



OrganspendeRund 12.000 Menschen in der Bundesrepublik warten auf ein Spenderorgan, viele davon vergebens. Jeden Tag sterben drei Menschen, weil für sie kein passendes Spenderorgan bereit steht. Und obwohl vier von fünf Bürgern der Organspende prinzipiell positiv gegenüberstehen, besitzen nur fünfzehn Prozent der Bevölkerung einen Organspendeausweis. Der Main-Kinzig-Kreis hat im Kreistag beschlossen und sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger durch sach- und fachlich fundierte Aufklärung zur Organspende zu erhöhen. |
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Vielen Menschen fällt es nicht leicht, sich mit dem Thema Organspende zu beschäftigen. Denn die Bereitschaft zur Organspende – mit Ausnahme der Lebendspende – ist an den Tod eines Menschen gebunden. Wer kennt die Einstellung seiner Familie zur Organspende? Viele Eltern wissen gar nicht ob sich ihr Kind schon einmal mit diesem Themenbereich im Schulunterricht auseinander gesetzt hat. Es ist auch selten bekannt, dass Jugendliche eine eigene Meinung dazu haben. Deshalb ist es wichtig sich mit diesem Thema zu beschäftigen und darüber zu sprechen. So kann sichergestellt werden, dass der eigene Wille bekannt ist und von den Angehörigen mitgetragen wird. Uns ist Aufklärung wichtig, so dass eine Entscheidung zur Organspende schon zu Lebzeiten gefällt wird und man soll seine Entscheidung mit den Angehörigen besprechen. Der plötzliche Tod eines geliebten Menschen ist für alle Angehörige, ein Schock. In dieser Situation einer Organspende des Verstorbenen zuzustimmen, verlangt von den Angehörigen viel Kraft. Es bedeutet aber auch, den Tod als etwas Unabänderliches zu akzeptieren und dennoch das Leben ohne Verbitterung zu bejahen. Das Gespräch mit Ärzten und Schwestern ist dabei von großer Bedeutung, genaue und richtige Information über den Vorgang der Todesfeststellung und der Organentnahme sind wichtig. Gibt es keine Entscheidung, ist die Frage nach einer Organspende immer die schwierigste Frage zum ungünstigsten Zeitpunkt an die unglücklichste Familie. Deshalb soll der Aufruf und die Bitte an die Bevölkerung sein die jeweils angebotenen Informationsveranstaltungen zu besuchen und sich in Gesprächen einen Moment der Auseinandersetzung mit dem Thema der Organspende zu widmen. Ihr |

