



Neuer Flyer: Information gegen Gewalt gegen FrauenEine von der Bundesregierung 2004 in Auftrag gegebene Studie besagt, dass in Deutschland schon jede vierte Frau das Opfer häuslicher Gewalt war oder ist. Mit einem aktuellen Flyer weist das Frauenbüro im Main-Kinzig-Kreis auf Hilfsangebote und Anlaufstellen hin. Wie Kreisbeigeordneter André Kavai und Frauenbeauftragte Angelika Foltin-Alig erklären, erscheint die handliche Informationsschrift in vier Sprachen. Das Faltblatt ist ein Produkt des Arbeitskreises Gewalt gegen Frauen in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Südosthessen. „Wir haben uns für deutsch, englisch, russisch, arabisch und türkisch entschieden“, sagt die Kreisfrauenbeauftragte. Zu erhalten ist der Flyer an vielen von Frauen besuchten Stellen sowie im Frauenbüro (Telefon 06051/85-12315) . Wie die Statistik belegt, ist Gewalt für viele Frauen in der Partnerschaft alltäglich. Alter, Bildung, Einkommen oder gesellschaftliche Stellung spielten dabei keine Rolle. Häusliche Misshandlungen seien die häufigste Ursache für Verletzungen bei Frauen; häufiger als Gewaltverbrechen wie |
![]() Kreisfrauenbeauftragte Angelika Foltin-Alig und Kreisbeigeordneter André Kavai stellen den neue Flyer zum Thema Gewalt gegen Frauen vor. | Überfälle, Vergewaltigung und Verkehrsunfälle zusammen genommen. Das Spektrum reiche von Beleidigungen, Einschüchterung, Drohen, Einsperren, Schlägen, über Vergewaltigung bis hin zum Mord. „Mit der Information wollen wir die Opfer ermuntern, aus dieser Bedrohung auszubrechen“, erläutert Kavai. Oft sei es ratsam, die Polizei einzuschalten. Nur die wenigsten Frauen wüssten, dass Polizei und Justiz seit einigen Monaten mehr Möglichkeiten haben, die Opfer wirkungsvoll zu schützen. Die Täter können aus der Wohnung gewiesen oder in Gewahrsam genommen werden. Ein weiterer Schritt ist ein richterliches Kontaktverbot. „Der Flyer nennt Anlaufstellen wie Frauenhäuser, Beratungsstätten und Vereine im Main-Kinzig-Kreis“, fügt Foltin-Alig hinzu. |
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