diese sozial engagierte Gruppe“ sagte Pipa in seiner Laudatio. Sie werde weit über die Grenzen des Main-Kinzig-Kreises geschätzt und sei bekannt als absolut zuverlässige und immer hilfsbereite Frau. Jederzeit sei sie bereit, sich für die Belange der ihr anvertrauten Menschen einzusetzen. Darüber hinaus ist Nieves Schwierzeck ein äußerst aktives Mitglied im Maintaler Frauenbeirat und befasst sich als Geschäftsstellenleiterin der Dörnigheimer Jugend-, Musik- und Kunstschule mit Kindern ab drei Jahren. Hierbei leistet sie zusätzlich hervorragende Integrationsarbeit mit behinderten Kindern. „So ganz nebenbei ist sie auch noch Ehefrau und Mutter. Das mag man kaum glauben, weil sie aufgrund ihrer vielschichtigen Aktivitäten eigentlich kaum über freie Zeit verfügen sollte“, berichtete Pipa. Zu würdigen sei das vielfältige soziale Engagement von Nieves Schwierzeck in grundsätzlich verschiedenen Bereichen. Denn es sei ihr gelungen, einen Bogen zu spannen von der Frauenarbeit über die Arbeit mit behinderten Kindern bis hin zur Kultur. Durch ihr vorbildliches, selbstloses, ehrenamtliches Wirken habe sie eine wichtige Integrationsarbeit gerade außerhalb öffentlicher Institutionen geleistet. |

